Stadtgefühl
So fühlt sich Acireale an
Acireale besticht durch seine noble Eleganz und eine gelassene sizilianische Lebensfreude. Am Vormittag füllen sich die Gassen mit dem Duft von frisch gebackenem Mandelgebäck und feinstem Espresso. Das goldgelbe Leuchten des Tuffsteins harmoniert auf unverwechselbare Weise mit den dunklen Akzenten aus Vulkangestein. Auf den weitläufigen Plätzen treffen sich Einheimische zu lebhaften Gesprächen im Schatten barocker Kirchenfassaden. Eine sanfte Meeresbrise weht regelmäßig von den Klippen der Timpa herauf in die Straßen der Oberstadt. Am späten Nachmittag verwandelt sich der Corso Umberto in eine stimmungsvolle Flaniermeile für Jung und Alt. Glockengeläut von zahlreichen Kirchtürmen hallt durch die kopfsteingepflasterten Seitengassen. In den Abendstunden erstrahlen die Monumente in warmem Scheinwerferlicht und schaffen ein fast theaterhaftes Ambiente. Diese gelungene Synthese aus lebendiger Alltagskultur, Historie und Naturverbundenheit nimmt jeden Besucher sofort ein.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Ursprünge der Stadt reichen bis in die griechische und römische Antike zurück, als der Ort für seine mineralreichen Quellen gerühmt wurde. Im Mittelalter wuchs die Siedlung unter byzantinischer und normannischer Herrschaft zu einem florierenden Handelsplatz heran. Nach der verheerenden Zerstörung durch das Erdbeben von 1693 bauten Adel und Kirche die Stadt mit großem Aufwand im Stil des Spätbarocks neu auf. Bedeutende Maler wie Paolo Vasta prägten die künstlerische Ausstattung der zahlreichen Gotteshäuser maßgeblich. Der Karneval von Acireale blickt auf eine jahrhundertealte Tradition zurück und zählt heute zu den bedeutendsten Festen Italiens. Kunstvolle Wagenbauer nutzen traditionelle Papiermaché-Techniken, um monumentale Kunstwerke für die Umzüge zu schaffen. Die enge Verbundenheit mit dem Meer spiegelt sich in den Bräuchen der anliegenden Fischerdörfer wider. Dieses reiche kulturelle Erbe wird von den Bürgern mit großem Stolz gepflegt und lebendig gehalten.