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Bolivien · Chuquisaca

Sucre

Sucre begeistert als verfassungsrechtliche Hauptstadt Boliviens mit strahlend weißer Kolonialarchitektur, historischen Klöstern und einer jahrhundertealten Unabhängigkeitsgeschichte.

Willkommen in

Über Sucre

In einem fruchtbaren Hochtal der östlichen Andenkordillere breitet sich Sucre auf rund zweitausendachthundert Metern Höhe aus. Die verfassungsrechtliche Hauptstadt Boliviens trägt den stolzen Beinamen Die Weiße Stadt (La Ciudad Blanca), da eine strenge städtische Verordnung vorschreibt, dass alle historischen Fassaden im Zentrum regelmäßig mit strahlend weißem Kalk gestrichen werden müssen. Das ganzjährig frühlingshafte, milde Höhenklima mildert die dünne Bergluft ab und sorgt für sonnige Tage unter tiefblauem Himmel. Eingerahmt von den sanften Bergen Churuquella und Sica Sica, liegt die Stadt geschützt vor den eisigen Winden des Altiplano. Das historische Stadtzentrum wurde im 16. Jahrhundert nach dem klassischen spanischen Schachbrettmuster angelegt und gehört seit 1991 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Schmale Pflastergassen werden von prächtigen Renaissance- und Kolonialhäusern mit roten Ziegeldächern und auskragenden Holzbalkonen gesäumt. Im Herzen der Stadt öffnet sich die weitläufige Plaza 25 de Mayo mit ihren alten Palmen, schattenspendenden Feigenbäumen und neoklassizistischen Säulenarkaden. Bedeutende Sakralbauten wie das Kloster San Felipe Neri und die Kathedrale überragen die Dächer der Stadt mit ihren reich geschmückten Glockentürmen. Dazwischen öffnen sich stille, begrünte Innenhöfe mit kühlen Steinbrunnen und blühenden Bougainvilleen. Als Wiege der bolivianischen Nation besitzt Sucre eine herausragende geschichtliche Bedeutung für den gesamten südamerikanischen Kontinent. Im historischen Gebäude der Casa de la Libertad wurde am 6. August 1825 die Unabhängigkeitserklärung Boliviens unterzeichnet. Die 1624 gegründete Universität San Francisco Xavier zählt zu den ältesten Hochschulen der Neuen Welt und war das geistige Epizentrum der südamerikanischen Unabhängigkeitsbewegung. Bis heute ist Sucre der Sitz des Obersten Gerichtshofs und bewahrt eine gepflegte bürgerliche Kultur, die sich in traditionsreichen Schokoladenmanufakturen und Buchhandlungen manifestiert. Der Duft von frisch gebackenen Empanadas Salteñas, geröstetem Mais und Kakao zieht jeden Vormittag durch die Gassen. Nach Westen hin fällt das Hochtal sanft zu den Flussläufen des Río Cachimayu ab, an dessen Hängen sich moderne Wohnviertel und Plantagen ausbreiten. Unmittelbar am Stadtrand liegt die monumentale paläontologische Fundstätte Cal Orck'o, die mit tausenden versteinerten Dinosaurierspuren weltweit einzigartig ist. Die Stadt bleibt eine faszinierende Oase der Ruhe und des kolonialen Erbes, deren Bewohner ihre reiche Geschichte und Unabhängigkeitstradition mit großem Stolz pflegen.

Passt besonders zu
Kolonialarchitektur- und GeschichtsliebhaberKultur- und UniversitätsreisendePaläontologie- und Geologiebegeisterte
Orientierung

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Das Lebensgefühl von Sucre

Stadtgefühl

So fühlt sich Sucre an

Sucre verzaubert Reisende mit einer vornehmen, fast entrückten Ruhe, die im scharfen Kontrast zur Hektik anderer südamerikanischer Metropolen steht. Wenn das morgendliche Sonnenlicht auf die frisch gekalkten Fassaden trifft, leuchtet die Stadt in einem blendenden Weiß unter dem tiefblauen Andenhimmel. Aus offenen Patios dringt das sanfte Plätschern alter Steinbrunnen, während aus Backstuben der verlockende Duft frisch gebackener Salteñas zieht. Die Bewohner begegnen Fremden mit einer ausgesprochenen Höflichkeit, leiser Eleganz und großem Stolz auf ihre republikanische Geschichte. Auf den Bänken der Plaza 25 de Mayo debattieren Studenten und Professoren stundenlang über Politik, während Schuhputzer gemächlich ihrer Arbeit nachgehen. Das gemäßigte Höhenklima verleiht dem Tag ein angenehmes Schritttempo, das zu ausgedehnten Spaziergängen ohne Hast einlädt. Nach Einbruch der Dunkelheit werden die weißen Kirchtürme und Arkaden in warmes Licht getaucht, während aus kleinen Lokalen traditionelle Charango-Klänge dringen. Sucre präsentiert sich nicht als museale Kulisse, sondern als lebendige geistige Hauptstadt Boliviens, die ihr koloniales Erbe mit zeitloser Würde bewahrt.

