Stadtgefühl
So fühlt sich Pforzheim an
Pforzheim fasziniert durch die spürbare Vitalität einer traditionsreichen Industriestadt, die von glänzender Schmucktradition und waldreicher Flussromantik geprägt wird. Entlang der Enz und im Enzauenpark herrscht an sonnigen Tagen ein heiteres, entspanntes Treiben von Spaziergängern und Familien am Wasser. In den Straßen der Innenstadt spiegeln moderne Bauten den Wiederaufbaugeist der Nachkriegszeit wider. Das stete Rauschen von drei Flüssen verleiht der Stadt eine erfrischende Natürlichkeit mitten im urbanen Raum. Die Studenten der renommierten Designfakultät setzen kreative und internationale Akzente im Stadtbild. In den Traditionsgasthäusern genießen Einheimische und Gäste badische und schwäbische Spezialitäten in herzlicher Runde. Hier treffen Goldschmiedekunst, Hochtechnologie und die weiten Wälder des Nordschwarzwaldes harmonisch aufeinander.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Ursprünge Pforzheims reichen bis in die Römerzeit zurück, als hier die Siedlung Portus an der Enzfurt als wichtiger Verkehrsknotenpunkt entstand. Im Hochmittelalter stieg Pforzheim zur glanzvollen Residenzstadt der Markgrafen von Baden auf, wovon die Schloßkirche Sankt Michael bis heute zeugt. Im Jahr 1455 wurde hier der berühmte Humanist Johannes Reuchlin geboren, der zu einem Wegbereiter der europäischen Aufklärung wurde. Markgraf Karl Friedrich begründete 1767 mit der Errichtung einer Taschenuhren- und Schmuckmanufaktur die weltweite Tradition der Goldstadt. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert fertigten tausende Goldschmiede den Großteil des weltweiten Schmucks in Pforzheim. Am 23. Februar 1945 wurde die Stadt durch einen verheerenden Luftangriff fast völlig zerstört und in den 1950er Jahren im Stil der Nachkriegsmoderne wiederaufgebaut. Museen und Baudenkmäler halten diese reiche römische, humanistische und goldschmiedische Geschichte lebendig. Bis heute pflegt Pforzheim sein Schmuckerbe mit großem Stolz.