Stadtgefühl
So fühlt sich Mantua an
In Mantua empfängt Besucher die erhabene Stille und vollkommene Harmonie einer aristokratischen Renaissance-Traumstadt. Auf der sonnigen Piazza delle Erbe genießen Einheimische ihren Espresso unter den schattigen Laubengängen der Kaufmannshäuser. In den Traditionsbäckereien duftet es nach dem berühmten Mandelkuchen Sbrisolona und mit Kürbis gefüllten Tortelli di Zucca. Am späten Nachmittag färbt das goldene Sonnenlicht die roten Backsteinfassaden und die Paläste in warme Farbtöne, die sich im stillen Seewasser spiegeln. Über den Seen weht stets eine sanfte Brise, die den Duft von Schilf und Lotusblüten in die Straßen trägt. Die Bürger pflegen eine kultivierte, stolze Gastfreundschaft und schätzen ihr unvergleichliches UNESCO-Welterbe. Mantua wirkt wie ein lebendiges Kunstwerk der Renaissance, das zeitlose Eleganz mit ruhiger Lebensart verbindet.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Mantua entstand in etruskischer Zeit am Fluss Mincio und wurde nach dem etruskischen Gott Mantu benannt. Der römische Dichter Vergil wurde im Jahr 70 vor Christus im nahen Dorf Andes geboren und besang seine Heimatstadt in weltberühmten Epen. Ihre glanzvollste Epoche erlebte die Stadt von 1328 bis 1707 unter der Herrschaft der Familie Gonzaga, die Mantua zu einem der führenden Kulturzentren Europas machten. Fürsten wie Ludovico III. und Isabella d'Este förderten Künstler wie Andrea Mantegna, Leon Battista Alberti und Giulio Romano, die bahnbrechende Meisterwerke schufen. Im Jahr 1607 wurde hier Claudio Monteverdis L'Orfeo uraufgeführt, die als erste vollwertige Oper der Musikgeschichte gilt. Das alljährliche Festivaletteratura im September zieht weltberühmte Schriftsteller und Literaturbegeisterte zu Lesungen auf die Renaissance-Plätze der Stadt. Dieses Fest hält die reiche geistige Identität Mantuas lebendig.