Stadtgefühl
So fühlt sich Leoben an
Leoben verströmt die lebendige und gastfreundliche Atmosphäre einer traditionsreichen Montanstadt im Herzen der Steiermark. Die bunten Bürgerhäuser am weitläufigen Hauptplatz leuchten im Sonnenlicht und bilden einen beliebten Treffpunkt in den Gastgärten. Über den Dächern ragt der Schwammerlturm auf und erinnert an die Wehrhaftigkeit vergangener Jahrhunderte. Die Mur umschließt das Zentrum wie ein schützendes Band und sorgt für frische Luft aus den Bergen. Durch die vielen Studierenden der Montanuniversität herrscht in den Straßen ein reges, junges Treiben. In den traditionellen Braugasthöfen wird bodenständige steirische Küche bei frisch gebrautem Bier serviert. Die waldreichen Berghänge der Umgebung bilden stets eine grüne Kulisse hinter den Häuserzeilen. Diese gelungene Mischung aus akademischer Tradition, Industriegeschichte und Gemütlichkeit prägt das Leben im Ort.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Funde von Gräberfeldern belegen eine Besiedlung der fruchtbaren Murschleife bereits in der Bronze- und Römerzeit. Im Jahr 904 wurde der Ort Liupina erstmals urkundlich erwähnt. König Ottokar II. von Böhmen verlegte die Stadt im 13. Jahrhundert planmäßig an ihren heutigen geschützten Standort innerhalb der Flussschleife. Leoben erlangte durch das landesfürstliche Eisen-Umschlagsrecht großen Wohlstand als Handelszentrum für das Erz vom steirischen Erzberg. Im Jahr 1797 unterzeichneten Napoleon Bonaparte und Österreich hier den berühmten Vorfrieden von Leoben. Erzherzog Johann gründete im 19. Jahrhundert die Montanlehranstalt, die spätere Montanuniversität, und leitete den Wandel zur modernen Wissenschaftsstadt ein. Das Stift Göss blickt auf eine über tausendjährige klösterliche Geschichte zurück. Heute behauptet sich Leoben als international anerkannter Forschungs- und Technologiestandort mit reichem kulturellem Erbe.