Reiseziel

Mongolei

Entdecken Sie die Mongolei mit ihren weiten Grassteppen, goldenen Sanddünen der Wüste Gobi, glasklaren Gebirgsseen, buddhistischen Klöstern und nomadischer Jurtenkultur.

Über das Land

Mongolei – Endlose Steppen, die Wüste Gobi und nomadische Reitkultur

Das als Land des ewigen blauen Himmels bekannte Land im Herzen Zentralasiens begeistert Reisende mit unendlicher Weite, unberührten Naturräumen und einer lebendigen Nomadentradition. Das dünn besiedelte Staatsgebiet erstreckt sich von den dichten Lärchenwäldern und schneebedeckten Viertausendern des Altai-Gebirges im Westen über die endlosen Grassteppen bis zu den bizarren Fels- und Sandwüsten der Gobi im Süden. Mitten in den unberührten Hochtälern liegen glasklare Gebirgsseen, die von dichten Taigawäldern und weidenden Yakherden umrahmt werden. Uralte buddhistische Klosteranlagen zeugen von der tiefen spirituellen Verwurzelung der Bevölkerung und der reichen Geschichte der einstigen Steppenreiche. Die geschäftige Hauptstadt bildet das pulsierende urbane Zentrum mit einer faszinierenden Mischung aus modernen Hochhäusern, sowjetischer Monumentalarchitektur und traditionsreichen Jurtenvierteln. Reisende erkunden die weiten Landschaften bevorzugt auf geländegängigen Überlandexpeditionen, zu Fuß oder auf dem Rücken trittsicherer Mongolenpferde. Die traditionelle Kultur der Nomaden ist im Alltag allgegenwärtig, wo weiße Jurten als gemütliche Unterkünfte dienen und Gastfreundschaft als höchstes Gut gilt. Die herzhafte mongolische Küche basiert auf gedämpften Teigtaschen, gegrilltem Hammelfleisch, wärmenden Nudelsuppen, nahrhaften Milchprodukten und vergorener Stutenmilch. Das trockene Kontinentalklima sorgt für mehr als zweihundertfünfzig Sonnentage im Jahr und glasklare, funkelnde Nachthimmel. Aktivurlauber, Naturbegeisterte und Kulturinteressierte finden hier ein unverfälschtes Reiseziel abseits der modernen Zivilisation. Eine Reise durch dieses Land vermittelt ein unvergleichliches Gefühl von Freiheit und zeitloser Naturverbundenheit.

Highlights

Highlights auf einen Blick

Landschaft

Endlose Steppen und nomadische Jurtenkultur

Weite, ungezäunte Graslandschaften erstrecken sich bis zum Horizont unter strahlend blauem Himmel. Nomadenfamilien heißen Besucher in traditionellen Rundzelten mit Tee und Gebäck willkommen. Pferde- und Schafherden ziehen frei über die Steppe.

Zentralmongolei

Landschaft

Wüste Gobi und singende Sanddünen

Gewaltige Sanddünenketten, rote Sandsteinfelsen und versteckte Eis-Schluchten prägen die größte Trockenwüste Asiens. Berühmt sind die Felsformationen für spektakuläre Fossilienfunde von Dinosauriereiern. Zweihöckrige Trampeltiere durchqueren die Ebenen.

Süden

Seenland

Glasklare Gebirgsseen und Taigawälder

Tiefblaue Süßwasserseen mit Trinkwasserqualität liegen eingebettet zwischen Lärchenwäldern und schroffen Bergkämmen im Norden. Besucher unternehmen Bootsfahrten, Reitausflüge und Wanderungen entlang unberührter Uferzonen. Rentiere weiden in den Höhen.

Norden

Berge

Altai-Gebirge und Adlerjagd-Tradition

Schneebedeckte Gipfel, gewaltige Gletscher und weite Täler dominieren das westliche Hochgebirge. Kasachische Nomaden pflegen die uralte Tradition der Jagd mit trainierten Steinadlern zu Pferde. Felsbilder dokumentieren frühe Steppenkulturen.

