Reiseziel

Mauretanien

Entdecken Sie Mauretanien mit seinen historischen Oasenstädten, spektakulären Sanddünenmeeren, dem legendären Eisenerzzug und artenreichen Küstenbiotopen am Atlantik.

Über das Land

Mauretanien – Goldene Saharadünen, uralte Karawanenstädte und der längste Wüstenzug

Der westafrikanische Staat an der Schnittstelle zwischen Maghreb und Schwarzafrika fasziniert Reisende mit unendlicher Wüstenweite, uralter Gelehrsamkeit und authentischer Beduinenkultur. Drei Viertel des Landes werden von den goldenen Sand- und Felslandschaften der Sahara eingenommen, die zu den spektakulärsten und unberührtesten Wüstenregionen der Erde zählen. Historische Karawansereien und Oasenstädte bewahren jahrhundertealte Bibliotheken mit wertvollen islamischen Handschriften inmitten wandernder Dünenkämme. Ein weltweites Faszinosum bildet der legendäre Eisenerzzug, der sich als einer der längsten Güterzüge der Welt auf Hunderten Kilometern durch das Dünenmeer von den Minen im Landesinneren an die Atlantikküste schlängelt. Entlang der atlantischen Küstenlinie erstreckt sich ein weltberühmter Nationalpark mit flachen Wattgebieten und Sandbänken, der Millionen Zugvögeln als wichtigstes Überwinterungsgebiet dient. Die lebendige Hauptstadt verbindet moderne Verwaltungsbauten mit traditionellen Märkten und einem bunten Fischerhafen, an dem täglich Hunderte Pirogen anlanden. Schroffe Sandsteinplateaus mit tief eingeschnittenen Canyons, Felsmalereien und versteckten Wasserstellen im Fels bieten herausragende Bedingungen für abenteuerliche Allradexpeditionen und Wüstentrekkings. Die traditionelle Küche setzt auf nahrhafte Kamelmilch, zartes Ziegenfleisch, Couscous, aromatische Datteln und fangfrischen Atlantikfisch. Der allgegenwärtige süße Minztee wird in drei traditionellen Aufgüssen serviert und bildet das Herzstück jeder sozialen Begegnung. Das trockene Wüstenklima sorgt für glasklare Nachthimmel mit überwältigender Sternenpracht fernab jeglicher Zivilisation. Besucher erleben ein Land von rauer Schönheit, das durch seine zeitlose Würde und herzliche Gastfreundschaft tief berührt.

Highlights

Highlights auf einen Blick

Kultur

Historische Oasen- und Karawanenstädte

Uralte Städte aus Trockensteinmauerwerk bewahren wertvolle mittelalterliche Handschriften und Koranschulen inmitten der Wüste. Schmale Gassen, markante quadratische Minarette und Dattelhaine prägen das Bild. Die historischen Stätten zählen zum UNESCO-Welterbe.

Adrar-Plateau und Ouadane

Landschaft

Legendärer Eisenerzzug durch die Sahara

Einer der längsten und schwersten Züge der Erde transportiert Eisenerz quer durch die Sanddünen der Wüste zum Atlantik. Abenteuerlustige Reisende nutzen die offenen Güterwaggons für eine staubige, unvergessliche Fahrt unter dem Sternenhimmel. Eisenbahnlinien queren endlose Sandflächen.

Norden

Landschaft

Artenreiche Küstenwatten und Vogelparadiese

Ein riesiger Küstennationalpark schützt Flachwasserzonen, Mangroven und Sandbänke am Atlantik. Millionen eurasische Zugvögel, Pelikane und Flamingos bevölkern die geschützten Buchten. Traditionelle Segelboote der Imraguen-Fischer gleiten durch das Wasser.

Atlantikküste

Berge

Dramatische Sandsteinplateaus und Canyons

Steil aufragende Felsformationen, versteckte Naturpools und Felsmalereien durchziehen die Gebirgsmassive der Wüste. Geländewagentouren überwinden spektakuläre Sandpässe zu grünen Palmenoasen. Höhlenmalereien dokumentieren prähistorische Epochen.

Adrar und Tagant

Eintauchen & entdecken

Lebensgefühl, Geschichte und Kultur

Lebensgefühl

So fühlt sich die Reise an

Eine Reise durch dieses Wüstenland vermittelt ein tiefes Gefühl von erhabener Stille, unendlicher Freiheit und unverfälschter Herzlichkeit. Am frühen Morgen erwacht die Wüste in klarem, kühlem Licht, während die Dünenkämme sanfte goldene und rötliche Schatten werfen. In den Oasendörfern bestimmen das Rascheln der Palmwedel im warmen Wind und das rhythmische Klappern von Teegläsern den geruhsamen Tag. Das Einschenken des heißen Minztees aus hoher Höhe mit reichhaltiger Schaumkrone ist ein unverzichtbares Ritual, das jedem Reisenden als Willkommensgruß gereicht wird. Auf den endlosen Naturpisten begegnen Besuchern gemächlich ziehende Kamelkarawanen und Nomadenzelte aus gewebter Wolle. An der Atlantikküste weht eine stetige, salzige Meeresbrise, während Dutzende bunte Holzboote nach Sonnenuntergang durch die Brandung an den Strand gezogen werden. Einheimische begegnen Reisenden mit vornehmer Zurückhaltung, tiefem Respekt und einer sprichwörtlichen Wüstengastfreundschaft. Wenn die Nacht über der Sahara hereinbricht, eröffnet sich ein unvergleichlich klarer Sternenhimmel von überwältigender Helligkeit über den stillen Dünen. Die Abwesenheit jeglicher Hektik und die Weite der Natur schaffen Raum für tiefe innere Ruhe und Entschleunigung.

