Stadtgefühl
So fühlt sich Sakkara an
Das Lebensgefühl in Sakkara ist geprägt von erhabener Monumentalität, archäologischer Mystik und friedvoller Wüstenstille. Auf dem sonnigen Plateau weht ein stetiger Wüstenwind, während die Stufenpyramide majestätisch in den blauen Himmel ragt. Vor den Schaukästen des Imhotep-Museums und in den Grabkammern herrscht andächtige Bewunderung für die Anfänge der menschlichen Steinbaukunst. In den schattigen Teppichschulen und Straßencafés im Tal sitzen Einheimische und Reisende bei Minztee und Fladenbrot beisammen. Sakkara vermittelt das unvergessliche Gefühl, an der Wiege der Pyramidenarchitektur zu stehen.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Sakkara blickt auf eine über dreitausendjährige Geschichte als Hauptnekropole der ersten Reichshauptstadt Memphis zurück. Um 2650 v. Chr. schuf der königliche Baumeister Imhotep für Pharao Djoser die Stufenpyramide als erste Monumentalarchitektur aus behauenem Stein, was ihm spätere göttliche Verehrung einbrachte. In der 5. und 6. Dynastie entstanden hier die Pyramiden von Unas und Teti, in denen erstmals die religiösen Pyramidentexte in Stein gemeißelt wurden. Im Neuen Reich und in der Spätzeit entwickelte sich das Serapeum zum Zentrum der Verehrung der heiligen Apis-Stiere. Auguste Mariette entdeckte das unterirdische Serapeum im Jahr 1851 und begründete damit die moderne Ausgrabungsgeschichte von Sakkara. Bis heute birgt die Nekropole unerschöpfliche archäologische Schätze.