Stadtgefühl
So fühlt sich Bourg-en-Lavaux an
In Bourg-en-Lavaux verbindet sich die vornehme Eleganz weltberühmter Weinberge mit der heiteren Ruhe des Genfersees. Entlang der Uferpromenade in Cully flanieren Spaziergänger unter schattigen Platanen und genießen den weiten Blick über das glitzernde Wasser. An den sonnenbeschienenen Steilhängen leuchten die terrassierten Reben in sattem Grün. Der Duft von feuchtem Seewasser, Zypressen und frisch gekeltertem Wein liegt warm in der Luft. Schaufelraddampfer legen mit majestätischer Ruhe an den Holzstegen an und bringen Gäste aus aller Welt. In den engen Gassen der Winzerdörfer herrscht eine geschützte, authentische Dorfatmosphäre. Die schneebedeckten Gipfel der Savoyer Alpen im Hintergrund bilden eine erhabene Naturkulisse. Am Abend taucht die untergehende Sonne die Weinterrassen in goldenes Licht. Es ist ein Ort des Genusses, der landschaftlichen Vollendung und der gelebten Weintradition.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Besiedlung des Lavaux reicht bis in die Römerzeit zurück, doch die monumentalen Weinterrassen verdanken ihre Entstehung den Zisterziensermönchen des elften Jahrhunderts. Die Mönche rodeten die steilen Hänge und bauten tausende Trockenmauern, um das Mikroklima der drei Sonnen optimal zu nutzen. Über Jahrhunderte bildeten die Winzerdörfer eigenständige Gemeinschaften mit reicher Bautradition. Im Jahr 2007 erklärte die UNESCO die Weinterrassen des Lavaux zum Weltkulturerbe von universellem Wert. Durch den Zusammenschluss der Gemeinden Cully, Epesses, Grandvaux, Riex und Villette im Jahr 2011 entstand die Großgemeinde Bourg-en-Lavaux, die zum Hauptort des Bezirks aufstieg. Das Cully Jazz Festival entwickelte sich seit 1983 zu einem internationalen Musikevent am See. Die jahrhundertealte Tradition des Chasselas-Anbaus prägt das kulturelle Selbstverständnis der Bewohner bis heute. Die Gemeinde pflegt ihr baukulturelles und landschaftliches Erbe mit vorbildlicher Sorgfalt.