Geschichte & Kultur

Zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Die Geschichte des Landes ist geprägt von der Rolle als Schnittstelle bedeutender Transsahara-Handelsrouten, auf denen Salz, Gold, Elfenbein und Wissen transportiert wurden. Ab dem 11. Jahrhundert gründeten nomadische Gelehrte und Händler befestigte Siedlungen, die sich zu weltweit geachteten Zentren für Theologie, Astronomie, Recht und Poesie entwickelten. Nomadische Familien bewahrten wertvolle Handschriftensammlungen in Ledereinbänden über Generationen hinweg in hölzernen Truhen auf. Die gesellschaftliche Struktur vereint die reichen Traditionen der maurischen Beduinen mit den Kulturen der sesshaften Volksgruppen entlang des Senegal-Flusses. Die traditionelle Beduinenmusik nutzt die Binnensaitenlaute Tidinit und mitreißende Gesänge, um historische Heldengeschichten und Wüstenlegenden lebendig zu halten. Kunsthandwerker fertigen kunstvoll punzierte Lederkissen, gravierte Silberschmuckstücke und kunstvolle Holzschnitzereien für den Wüstenalltag an. Kleidung wie der weit fallende blaue oder weiße Boubou und der schützende Turban prägen das würdevolle Erscheinungsbild der Bewohner. Die Tischkultur zelebriert das gemeinsame Mahl aus großen Platten mit gedämpftem Fleisch, Couscous und Datteln. Diese ununterbrochene Verbundenheit mit nomadischen Tugenden, Gelehrsamkeit und Freiheitsliebe bildet das unerschütterliche Fundament der mauretanischen Identität.

Land & Landschaft

Bekannte Regionen

Berge

Adrar-Plateau

Das spektakuläre Sandsteingebirge im Herzen des Landes besticht durch tiefe Schluchten, Oasentäler und historische Welterbestädte. Wanderer und Geländewagenfahrer erkunden dramatische Pässe, Felsmalereien und versteckte Quellen. Riesige Dünenmeere umschließen das Plateau.

Zentralmauretanien

Landschaft

Banc d'Arguin

Der geschützte Meeresnationalpark an der Atlantikküste umfasst weite Wattflächen, Sanddünen und artenreiche Flachwasserzonen. Millionen von Zugvögeln und Flamingos finden hier ungestörte Brut- und Rastplätze. Traditionelle Fischer segeln ohne Motor durch die Kanäle.

Atlantikküste

Landschaft

Tagant-Region

Die zerklüftete Hochebene im Süden zeichnet sich durch schroffe Felsklippen, saisonale Seen und historische Oasensiedlungen aus. Seltene Wüstenkrokodile leben in versteckten Wasserlöchern tiefer Felscanyons. Die Landschaft ist wild und ursprünglich.

Südliche Mitte

Seenland

Senegal-Flusstal

Der fruchtbare Landstrich entlang der südlichen Grenze bildet die grüne Kornkammer mit Reisfeldern, Akazienwäldern und Feuchtbiotopen. Reisende erleben hier das traditionelle Dorfleben afrikanischer Flusskulturen. Das Klima ist tropisch geprägt.

Süden

Landschaft

Guelb er Richat

Die gigantische kreisförmige Gesteinsformation in der Wüste wird als Auge Afrikas bezeichnet und misst über vierzig Kilometer im Durchmesser. Die konzentrischen Ringe aus Sandstein ragen aus der Ebene empor und sind selbst aus dem Weltall sichtbar. Sie ist Ziel von Expeditionen.

Adrar

Städte entdecken

Sehenswerte Städte

Hauptstadt

Nouakchott

Die weitläufige Hauptstadt am Ozean begeistert mit einem bunten Fischerstrand voller Pirogen, geschäftigen Märkten und dem Nationalmuseum. Moderne Moscheen und Kunsthandwerkszentren prägen das Zentrum. Frischer Fisch und Meeresbrise bestimmen das Uferleben.

Atlantikküste

Hafenstadt

Nouadhibou

Die bedeutende Hafenstadt auf einer Wüstenhalbinsel ist das Zentrum des Eisenerzexports und der Hochseefischerei. Bekannt ist die Bucht für historische Schiffswracks und das nahe gelegene Schutzgebiet für seltene Mönchsrobben. Sie ist Endstation des Wüstenzuges.

