Stadtgefühl
So fühlt sich Las Laguna de Valleseco an
In Las Laguna de Valleseco herrscht eine feuchte, waldige Stille, die nur vom Schnattern der Enten und dem Rauschen der Blätter unterbrochen wird. Der Duft von feuchtem Moos, Eichenrinde und saftigem Gras liegt beständig in der kühlen Gebirgsluft. Wanderer und Sportler bewegen sich im ruhigen Gleichmaß über die Schotterwege und genießen die Abgeschiedenheit des Talkessels. Häufig ziehen feine Nebelschwaden über den Kraterrand und tauchen die Baumkronen in diffuses, mystisches Licht. Hektik oder Verkehrslärm existieren im Inneren der Senke praktisch nicht. Am Nachmittag bricht die Sonne oft durch die Passatwolken und lässt die Wassertropfen auf den Farnen glänzen.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Der Vulkankrater von Valleseco entstand vor Jahrtausenden durch gewaltige Explosionen und füllte sich durch die dichten Passatniederschläge natürlicherweise mit Wasser. Die indigenen Canarios nutzten die kühle Senke als wichtige Tränke für ihre Viehherden während der Sommermonate. Nach der spanischen Kolonisation Ende des 15. Jahrhunderts wurden die Hänge gerodet und für Ackerbau sowie die Pflanzung von Edelkastanien genutzt. Im 19. Jahrhundert diente die Lagune als zentraler Wasserspeicher für die Bewässerung der tiefer gelegenen Terrassenfelder. In den letzten Jahrzehnten wandelte die Gemeinde das Areal durch Aufforstung in ein geschütztes Refugium für Flora und Fauna um. Bis heute ist der Ort eng mit dem bäuerlichen Erntedankfest Fiesta de la Manzana im Herbst verbunden.