Geschichte & Kultur

Zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Gegründet wurde die Stadt im Jahr 1538 vom spanischen Konquistador Pedro de Anzúrez unter dem Namen Ciudad de la Plata de la Nueva Toledo am Fuße der Berge Churuquella und Sica Sica. Dank der unermesslichen Silberreichtümer der nahegelegenen Minenstadt Potosí stieg La Plata rasch zum administrativen, juristischen und religiösen Zentrum des Vizekönigreichs Peru auf. Im Jahr 1559 richtete die spanische Krone hier die Real Audiencia de Charcas ein, deren Gerichtsbarkeit weite Teile des heutigen Bolivien, Paraguay und Nordargentinien umfasste. Am 25. Mai 1809 entzündete sich in den Hörsälen der Universität San Francisco Xavier der erste Schrei nach Freiheit in ganz Spanisch-Amerika, der den Unabhängigkeitskrieg einleitete. Nach sechzehn Jahren blutiger Kämpfe wurde am 6. August 1825 in der Casa de la Libertad die Unabhängigkeit ausgerufen und die Stadt 1839 zu Ehren des Freiheitshelden Antonio José de Sucre umbenannt. Nach dem Bürgerkrieg von 1899 verlor Sucre zwar den tatsächlichen Regierungssitz an La Paz, blieb jedoch bis heute die verfassungsrechtliche Hauptstadt des Landes. Kulturell ist Sucre stolz auf ihre traditionelle Chormusik des Barocks, die meisterhafte Webkunst der indigenen Jalq'a und die lebendige universitäre Debattierkultur. Alljährlich im September verwandelt das Patronatsfest zu Ehren der Virgen de Guadalupe die Straßen in ein farbenprächtiges Meer aus traditionellen Tänzern und Musikern.

Highlights auf einen Blick

Historische Gedenkstätte / Museum

Casa de la Libertad

Das historische Jesuitenkolleg an der Plaza 25 de Mayo gilt als heiligste Stätte der bolivianischen Nation. In der prunkvoll geschnitzten Aula Magna unterzeichneten die Abgeordneten am 6. August 1825 die Unabhängigkeitserklärung der Republik. Das Museum birgt Originaldokumente, historische Flaggen, Waffen und die Porträts der Freiheitshelden Simón Bolívar und Antonio José de Sucre.

Plaza 25 de Mayo 11, Sucre

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Sakralbau / Aussichtspunkt

Kloster San Felipe Neri

Das im 18. Jahrhundert errichtete neoklassizistische Kloster besticht durch seinen weiten Innenhof mit zweistöckigen Säulengängen aus behauenem Sandstein. Besucher können auf das geflieste Dach des Klosters steigen, von wo aus sich der schönste Panoramablick über die roten Ziegeldächer und Kirchtürme der Weißen Stadt eröffnet. Die Krypta im Untergeschoss beherbergt die Grabstätten bedeutender Bischöfe und kolonialer Würdenträger.

Calle Nicolás Ortiz 165, Sucre

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Historischer Platz

Plaza 25 de Mayo

Der zentrale Hauptplatz bildet das pulsierende gesellschaftliche Herz der Stadt und wird von monumentalen Kolonialbauten eingerahmt. Uralte Palmen, gepflegte Blumenbeete und Bänke unter dichten Kronen laden zum Verweilen im Schatten ein. In der Platzmitte erinnert ein Bronzedenkmal an Marschall Antonio José de Sucre, den Namensgeber der Hauptstadt.

Plaza 25 de Mayo, Sucre

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Sakralbau / Museum

Kathedrale von Sucre (Catedral Metropolitana)

Die zwischen 1559 und dem späten 17. Jahrhundert errichtete Kathedrale vereint Elemente der Renaissance, des Barocks und des Mudéjar-Stils. Der markante Glockenturm mit seinen lebensgroßen Statuen der Apostel und Kirchenlehrer überragt die Südseite des Hauptplatzes. Im angeschlossenen Museum für Sakralkunst wird das mit Edelsteinen und Perlen besetzte Bildnis der Virgen de Guadalupe gezeigt.

Calle Nicolás Ortiz, Plaza 25 de Mayo, Sucre

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Klosteranlage / Aussichtspunkt

Kloster La Recoleta

Das 1601 von Franziskanermönchen gegründete Kloster liegt auf einem Hügel am Fuße des Berges Churuquella über den Dächern der Stadt. Im ruhigen Innenhof spendet ein über eintausendvierhundert Jahre alter Zedernbaum tiefen Schatten. Der davor liegende Aussichtsplatz Plaza Pedro de Anzúrez mit seinen Säulenarkaden ist der beliebteste Treffpunkt zum Sonnenuntergang.

Calle Polanco, La Recoleta, Sucre

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Paläontologische Stätte / Natur

Cal Orck'o und Cretácico-Park

Die paläontologische Fundstätte an der Felswand eines Kalksteinbruchs fünf Kilometer nördlich des Zentrums beherbergt die weltweit größte Ansammlung fossiler Dinosaurierspuren. Über fünftausend Trittsiegel von über dreihundert verschiedenen Saurierarten ziehen sich über die steil aufragende, über einen Kilometer lange Felswand. Im angeschlossenen Erlebnispark stehen lebensgroße Fiberglas-Modelle von Tyrannosauriern und Titanosauriern.

Carretera a Cochabamba Km 5, Sucre

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Sakralbau / Museum

Kirche und Konvent Santa Clara

Das 1639 gegründete Klarissenkloster bewahrt eine wertvolle Sammlung kolonialer Sakralkunst, darunter Gemälde des Meisters Bernardo Bitti. Die schlichte Klosterkirche besticht durch eine vergoldete Holzdecke im Mudéjar-Stil und eine historische Orgel. Bis heute leben Nonnen in Klausur hinter den dicken Mauern und backen traditionelles Marzipan und Mandelgebäck.

Calle Calvo 212, Sucre

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Traditioneller Markt

Mercado Central de Sucre

Die überdachte zweistöckige Markthalle bildet das quirlige Versorgungszentrum der einheimischen Bevölkerung. Im Erdgeschoss verkaufen Bäuerinnen frisches Obst, Gemüse, Käse und Kräuter, während im Obergeschoss duftende Suppen und Fleischgerichte frisch zubereitet werden. Berühmt ist die Saftabteilung, in der Dutzende Stände frisch gepresste tropische Fruchtsäfte nach Wunsch mixen.

