Stadtgefühl
So fühlt sich Abu Simbel an
Das Lebensgefühl in Abu Simbel ist geprägt von erhabener Monumentalität, friedvoller Wüstenruhe und herzlicher nubischer Gastfreundschaft. Wenn die Morgensonne die gigantischen Sandsteinkolosse von Ramses II. in glühendes Rotgold taucht, herrscht vor den Felsenfassaden andächtige Stille. Über dem weiten, tiefblauen Nassersee weht stets eine angenehme Brise, die den Duft von Weihrauch und frischem Minztee mit sich bringt. In den bunt bemalten nubischen Gästehäusern sitzen Einheimische und Weltreisende in gelassener Atmosphäre beisammen. Die Bewohner begegnen Gästen mit ehrlicher Herzlichkeit und großem Stolz auf ihr weltberühmtes Welterbe. Abu Simbel vermittelt das erhebende Gefühl eines ewigen Monuments der Menschheit am Rande der Sahara.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Abu Simbel blickt auf eine traditionsreiche Geschichte zurück, die um 1264 v. Chr. begann, als Pharao Ramses II. die beiden monumentalen Felsentempel zur Demonstration königlicher und göttlicher Macht an der nubischen Grenze errichten ließ. Über Jahrtausende gerieten die Tempel in Vergessenheit und wurden von Wüstensand verschüttet, bis der Schweizer Forscher Jean Louis Burckhardt das Heiligtum 1813 wiederentdeckte und Giovanni Battista Belzoni 1817 die Freilegung begann. Weltweite Beachtung fand das Monument zwischen 1964 und 1968, als eine internationale UNESCO-Rettungsaktion die Tempel in tausende Blöcke zersägte und auf einem künstlichen Hügel vor den Fluten des Nassersees rettete. Bis heute gilt Abu Simbel als unübertroffenes Meisterwerk antiker Bildhauerkunst und moderner Denkmalrettung.