Stadtgefühl
So fühlt sich Padova an
Padova strahlt eine faszinierende Mischung aus studentischer Leichtigkeit, geschäftigem Handel und ehrwürdiger Kultur aus. Unter den kilometerlangen Arkaden herrscht zu jeder Tageszeit ein reges Treiben von Radfahrern, Gelehrten und Besuchern. Die Luft ist erfüllt vom Klang der Kirchenglocken und dem lebhaften Stimmengewirr auf den Märkten. Historische Paläste aus rotem Backstein und weißem Kalkstein verleihen den Straßen ein warmes, edles Antlitz. An den Nachmittagen verwandeln sich die Plätze in Freiluft-Salons, wo Einheimische bei einem Getränk Neuigkeiten austauschen. Die allgegenwärtige Präsenz junger Studenten verleiht der uralten Stadt ein erstaunlich dynamisches und zukunftsorientiertes Flair. In den stillen Seitengassen und Klosterhöfen weicht der Trubel hingegen einer fast klösterlichen Ruhe. Der Duft von frischem Gebäck und Espresso zieht aus den traditionellen Kaffeehäusern auf die Trottoirs. Abends spiegeln sich die beleuchteten Fassaden malerisch in den dunklen Wassern der alten Kanäle. So vereint die Stadt intellektuelle Tiefe mit venetischer Lebensfreude in einem harmonischen Ganzen.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Der römische Geschichtsschreiber Livius, selbst ein Sohn der Stadt, führte die Gründung Paduas auf den trojanischen Helden Antenor zurück. In der Antike florierte das römische Patavium als eine der reichsten Städte des Reiches. Nach den Wirren der Völkerwanderung stieg die Kommune im Mittelalter zu einer mächtigen Stadtrepublik auf. Im Jahr 1222 gründeten Gelehrte die Universität, die sich rasch zu einer Hochburg der europäischen Wissenschaft und Denkfreiheit entwickelte. Im vierzehnten Jahrhundert schufen Künstler wie Giotto hier Kunstwerke, die den Übergang zur Renaissance einleiteten. Die Herrschaft der Familie Da Carrara förderte Kunst und Philosophie, bevor die Stadt Anfang des fünfzehnten Jahrhunderts an Venedig fiel. Unter venezianischem Schutz erlebte Padua eine langanhaltende Phase des Friedens und des urbanen Ausbaus. Im neunzehnten Jahrhundert spielte die Stadt eine bedeutende Rolle bei den italienischen Einigungskriegen. Die tiefe Verwurzelung in Bildung, Wissenschaft und Kunst prägt das kulturelle Selbstverständnis der Bürgerschaft bis zum heutigen Tag.