Calle Ravelo, Ecke Calle Junín, Sucre

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Textilmuseum / Indigene Kunst

Museum für Indigene Kunst (ASUR)

Das Museum im Stadtteil La Recoleta widmet sich der Bewahrung und Wiederbelebung der hochentwickelten Webtraditionen der indigenen Jalq'a- und Tarabuco-Kulturen. Die ausgestellten Textilien zeichnen sich durch faszinierende, surreale Tiermotive und geometrische Muster in Rot- und Schwarztönen aus. Besucher können einheimischen Weberinnen im Innenhof bei der Arbeit am traditionellen Bodenwebstuhl zusehen.

Calle San Alberto 401, La Recoleta, Sucre

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Stadtpark

Parque Simón Bolívar

Die größte Parkanlage der Stadt wurde Ende des 19. Jahrhunderts im französischen Gartenstil mit Springbrunnen und Alleen angelegt. Hauptattraktionen sind ein verkleinerter Eiffelturm und ein kleiner Triumphbogen, die beide vom berühmten Ingenieur Gustave Eiffel entworfen wurden. Am Wochenende füllt sich der Park mit Familien, die Tretboot auf dem künstlichen Teich fahren.

Avenida Kilómetro 7, Sucre

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Historischer Friedhof / Park

Hauptfriedhof von Sucre (Cementerio General)

Der historische Friedhof gleicht einem gepflegten Landschaftspark mit jahrhundertealten Zypressenalleen, Marmormausoleen und gepflegten Gärten. Hier ruhen bedeutende Präsidenten, Dichter und wohlhabende Minenbarone Boliviens in neoklassizistischen Familiengräbern. Lokale Jugendliche bieten Führungen an und erläutern die symbolträchtigen Grabinschriften und Legenden der Ruhestätte.

Calle Linares, Sucre

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Sakralbau

Kirche San Miguel

Das 1612 geweihte Gotteshaus gehörte ursprünglich dem Jesuitenorden und gilt als die älteste durchgehend genutzte Kirche des Landes. Die kunstvoll geschnitzte und vergoldete Decke im Mudéjar-Stil weist filigrane maurische Holzflechtmuster auf. Die barocken Seitenaltäre sind mit wertvollen Ölgemälden und Heiligenskulpturen der Potosí-Schule geschmückt.

Calle Arenales, Ecke Calle Estudiante, Sucre

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Schloss / Eklektizismus

Palacio de la Glorieta

Das märchenhafte Schloss liegt rund fünf Kilometer südlich der Stadt und war die Residenz des einzigen Fürstenpaares von Bolivien. Der Bau aus dem späten 19. Jahrhundert vereint eklektizistisch maurische Minarette, venezianische Gotikbögen, russische Zwiebeltürme und byzantinische Kuppeln. Das Gebäude ist von einem weitläufigen englischen Landschaftspark mit seltenen Baumarten umgeben.

Carretera a Potosí Km 5, Sucre

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Historische Universität

Universität San Francisco Xavier

Die 1624 gegründete Hochschule ist eine der ältesten Universitäten Amerikas und war das geistige Zentrum der antikolonialen Aufklärung. Die historischen Fakultätsgebäude umschließen weite Innenhöfe mit doppelstöckigen Steinarkaden und schattigen Gärten. Generationen von südamerikanischen Juristen, Philosophen und Staatsmännern studierten in diesen ehrwürdigen Sälen.

Calle Junín, Ecke Calle Estudiante, Sucre

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Sakralbau / Historische Stätte

Kirche San Lázaro

Die schlichte Kirche wurde 1544 errichtet und gilt als das allererste Gotteshaus, das die spanischen Konquistadoren in Sucre erbauten. Das Bauwerk diente zeitweise als provisorische Kathedrale der jungen Siedlung Charcas. Mit ihren weiß gekalkten Außenmauern und dem offenen Glockengiebel strahlt die Kirche dörfliche Bescheidenheit aus.

Calle Calvo, Ecke Calle Padilla, Sucre

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Historischer Park

Castillo de la Glorieta Parkanlagen

Die Gärten rund um das Fürstenschloss zeichnen sich durch alte Zypressenalleen, künstliche Grotten und Teiche aus. Der Flusslauf des Río Quirpinchaca begleitet die Anlage und speist historische Brunnenanlagen. Familien nutzen das Areal gerne für ruhige Wochenendausflüge im Grünen abseits des Straßenverkehrs.

Carretera a Potosí Km 5, Sucre

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Regierungsgebäude

Palacio de Gobierno de Chuquisaca

Der repräsentative Regierungspalast an der Ostseite der Plaza 25 de Mayo besticht durch seine elegante neoklassizistische Fassade. Das Gebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Sitz der Landesregierung des Departamentos errichtet. Ein monumentales Marmortreppenhaus und glänzende Kronleuchter schmücken die offiziellen Empfangssäle.

Plaza 25 de Mayo, Sucre

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Sakralbau

Kirche Santo Domingo

Die Konventskirche des Dominikanerordens wurde in der Mitte des 16. Jahrhunderts begonnen und im 18. Jahrhundert barockisiert. Bemerkenswert ist die kunstvoll gestaltete Fassade aus hellem Sandstein mit reichen vegetabilen Steinreliefs. Das Innere birgt eine der wertvollsten silbergetriebenen Altarausstattungen der Stadt.