Westen

Eintauchen & entdecken

Lebensgefühl, Geschichte und Kultur

Lebensgefühl

So fühlt sich die Reise an

Eine Reise durch dieses Land ist geprägt von erhabener Stille, dem Gefühl grenzenloser Freiheit und herzlicher nomadischer Geborgenheit. Am frühen Morgen steigt der Rauch aus den Kaminrohren der weißen Jurten auf, während die Luft kühl und rein über der weiten Steppe steht. Das Hufgetrappel freilaufender Pferdeherden und das sanfte Pfeifen des Steppenwindes bilden die ständigen Begleiter im Alltag. Wenn Reisende sich einer Jurte nähern, werden sie ohne Zögern in den geschützten Kreis der Familie gebeten und mit heißem Milchtee und getrocknetem Quark bewirtet. Auf den unbefestigten Fahrspuren durch die Wüste und das Hochland liegt der würzige Duft von Steppenbeifuß und wildem Thymian in der Luft. Das Leben richtet sich ganz nach dem natürlichen Tageslicht und den Jahreszeiten der Weidewirtschaft. Einheimische begegnen Besuchern mit gelassener Ruhe, praktischer Hilfsbereitschaft und tiefem Respekt vor den Kräften der Natur. Nach Sonnenuntergang verwandelt sich das Firmament in ein überwältigendes, kristallklares Sternenmeer ohne jegliche Lichtverschmutzung. Das leise Knistern des Holzfeuers im Jurtenofen spendet behagliche Wärme in den kühlen Steppennächten. Diese harmonische Einfachheit im Einklang mit den Elementen schafft eine tiefgreifende und bleibende Entschleunigung.

Geschichte & Kultur

Zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Die Geschichte des Landes ist untrennbar mit dem 13. Jahrhundert verbunden, als Dschingis Khan die rivalisierenden Reiternomadenstämme vereinigte und das größte zusammenhängende Landreich der Weltgeschichte begründete. Disziplinierte Reitertruppen, ausgeklügelte Postreitersysteme und religiöse Toleranz prägten das mongolische Weltreich. Im 16. Jahrhundert etablierte sich der tibetische Buddhismus als prägende spirituelle Kraft, was zur Errichtung prachtvoller Klosterstädte mit kunstvollen Tempelbauten und goldenen Statuen führte. Der traditionelle Kehlkopfgesang Khoomei, bei dem ein Sänger gleichzeitig mehrere Töne erzeugt, zählt zum geschützten immateriellen Weltkulturerbe der Menschheit. Die Pferdekopfgeige Morin Khuur gilt als Nationalsymbol und begleitet epische Lieder und Tänze bei festlichen Anlässen. Das alljährliche Naadam-Fest im Hochsommer zelebriert die drei traditionellen Männerspiele Ringen, Bogenschießen und spektakuläre Langstrecken-Pferderennen über die offene Steppe. Die traditionelle Kleidung, der knöchellange Deel-Mantel mit Seidengürtel, wird von Jung und Alt mit Stolz getragen. In der Esskultur steht das gemeinsame Teilen von Fleischgerichten und das Ausschenken von Stutenmilch als Ausdruck von Freundschaft und Verbundenheit im Mittelpunkt. Diese ungebrochene Identität aus Reiterkriegererbe, buddhistischer Philosophie und nomadischen Werten prägt das Selbstverständnis der mongolischen Nation bis heute.

Land & Landschaft

Bekannte Regionen

Landschaft

Wüste Gobi

Die weitläufige Wüsten- und Halbwüstenregion im Süden fasziniert mit meterhohen Sanddünen, roten Sandsteinfelsen und tiefen Eisschluchten. Reisende beobachten seltene Wildkamele, Kropfgazellen und Geier in karger Felslandschaft. Oasen bieten schattige Rastplätze.

Süden

Seenland

Chöwsgöl-See & Nordregion

Die bewaldete Hochgebirgsregion an der sibirischen Grenze ist die Heimat des größten Süßwassersees des Landes und dichter Taigawälder. Besucher wandern entlang klarer Gebirgsflüsse und besuchen traditionelle Rentierhalter-Familien. Das Klima ist im Sommer angenehm kühl.

