Stadtgefühl
So fühlt sich Edfu an
Das Lebensgefühl in Edfu ist geprägt von einer lebendigen oberägyptischen Herzlichkeit, dem steten Rhythmus der Pferdekutschen und dem Stolz auf den monumentalen Horus-Tempel. Das Hufgeklapper auf dem Asphalt und das Rufen der Händler begleiten den Alltag in den Straßen. In den traditionellen Bäckereien duftet es nach frisch gebackenem Sonnenbrot, während in den Straßencafés starker Mokka mit Kardamom serviert wird. Die Bewohner begegnen Besuchern mit offener Wärme und heiterer Gastfreundschaft. Am Abend, wenn die Kreuzfahrtschiffe anlegen und die Lichter am Nil erstrahlen, entfaltet sich auf den Promenaden ein heiteres Treiben. Edfu strahlt den unverfälschten, lebendigen Zauber einer echten oberägyptischen Tempelstadt aus.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Edfu blickt auf eine über viertausendjährige Geschichte als Hauptstadt des zweiten oberägyptischen Gaues und wichtigstes Kultzentrum des Himmelsgottes Horus zurück. Bereits im Alten Reich florierte hier ein bedeutendes Heiligtum, das in der Ptolemäerzeit ab 237 v. Chr. durch den Bau des heutigen Monumentaltempels vollkommen neu errichtet wurde. Über einhundertachtzig Jahre bauten ptolemäische Könige an dem Komplex, der 57 v. Chr. unter Ptolemaios XII. vollendet wurde. Nach dem Verbot der heidnischen Kulte unter Kaiser Theodosius I. wurde der Tempel von Wüstensand und Nilschlamm verschüttet, was seine fast lückenlose Erhaltung sicherte. Auguste Mariette legte das Meisterwerk ab 1860 frei. Bis heute bewahrt Edfu sein monumentales Erbe als herausragendes Zeugnis altägyptischer Baukunst.