Calle Calvo, Ecke Calle Bolívar, Sucre

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Manufaktur / Gastronomie

Schokoladenmanufaktur Para Ti

Die traditionsreiche Manufaktur gilt als süßes Aushängeschild der Stadt und verarbeitet edlen bolivianischen Kakao aus dem Tiefland. Besucher können durch Schaufenster die handwerkliche Herstellung von Pralinen mit Füllungen aus Andenfrüchten und Chilis beobachten. Im angeschlossenen Café werden heiße Schokoladenspezialitäten nach historischen Rezepten serviert.

Calle Arenales 7, Sucre

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Regierungsgebäude / Justiz

Tribunal Supremo de Justicia (Oberster Gerichtshof)

Der monumentale Justizpalast erhebt sich am Rande des Bolívar-Parks in einem strengen neoklassizistischen Prachtbau. Das Gebäude symbolisiert Sucres verfassungsrechtlichen Rang als rechtliche Hauptstadt Boliviens. Das Innere beherbergt historische Gerichtssäle, eine juristische Fachbibliothek und ein Archiv bedeutender Urteile.

Parque Bolívar, Sucre

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Museum

Mazzoni-Wachsmuseum

Das kleine Museum in einem historischen Kolonialhaus zeigt lebensechte Wachsfiguren bedeutender bolivianischer Persönlichkeiten und historischer Szenen. Dargestellt sind Freiheitskämpfer, indigene Führer wie Túpac Katari und koloniale Inquisitoren in authentischen Gewändern. Die Schauräume vermitteln einen anschaulichen Zugang zur bolivianischen Nationalgeschichte.

Calle Dalence 125, Sucre

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Historische Straße

Calle Calvo Kolonialstraße

Die kopfsteingepflasterte Gasse zieht sich von der Plaza 25 de Mayo hinauf in Richtung des Klosters La Recoleta. Weiß getünchte Hauswände, schwere Holztore mit Kupfernägeln und schmiedeeiserne Fenstergitter säumen den ruhigen Straßenverlauf. Abseits des Autoverkehrs vermittelt der Straßenzug ein unverfälschtes Bild der kolonialen Stadtgestalt.

Calle Calvo, Sucre

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Theater / Kultur

Teatro Gran Mariscal Sucre

Das städtische Theater wurde Anfang des 20. Jahrhunderts nach dem Vorbild der Mailänder Scala mit neoklassizistischen Elementen errichtet. Der hufeisenförmige Hauptsaal verfügt über drei Ränge mit plüschbezogenen Logen und einer reich ausgemalten Deckenkuppel. Es dient als Aufführungsort für klassische Konzerte, nationale Tanzfestivals und Theaterabende.

Calle Kilómetro 7, Sucre

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Aussichtspunkt / Wanderweg

Berg Churuquella Wanderpfad

Der Berg erhebt sich als Schutzpatron unmittelbar östlich der Stadt und trägt eine monumentale Christus-Statue auf seinem Gipfelkamm. Ein befestigter Kreuzweg mit vierzehn Stationen windet sich durch Eukalyptushaine den steilen Hang hinauf. Oben angekommen belohnt ein fantastischer 360-Grad-Rundumblick auf das gesamte weiße Häusermeer von Sucre.

Cerro Churuquella, Sucre

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Kunstmuseum / Kolonialgeschichte

Museo de Charcas

Das Museum residiert in einem prächtigen Adelspalast aus dem 17. Jahrhundert mit einem weitläufigen, von Säulen umgebenen Patio. Die Ausstellung gliedert sich in eine Gemäldegalerie mit Werken von Melchor Pérez de Holguín, eine Abteilung für Kolonialmöbel und eine anthropologische Sammlung. Kunstvoll geschnitzte Silberaltäre und liturgische Geräte zeugen vom einstigen Reichtum der Region.

Calle Bolívar 698, Sucre

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Kulinarische Besonderheiten in Sucre

Die Gastronomie in Sucre ist tief in der traditionellen chuquisaquensischen Küche verwurzelt, die für ihre aromatischen Gewürze und herzhaften Fleischgerichte geschätzt wird. Als morgendliche Spezialität gelten Salteñas, saftig gebackene Teigtaschen, die mit einer kochend heißen, leicht süßlichen Füllung aus Rind- oder Hühnerfleisch, Kartoffeln, Erbsen, Oliven und Ei gefüllt sind. Zum Mittagessen servieren traditionelle Lokale Mondongo Chuquisaqueno, geschmortes Schweinefleisch mit einer kräftigen roten Chilisauce Ají Colorado, serviert mit gekochtem Mais Mote und gelb gewürzten Kartoffeln. Eine weitere Spezialität ist Karapecho, knusprig getrocknetes und gebratenes Rindfleisch, das traditionell mit gebratenen Maiskörnern gereicht wird. An heißen Tagen erfrischen sich die Bewohner mit Tojori, einem dicken Maisgetränk mit Zimt, oder frischen Fruchtsäften aus Chirimoya und Tumbo. Weltberühmt sind zudem die handgefertigten Pralinen und Schokoladentafeln der Stadt, die mit Nüssen und regionalem Dulce de Leche verfeinert werden.

Wissenswertes für Ihre Reise

Anreise

Die wichtigste Straßenverbindung nach Sucre bildet die asphaltierte Fernstraße Route 5, die die Hauptstadt nach Südwesten mit Potosí und nach Nordosten mit Santa Cruz de la Sierra verbindet. Überlandbusse bedienen vom zentralen Busterminal Terminal de Buses Sucre im Norden der Stadt tägliche Verbindungen nach La Paz, Cochabamba, Potosí und Uyuni. Wegen kurvenreicher Gebirgsstrecken empfiehlt sich für lange Strecken die Buchung komfortabler Nachtbusse mit Schlafsitzen (Bus Cama). Für die letzte Etappe vom Busterminal ins Stadtzentrum stehen lizensierte Taxis bereit, die feste Zonentarife berechnen. Flugreisende landen auf dem internationalen Flughafen Alcantarí International Airport, der unter dem IATA-Code SRE registriert ist und rund dreißig Kilometer südlich der Stadt liegt, mit regelmäßigen Shuttlebussen ins Zentrum.

