Stadtgefühl
So fühlt sich Karnak an
Das Lebensgefühl in Karnak ist geprägt von überwältigender Monumentalität, zeitloser Geschichtsträchtigkeit und der heiteren Ruhe Oberägyptens. Vor den gigantischen Sandsteinsäulen und hoch aufragenden Obelisken herrscht eine andächtige Bewunderung für die Baukunst der Pharaonen. In den schattigen Gärten und Cafés am Tempelausgang sitzen Reisende beisammen und tauschen Eindrücke bei frischem Minztee aus. Die Einwohner begegnen Besuchern mit herzlicher Wärme und großem Stolz auf ihr Welterbe. Karnak vermittelt das erhebende Gefühl, das monumentale Herz des alten Theben leibhaftig zu erleben.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Karnak blickt auf eine über zweitausendjährige Baugeschichte zurück, die im Mittleren Reich um 2000 v. Chr. begann und bis in die römische Kaiserzeit andauerte. Als Hauptkultort des thebanischen Reichsgottes Amun-Re erweiterten fast alle bedeutenden Pharaonen wie Hatschepsut, Thutmosis III., Amenophis III. und Ramses II. den Tempelkomplex mit Pylonen, Festhallen und Obelisken. Der Große Säulensaal mit seinen 134 Säulen galt als steinerne Nachbildung des göttlichen Ursumpfs bei der Erschaffung der Welt. Jährlich zog die feierliche Opet-Prozession von Karnak zum Luxor-Tempel, um die Wiedergeburt des Königtums zu feiern. Bis heute steht Karnak als unübertroffenes Meisterwerk sakraler Monumentalarchitektur.