Norden

Landschaft

Orchon-Tal

Das geschichtsträchtige Flusstal in der Zentralmongolei gilt als Wiege der nomadischen Steppenreiche und beherbergt uralte Klöster und Wasserfälle. Weite Grasweiden bieten ideale Bedingungen für mehrtägige Reitausflüge von Jurte zu Jurte. Es zählt zum UNESCO-Welterbe.

Zentralmongolei

Berge

Altai-Gebirge

Das höchste Gebirgsmassiv im Westen besticht durch schneebedeckte Viertausender, riesige Talgletscher und reißende Gebirgsströme. Bergsteiger und Wanderer finden hier anspruchsvolle Routen vor spektakulärer Kulisse. Kasachische Adlerjäger leben in den Tälern.

Westen

Berge

Terelj-Nationalpark

Das leicht erreichbare Schutzgebiet nahe der Hauptstadt besticht durch bizarre Granitfelsen, dichte Lärchenwälder und blühende Flusstäler. Besucher unternehmen Klettertouren, Reitausflüge und besichtigen buddhistische Meditationszentren. Zahlreiche Jurtencamps bieten Unterkunft.

Hauptstadtregion

Landschaft

Chustain-Nuruu-Nationalpark

Das geschützte Hügelland westlich der Metropole ist weltweit berühmt für die erfolgreiche Wiederansiedlung der wilden Urpferde, der Przewalski-Pferde. Bei geführten Pirschfahrten lassen sich die Tiere in freier Wildbahn beobachten. Sanfte Steppenhänge prägen das Bild.

Zentralregion

Städte entdecken

Sehenswerte Städte

Hauptstadt

Ulaanbaatar

Die pulsierende Hauptstadt verbindet moderne Wolkenkratzer mit buddhistischen Großklöstern, sowjetischen Prachtbauten und weiten Jurtenvierteln. Museen für Nationalgeschichte und Dinosaurierfossilien säumen das Zentrum rund um den Dschingis-Khan-Platz. Das Kulturleben ist vielfältig.

Zentralmongolei

Kulturstadt

Charchorin (Karakorum)

Die geschichtsträchtige Ortschaft im Orchon-Tal entstand nahe den Ruinen der einstigen Hauptstadt des mongolischen Weltreichs. Das älteste erhaltene buddhistische Kloster des Landes mit seiner Mauer aus über hundert Stupas prägt den Ort. Ein Museum informiert über die Reichshistorie.

Orchon-Tal

Kulturstadt

Ölgii

Die westlichste Provinzhauptstadt am Fuße des Altai ist das kulturelle Zentrum der kasachischen Minderheit mit Moscheen und bunten Basaren. Alljährlich findet hier das weltberühmte Adlerjäger-Festival statt. Sie dient als wichtiges Tor für Hochgebirgsexpeditionen.

Altai-Gebirge

Großstadt

Mörön

Die lebendige Provinzhauptstadt im Norden dient als wichtigster logistischer Ausgangspunkt für Reisen zum großen See. Ein geschäftiger Markt und historische Hirschsteine aus der Bronzezeit in der Umgebung zeichnen den Ort aus. Das Umland ist waldreich.

Norden

Großstadt

Dalandsadgad

Die wüstennahe Stadt im Süden ist das zentrale Eingangstor für Touren zu den Sanddünen und Canyons der Gobi. Ein Naturkundemuseum informiert über die Geologie und Wüstenfauna der Region. Moderne Straßen verbinden die Stadt mit den Schutzgebieten.

Wüste Gobi

Großstadt

Tschoibalsan

Die größte Stadt im Osten des Landes liegt am Ufer des Cherlen-Flusses und ist von endlosen Grassteppen umgeben. Historische Kriegsdenkmäler erinnern an bedeutende Schlachten des 20. Jahrhunderts. Die Stadt ist Zentrum für Steppenreisen.

Osten

Kulturstadt

Chowd

Die geschichtsträchtige Stadt am Fuße des Gebirges ist für ihre ethnische Vielfalt und historische Festungsruinen aus der Mandschu-Zeit bekannt. Saftige Wassermelonenfelder säumen die Flussufer im Umland. Sie bildet den westlichen Handelsknotenpunkt.