Unterwegs vor Ort

Das historische Zentrum von Sucre lässt sich dank der kurzen Entfernungen und des rechtwinkligen Straßennetzes hervorragend zu Fuß erkunden. Für Fahrten in die höher gelegenen Viertel wie La Recoleta oder zum Dinosaurierpark stehen zahlreiche gelbe Taxis bereit, die sehr preiswert ohne Taxameter nach festen Zonentarifen abrechnen. Kleine Stadtbusse, lokal Micros genannt, durchqueren das gesamte Stadtgebiet auf festen Routen mit Nummern und Beschilderungen an den Windschutzscheiben. Das Mitführen von Hunden in öffentlichen Bussen ist grundsätzlich untersagt, ausgenommen sind Assistenzhunde. Mit einem Kinderwagen sind die Straßen rund um die Plaza 25 de Mayo und im Parque Bolívar gut befahrbar, während das unebene Kopfsteinpflaster und schmale Gehwege in den steilen Hangstraßen erhöhte Aufmerksamkeit verlangen.

Beste Reisezeit

Die ideale Reisezeit für Sucre erstreckt sich von April bis Oktober während der trockenen Winter- und Frühlingsmonate der Anden. In dieser Periode herrscht fast täglich strahlender Sonnenschein unter tiefblauem Himmel bei angenehmen Tagestemperaturen zwischen 18 und 22 Grad. In den Nächten kann es im Hochtal empfindlich abkühlen, Frost tritt jedoch nur äußerst selten auf. Die Regenzeit von November bis März bringt häufigere, meist nachmittägliche Schauer mit sich, lässt die umliegenden Berghänge jedoch in frischem Grün erstrahlen. Ein kultureller Höhepunkt ist der September, wenn die Stadt das farbenprächtige Fest der Jungfrau von Guadalupe mit traditionellen Tänzen feiert.

Orientierung vor Ort

Bereiche und Stadtteile

Sucre breitet sich in einem Hochtalbecken aus und folgt im Zentrum einem streng rechtwinkligen spanischen Schachbrettnetz aus Calles. Mittelpunkt aller Wege ist die zentrale Plaza 25 de Mayo, von der aus die Straßen in alle Himmelsrichtungen abzweigen. Nach Süden und Osten steigen die Hänge zu den Klöstern von La Recoleta und den Hausbergen an. Im Norden und Westen schließen sich der Parque Bolívar, das Universitätsviertel und die tiefer gelegenen Wohnquartiere an.

Altstadt

Centro Histórico

Das UNESCO-Welterbegebiet konzentriert die berühmten weißen Kolonialhäuser, Kirchen und Museen rund um den Hauptplatz. Schmale Pflastergassen und auskragende Holzbalkone prägen das architektonisch geschlossene Bild. Hier spielt sich das tägliche administrative, akademische und touristische Leben der Stadt ab.

Plaza 25 de Mayo, Sucre

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Ortsteil

La Recoleta

Das traditionsreiche Viertel schmiegt sich an die östlichen Berghänge oberhalb der Stadt und gruppiert sich um das gleichnamige Franziskanerkloster. Ruhige Gassen, historische Brunnen und Kunstwerkstätten verleihen dem Quartier ein beschauliches Ambiente. Von den Aussichtsplätzen eröffnet sich der beste Blick über die weiße Stadt.

Plaza Pedro de Anzúrez, La Recoleta, Sucre

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Wohnviertel

Barrio San Roque

Das westlich der Altstadt gelegene Handwerkerquartier zeichnet sich durch steile Pflastergassen und einfache weiße Bürgerhäuser aus. Rund um die Kirche San Roque finden sich kleine Tischlereien, Bäckereien und Nachbarschaftsläden. Das Viertel hat seinen authentischen Charakter weitgehend bewahrt.

Calle San Roque, Sucre

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Zentrum

Parque Bolívar Distrikt

Der nördlich an die Altstadt grenzende Bezirk wird von den weiten Grünanlagen des Stadtparks und monumentalen Bauten wie dem Obersten Gerichtshof dominiert. Breite Alleen und Villen aus der Zeit der Jahrhundertwende verleihen dem Viertel eine großzügige Weite. Es dient als beliebter Erholungsort für die Stadtbevölkerung.

Parque Bolívar, Sucre

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Landschaftsraum

Churuquella Hangzone

Das Gebiet umfasst die steilen, dicht mit Eukalyptus bewaldeten Hänge des Hausbergs östlich der Siedlungskante. Wanderpfade und der historische Kreuzweg durchziehen die felsige Naturlandschaft. Der Raum bildet eine grüne Schutzzone und bietet weite Blicke auf das Tal.

Cerro Churuquella, Sucre

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Draußen unterwegs

Natur und Outdoor

Berglandschaft / Naturpark

Cerro Churuquella Schutzgebiet

Der bewaldete Hausberg bietet schattige Naturpfade durch dichte Eukalyptus- und Kiefernbestände unmittelbar oberhalb der Stadtmauern. Wanderer genießen die frische Bergluft und die Aussicht auf die weißen Kolonialfassaden im Talbecken. Schulkinder können die Stationen des Kreuzwegs entdecken und auf dem Gipfel die Christus-Statue bestaunen. Hunde dürfen an der Leine auf allen Naturwegen mitgeführt werden und finden ausreichend Schatten.