Nordwestküste

Kulturstadt

Chinguetti

Die legendäre siebtheiligste Stadt des Islam bewahrt weltberühmte private Bibliotheken mit Jahrhunderte alten Handschriften im Sandsteinmauerwerk. Ein markantes quadratisches Minarett überragt die Altstadtgassen. Goldene Sanddünen reichen direkt an die Häuser heran.

Adrar

Kulturstadt

Ouadane

Die historische Karawanenstadt liegt malerisch an den Hängen einer Klippe über einem weiten Datteltal. Verfallene Steingebäude, historische Festungsmauern und alte Bewässerungssysteme zeugen vom früheren Glanz. Sie dient als Tor zu geologischen Wundern.

Adrar

Großstadt

Atar

Die lebendige Oasenstadt am Fuße der Hochebene ist der wichtigste logistische Stützpunkt für Wüstentouren und Wanderungen im Norden. Ein geschäftiger Dattel- und Kunsthandwerksmarkt prägt das Zentrum. Schattige Gärten säumen die Ränder der Stadt.

Adrar

Hafenstadt

Rosso

Die geschäftige Grenzstadt am Flussufer verbindet Mauretanien über Fährverbindungen direkt mit dem Nachbarland Senegal. Märkte für landwirtschaftliche Erzeugnisse und bunte Pirogen prägen das Flussufer. Sie bildet das Tor zum tropischen Süden.

Südgrenze

Kulturstadt

Tichitt

Die abgelegene Welterbestadt auf dem Hochplateau fasziniert mit kunstvoll verzierten Steinfassaden und engen Gassen aus Naturstein. Umgeben von Dattelhainen und weiten Dünenfeldern verströmt der Ort zeitlose Abgeschiedenheit. Die Baukunst gilt als Meisterwerk.

Tagant

Großstadt

Zouérat

Die von schroffen Bergrücken umgebene Minenstadt im Norden ist das Zentrum des Eisenerzabbaus und Ausgangspunkt des berühmten Wüstenzuges. Gewaltige Tagebauanlagen prägen das industrielle Bild der Umgebung. Sie dient als Wüstenkreuzung.

Norden

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Anreise

Mit internationalen Flügen zum Hauptflughafen NKC bei Nouakchott erreichen Reisende das Land direkt aus Paris, Istanbul, Casablanca, Gran Canaria sowie verschiedenen westafrikanischen Drehkreuzen. Der moderne internationale Flughafen NKC bietet zeitgemäße Passagiereinrichtungen und ist über eine Schnellstraße mit der Innenstadt verbunden. Für Reisen in den Norden steht der Flughafen NDB in Nouadhibou zur Verfügung, der unter anderem Flüge von den Kanarischen Inseln empfängt. Saisonal bedient der Regionalflughafen ATR in Atar gelegentliche Charterflüge für Wüstentouristen. Auf dem Landweg ist die Einreise über die asphaltierte Küstenstraße aus Marokko über den Grenzübergang Guerguerat im Norden sowie per Fähre oder Brücke über den Senegal-Fluss im Süden möglich. Fernstraßen verbinden die wichtigsten Küstenstädte und Oasenzentren verlässlich miteinander.

Unterwegs vor Ort

Für Rundreisen und Wüstentouren durch das Land stellt die Anmietung eines allradgetriebenen Geländewagens mit ortskundigem Fahrer und Wüstenführer die unverzichtbare und sicherste Reiseform dar. Die Hauptverkehrsachsen zwischen Nouakchott, Nouadhibou, Atar und Rosso sind durchgehend asphaltiert und gut befahrbar. Fahrten zu den Oasenstädten, durch Dünenfelder und Canyons erfordern Allradantrieb, Sandbleche, GPS-Navigation und ausreichende Wasser- und Treibstoffreserven. Geteilte Sammeltaxis und Kleinbusse verbinden die großen Städte entlang der Asphaltstraßen zu günstigen Festpreisen. Eine weltbekannte, abenteuerliche Reisemöglichkeit stellt die Mitfahrt in den offenen Erzwaggons des Wüstenzuges zwischen Zouérat und der Küste dar. In den Städten bewegen sich Reisende mit günstigen Sammeltaxis per Handzeichen fort.

Beste Reisezeit

Als beste Reisezeit für Wüstentouren, Kulturrundreisen und Naturbeobachtungen gelten die kühleren Wintermonate von November bis März. In dieser Periode liegen die Tagestemperaturen bei sehr angenehmen Werten um fünfundzwanzig Grad, und die Nächte in der Wüste kühlen erfrischend ab. Ab April steigen die Temperaturen im Landesinneren drastisch an und erreichen in den Sommermonaten extrem heiße Werte von weit über vierzig Grad. An der Atlantikküste mildern kühle Meeresströmungen und stetige Winde die Temperaturen ganzjährig spürbar ab. Für Vogelbeobachter im Küstennationalpark sind die Monate von Dezember bis Februar optimal, wenn Millionen von Zugvögeln in den Wattflächen rasten. Sandstürme können vor allem in den Übergangsmonaten im Frühjahr zeitweise die Sicht einschränken.

Preisniveau

mittel

Regionen

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