Stadtgefühl
So fühlt sich Chioggia an
Chioggia empfängt seine Gäste mit der unverfälschten, lebendigen und stolzen Seefahrer-Atmosphäre einer echten Fischerstadt. Entlang des Hauptkanals Canal Vena wiegen sich hunderte bunte Holzboote im Rhythmus der Gezeiten. Auf dem historischen Fischmarkt herrscht ein faszinierendes, lautes und farbenfrohes Treiben, das die maritime Identität widerspricht. Die eleganten Paläste mit ihren Arkaden und die Markuslöwen erinnern an die jahrhundertelange Zugehörigkeit zu Venedig. Der Duft von salziger Meeresluft, gegrilltem Fisch und frisch gebackenem Brot liegt in den engen Gassen. Hier geht es bodenständiger, ruhiger und authentischer zu als im großen Nachbarn Venedig. Abends flanieren Einheimische und Gäste gemeinsam über den Corso del Popolo zur Ponte Vigo. So erleben Reisende hier das wahre, traditionelle Herz der venezianischen Lagune.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Ursprünge der Stadt reichen in die Antike zurück, als griechische und römische Siedler die Laguneninseln nutzten. Im Frühmittelalter entwickelte sich Clodia zu einer wichtigen Salz- und Fischereistadt in der venezianischen Lagune. Nach heftigen Kämpfen zwischen Genua und Venedig im vierzehnten Jahrhundert wurde die Stadt schwer zerstört und anschließend im venezianischen Stil wieder aufgebaut. Die charakteristische schachbrettartige Anlage der Gassen erinnert bis heute an diesen historischen Wiederaufbau. Über Jahrhunderte lebte die Bevölkerung fast ausschließlich von der Hochseefischerei und dem Salzhandel. Im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert dehnte sich der Tourismus in Sottomarina aus. Bis heute bewahrt die Bürgerschaft ihren stolzen Dialekt, die Fischereitradition und das venezianische Kulturerbe mit großer Hingabe.