Duftende Eukalyptushaine und monumentale Felskämme

Cerro Churuquella, Sucre

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Stadtpark

Parque Simón Bolívar

Die ausgedehnte Parkanlage bietet dichten Schatten unter uralten Palmen, Zypressen und Weidenbäumen im Norden des Zentrums. Schattige Spazierwege führen vorbei an Springbrunnen, einem Musikpavillon und den Eiffelturm-Nachbauten. Familien nutzen die gepflegten Rasenflächen für Picknicks und Tretbootfahrten auf dem See. Hunde können an der Leine auf den breiten Promenaden problemlos mitgeführt werden.

Historischer französischer Landschaftsgarten mit Teichen

Parque Simón Bolívar, Sucre

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Aktiv reisen

Sport und Bewegung

Sportbegeisterte finden in Sucre dank der Lage im geschützten Hochtal angenehme Bedingungen für Laufsport, Radfahren und Bergwandern an den umgebenden Hängen. Im traditionsreichen Estadio Olímpico Patria schlägt das Herz des nationalen Fußballsports und der Leichtathletik mit einer normierten Rundlaufbahn. Für den Schwimmsport steht im städtischen Sportkomplex Piscina Olímpica de Sucre ein 50-Meter-Wettkampfbecken für Trainingseinheiten bereit. Die steilen Naturpfade hinauf zu den Bergen Churuquella und Sica Sica fordern Bergläufer und Mountainbiker mit anspruchsvollen Höhenmetern in dünner Höhenluft heraus. Auf den breiten Alleen des Parque Bolívar trainieren Freizeitsportler in den kühlen Morgenstunden bei sauberer Bergluft. Alpiner Wintersport mit Skiliften existiert im Hochtal aufgrund der trockenen Wintermonate und fehlender Beschneiungsinfrastruktur überhaupt nicht.

Bergsport / Berglauf

Berglauf und Wandern auf den Cerro Churuquella

Der befestigte Stufen- und Naturpfad führt über rund dreihundert Höhenmeter durch duftende Eukalyptuswälder hinauf zur Gipfelstatue. Sportler nutzen die kontinuierliche Steigung für anspruchsvolle Höhentrainingsläufe mit weitem Blick auf die Stadt. Hunde dürfen an der Leine auf allen Wegen mitgeführt werden und finden ausreichend Auslauf im Wald. Für herkömmliche Kinderwagen ist der Weg wegen der zahlreichen Steinstufen und steinigen Abschnitte ungeeignet.

Steiler Kreuzwegaufstieg mit Panoramablick

Cerro Churuquella, Sucre

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Laufsport

Laufsport und Fitnesstraining im Parque Bolívar

Die breiten, von Zypressen und Palmen gesäumten Asphalt- und Kieswege bieten eine flache Rundstrecke von knapp zwei Kilometern Länge. Jogger schätzen die saubere Luft und den tiefen Schatten der alten Parkbäume vor allem am frühen Vormittag. Angeleinte Hunde können auf allen Wegen mitgeführt werden und treffen auf offene Grünflächen. Für Eltern mit Kinderwagen bietet der ebene Parkboden optimale Trainingsbedingungen ohne störenden Verkehr.

Flacher Rundkurs im historischen Parkgelände

Parque Simón Bolívar, Sucre

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Wassersport

Schwimmen in der Piscina Olímpica Sucre

Das städtische Schwimmzentrum verfügt über ein beheiztes Wettkampfbecken mit mehreren abgetrennten Bahnen für Ausdauerschwimmer. Professionelle Schwimmtrainer und Rettungsschwimmer überwachen das Becken während der täglichen öffentlichen Zeitfenster. Für Kinder und Anfänger steht ein flacheres Lehrschwimmbecken für Schwimmunterricht zur Verfügung. Das Mitbringen von Haustieren ist im gesamten Gebäudekomplex aus hygienischen Gründen untersagt.

Überdachtes 50-Meter-Olympia-Schwimmbecken

Complejo Deportivo Patria, Sucre

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Radsport

Mountainbiken auf der Cordillera de los Frailes Route

Die anspruchsvolle Naturstrecke startet am Pass von Chataquila und führt über historische Inka-Pfade und Schotterpisten durch bizarre Felslandschaften. Mountainbiker bewältigen steile Abfahrten mit losem Geröll bei fantastischer Fernsicht auf die Kordillere. Wegen der Höhenlage auf über dreitausend Metern verlangt die Route ausgezeichnete Ausdauer und fahrtechnische Beherrschung des Rads. Für Kinder ist dieser alpine Radsport wegen steiler Abhänge ungeeignet.

Schotterpisten und Singletrails durch indigene Bergdörfer

Ausgangspunkt Chataquila, Sucre

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Bummeln & entdecken

Shopping

Traditioneller Markt

Mercado Central Markthallen

In den lebhaften Markthallen verkaufen Bäuerinnen frische Passionsfrüchte, reife Avocados und traditionellen Käse aus den Tälern. Handwerker bieten getrocknete Chilis, Gewürzmischungen und geflochtene Marktkörbe zu günstigen Preisen an. Das Gedränge in den schmalen Gängen erfordert beim Besuch mit kleinen Kindern etwas Aufmerksamkeit. Haustiere dürfen aus hygienischen Gründen nicht in die Lebensmittelhallen mitgenommen werden.

Tropenfrüchte, Schafskäse, Kräuter und lokale Gewürze

Calle Ravelo, Sucre

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Spezialgeschäft

Chocolates Para Ti Hauptgeschäft

Das geschmackvoll eingerichtete Fachgeschäft bietet über dreißig Sorten feinster Schokoladenkreationen mit Mandeln, Chili und Kaffeebohnen an. Die kunstvoll verpackten Schachteln gelten als das beliebteste Mitbringsel aus der Stadt. Der Laden liegt vollkommen ebenerdig und lässt sich mühelos mit Kinderwagen betreten. Angeleinte Hunde dürfen ihre Halter in den Verkaufsraum begleiten.