Westen

Universitätsstadt

Darchan

Die zweitgrößte Stadt des Landes im Norden präsentiert sich als modernes Bildungs- und Industriezentrum mit weitläufigen Grünanlagen. Ein markantes buddhistisches Monument überragt die Hügel der Stadt. Sie liegt verkehrsgünstig an der Transmongolischen Eisenbahn.

Norden

Großstadt

Erdenet

Die planmäßig errichtete Bergbaustadt im Norden beherbergt ein bedeutendes buddhistisches Kloster und moderne Kultureinrichtungen. Schöne Waldhügel umrahmen das gepflegte Stadtgebiet. Sie ist bekannt für die Herstellung traditioneller mongolischer Wollteppiche.

Norden

Kulturstadt

Zuunmod

Die beschauliche Provinzhauptstadt südlich der Bergkette liegt unweit der Ruinen eines berühmten Waldklosters aus dem 18. Jahrhundert. Schattige Kiefernwälder und Wanderpfade prägen die Umgebung. Sie bietet einen ruhigen Einstieg in das Steppenleben.

Hauptstadtregion

Gut zu wissen

Praktische Informationen

Anreise

Mit internationalen Flügen zum modernen Flughafen UBN (Chinggis Khaan International Airport) südlich von Ulaanbaatar erreichen Reisende das Land direkt aus Frankfurt, Istanbul, Seoul, Tokio, Peking oder Bangkok. Der Flughafen UBN bietet zeitgemäße Passagierterminals und ist über eine mehrspurige Schnellstraße an die Hauptstadt angebunden. Für regionale Weiterreisen in die entlegenen Provinzen stehen Inlandsflughäfen wie ULG in Ölgii, MXW in Mörön, DLZ in Dalandsadgad oder HVD in Chowd zur Verfügung. Auf dem Schienenweg verbindet die legendäre Transmongolische Eisenbahn das Land verlässlich mit Russland und China. Internationale Überlandstraßen ermöglichen die Einreise mit dem geländegängigen Fahrzeug über offizielle Grenzübergänge im Norden und Süden. Geführte Expeditionen organisieren meist den direkten Transfer ab dem Hauptstadtflughafen.

Unterwegs vor Ort

Für Reisen durch das Landesinnere stellt die Anmietung eines allradgetriebenen Geländewagens oder des traditionellen Allrad-Kleinbusses mit ortskundigem Fahrer und Guide die sicherste und bewährteste Fortbewegungsart dar. Die Hauptverbindungsstraßen zwischen Ulaanbaatar und den größeren Provinzzentren sind modern asphaltiert, während Reisen zu Naturwundern und Jurtencamps überwiegend über unbefestigte Steppen- und Wüstenpisten führen. Für weite Distanzen zwischen der Hauptstadt und dem Altai-Gebirge oder der Gobi bieten Inlandsflüge eine erhebliche Zeitersparnis. Die Transmongolische Eisenbahn bedient die Nord-Süd-Achse des Landes zuverlässig mit Schlafwagenzügen. In der Hauptstadt Ulaanbaatar nutzen Besucher Stadtbusse oder private Mitfahrgelegenheiten per Handzeichen. Für Naturerkundungen bieten mehrtägige Reittouren auf einheimischen Pferden eine traditionsreiche und landschaftsschonende Fortbewegung.

Beste Reisezeit

Als beste Reisezeit für Rundreisen, Trekkingtouren und Kulturreisen gelten die warmen und sonnigen Sommermonate von Juni bis August. In dieser Periode erstrahlen die Steppen in sattem Grün, die Temperaturen sind angenehm warm und im Juli findet das traditionsreiche Naadam-Fest statt. Der Frühherbst im September eignet sich hervorragend für Reisen in die Wüste Gobi und in den Norden, da die Tage sonnig und stabil sind und die Lärchenwälder in leuchtendem Gold erstrahlen. Die Wintermonate von November bis März sind extrem kalt mit zweistelligen Minusgraden, bieten jedoch für erfahrene Winterreisende spektakuläre Schneelandschaften, Hundeschlittenfahrten und das Eisfestival am gefrorenen See. Die Übergangsmonate April und Mai können wechselhaft und windig sein. Für Tierbeobachtungen und Reitausflüge bieten die Sommermonate ideale Bedingungen.

Preisniveau

günstig

Regionen

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