Handgemachte Pralinen, Schokoladentafeln und Trüffel

Calle Arenales 7, Sucre

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Ausflüge

Tagesausflüge ab Sucre

Paläontologie / Naturwunder

Dinosaurier-Felswand Cal Orck'o

Die steile Felswand in einem aktiven Zementbruch birgt über fünftausend versteinerte Dinosaurier-Fußspuren aus der späten Kreidezeit vor achtundsechzig Millionen Jahren. Geführte Touren führen mit Schutzhelmen direkt an den Fuß der gigantischen Wand heran, um die Fährten aus nächster Nähe zu betrachten. Der angeschlossene Parque Cretácico zeigt lebensgroße Modelle und ein Museum über die Urzeitfauna Südamerikas. Ein spezieller Dinosaurier-Doppeldeckerbus, der Sauromóvil, pendelt regelmäßig von der Plaza 25 de Mayo zur Fundstätte.

Etwa 5 Kilometer nördlich des Stadtzentrums

Carretera a Cochabamba Km 5, Sucre

Indigener Markt / Kultur

Traditioneller Sonntagsmarkt von Tarabuco

Der weltberühmte Wochenmarkt zieht sonntags Hunderte Angehörige der indigenen Yampara-Kultur in ihren traditionellen Trachten an. Männer tragen charakteristische Lederhelme, die den spanischen Konquistadorenhelmen nachempfunden sind, und bunt gewebte Ponchos. Auf dem Marktplatz werden handgewebte Textilien, Musikinstrumente wie Charangos und landwirtschaftliche Erzeugnisse gehandelt. Taxis und Ausflugsbusse verbinden Sucre in knapp neunzig Minuten mit dem Bergdorf.

Rund 65 Kilometer südöstlich in den Andenbergen

Plaza Principal, Tarabuco

Historischer Wanderweg / Gebirge

Inka-Pfad und Felsenkapelle von Chataquila

Am Bergpass von Chataquila beginnt ein spektakulär erhaltener Inka-Pfad, der auf breiten Steinplatten steil hinab in das Tal von Chaunaca führt. Wanderer genießen atemberaubende Ausblicke auf die roten Sandsteinformationen der Kordillere und die tiefe Schlucht des Río Ravelo. Die kleine Felsenkirche am Pass birgt das verehrte Bildnis der Virgen de Chataquila. Die rund dreistündige Wanderung verlangt feste Wanderschuhe und Trittsicherheit auf den glatten Steinen.

Zirka 30 Kilometer westlich in der Cordillera de los Frailes

Santuario de Chataquila, Oropeza

Historisches Schloss / Architektur

Märchenschloss Castillo de la Glorieta

Die extravagante Sommerresidenz der Fürsten von La Glorieta vereint über zwanzig verschiedene europäische und orientalische Baustile in einem einzigen Gebäude. Besucher erkunden den achteckigen maurischen Turm, die neogotische Kapelle und die reich stuckierten Salons des Fürstenpaares. Der weitläufige Park mit uralten Bäumen und Flussbrücken lädt zu geruhsamen Spaziergängen ein. Lokale Stadtbusse und Taxis erreichen das Schloss in knapp fünfzehn Minuten Fahrzeit.

Etwa 5 Kilometer südlich entlang der Straße nach Potosí

Carretera a Potosí Km 5, Sucre

Mit Kindern reisen

Familienangebote in Sucre

Für Kleinkinder und Eltern mit Kinderwagen bieten die ebenen Fußwege im Parque Bolívar und rund um die Plaza 25 de Mayo beste Bedingungen für entspannte Tage im Freien. Schulkinder begeistern sich für die riesigen Saurierspuren und lebensechten Dinomodelle im Parque Cretácico, den Miniatur-Eiffelturm und Schokoladenverkostungen in den Manufakturen. Jugendliche schätzen die Fotoperspektiven von den gefliesten Dächern des Klosters San Felipe Neri, den Besuch im interaktiven Textilmuseum ASUR und Wanderungen am Berg Churuquella. Bei sonnigem Bergwetter laden die schattigen Bänke unter den Palmen des Hauptplatzes zum Verweilen und Taubenfüttern ein. Sollte an seltenen regnerischen Tagen kühles Wetter herrschen, bieten das Museum in der Casa de la Libertad und das Museo de Charcas hervorragende Schlechtwetter-Alternativen in geschützten Räumen.

Naturwissenschaft und Abenteuer

Dinosaurier-Abenteuer im Parque Cretácico

Kinder bestaunen überlebensgroße Modelle von pflanzen- und fleischfressenden Dinosauriern, die mit realistischen Soundeffekten im Park inszeniert sind. Von einer Aussichtsplattform aus können Familien die riesigen echten Fährten an der gegenüberliegenden Steilwand durch Fernrohre betrachten. Ein Sandspielplatz lädt junge Forscher dazu ein, selbst nach vergrabenen Saurierknochen zu graben. Der Park verfügt über ein Panoramacafé und ist barrierefrei mit breiten Wegen erschlossen.

Lebensgroße Dinosauriermodelle und echte Fußspuren an der Felswand

Carretera a Cochabamba Km 5, Sucre

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Freizeit und Spaß

Klettern auf den Eiffelturm im Parque Bolívar

Kinder können über gesicherte Wendeltreppen auf die Aussichtsplattformen der verkleinerten Eiffelturm-Nachbildung klettern. Vom oberen Turm bietet sich ein toller Überblick über die Springbrunnen und Alleen des Stadtparks. Gleich nebenan laden Spielplätze mit Schaukeln und ein Teich mit bunten Tretbooten zum Toben ein. Der Eintritt in den Park ist kostenfrei, Verkaufsstände bieten frisches Popcorn und Eiscreme an.

Historisches Klettergerüst nach Entwürfen von Gustave Eiffel

Parque Simón Bolívar, Sucre

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Kulturerlebnis

Dachwanderung im Kloster San Felipe Neri

Über steinerne Stiegen steigen Familien auf das geflieste Dach des Klosters und spazieren sicher zwischen weißen Glockentürmen und Balustraden umher. Schulkinder genießen den Blick auf die roten Ziegeldächer und Kirchtürme aus luftiger Höhe. Im schattigen Innenhof können Kinder die bunten Fliesenmuster und alte Glocken aus nächster Nähe bestaunen. Die Dachwege sind mit festen Brüstungen gesichert, verlangen bei kleineren Kindern jedoch achtsame Begleitung.

Begehbare Ziegeldächer mit Rundblick über die Weiße Stadt

Calle Nicolás Ortiz 165, Sucre

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Barrierefrei unterwegs

Barrierefreiheit in Sucre

Sucre stellt Rollstuhlnutzer und mobilitätseingeschränkte Personen vor gemischte Bedingungen im städtischen Raum. Das historische Zentrum verfügt an der Plaza 25 de Mayo und entlang des Parque Bolívar über breite, weitgehend eben gepflasterte Gehwege mit abgeflachten Bordsteinen. In den steileren Nebengassen und im Viertel La Recoleta erschweren jedoch grobes Kopfsteinpflaster, schmale Bürgersteige und Treppenstufen an kolonialen Eingängen das Vorankommen spürbar. Die Casa de la Libertad und das Erdgeschoss des Klosters San Felipe Neri sind über Rampen für Rollstühle zugänglich, während die oberen Dachterrassen nur über Treppen erreichbar sind. Der öffentliche Nahverkehr mit Kleinbussen (Micros) bietet keinerlei Einstiegshilfen, sodass mobilitätseingeschränkte Besucher auf private Taxis und Begleitpersonen angewiesen sind.

Verkehrsraum

Barrierearmer Rundweg auf der Plaza 25 de Mayo

Der zentrale Hauptplatz ist mit glatten Steinplatten belegt und vollkommen frei von störenden Stufenhindernissen auf den Hauptachsen. An allen vier Straßenquerungen verbinden sanft geneigte Rampen die Platzfläche stufenlos mit den umliegenden Fußgängerzonen. Zahlreiche Bänke im Schatten alter Palmen ermöglichen regelmäßige Ruhepausen während des Stadtrundgangs. Rollstuhlnutzer können den gesamten Platzbereich sicher und selbstständig befahren.

Glatte Plattenwege mit abgesenkten Bordsteinkanten

Plaza 25 de Mayo, Sucre

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Kultureinrichtung

Rampenzugang in der Casa de la Libertad

Das historische Hauptportal des Unabhängigkeitsgebäudes verfügt über eine feste Rampe für Rollstühle und Gehhilfen. Der weitläufige Innenhof und der berühmte Unabhängigkeitssaal im Erdgeschoss lassen sich schwellenlos besichtigen. Breite Türen ermöglichen das problemlose Manövrieren auch mit größeren Rollstühlen. Eine behindertengerechte Toilettenanlage ist im Erdgeschoss des Museums vorhanden.

Ebenerdiger Zugang zum historischen Innenhof und Salons

Plaza 25 de Mayo 11, Sucre

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Parkanlage

Ebene Flanierwege im Parque Bolívar

Die breiten Hauptpromenaden durch den Stadtpark sind vollständig asphaltiert und weisen keinerlei Steigungen oder gefährliche Absätze auf. Rollstuhlfahrende können den gesamten Park über mehrere Kilometer hinweg barrierearm durch die Alleen befahren. Feste Rampen verbinden die Parkplätze an den Toren schwellenlos mit dem Wegenetz. Schattige Rastplätze mit Bänken säumen die Wege rund um die Springbrunnen.

Durchgehend asphaltierte Hauptwege ohne Treppen

Parque Simón Bolívar, Sucre

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Reiseideen

Vorgeschlagene Routen

halber Tag

Auf den Spuren der Freiheit und der Kolonialdächer

Die Tour beginnt an der geschichtsträchtigen Plaza 25 de Mayo vor dem Portal der ehrwürdigen Casa de la Libertad. Sie besichtigen den prächtigen Saal der Unabhängigkeitserklärung und betrachten die Originalurkunden und Porträts von Simón Bolívar. Anschließend schlendern Sie vorbei an der Kathedrale zur barocken Klosteranlage San Felipe Neri. Über steinerne Treppen steigen Sie auf das geflieste Dach des Klosters und genießen den fantastischen Panoramablick auf die weißen Kuppeln der Stadt. Weiter führt der Weg durch die kopfsteingepflasterte Calle Nicolás Ortiz zur Jesuitenkirche San Miguel mit ihrer kunstvoll geschnitzten Holzdecke. Zum Abschluss kehren Sie in das Traditionscafé der Schokoladenmanufaktur Para Ti ein und probieren heiße Schokolade mit hausgemachten Pralinen.

halber Tag

Aussichtshöhen von La Recoleta und Indigene Webkunst

Dieser Rundgang startet an der Plaza 25 de Mayo und führt über die ansteigende Pflastergasse Calle Calvo hinauf zum Stadtteil La Recoleta. Unterwegs bewundern Sie die schneeweißen Kolonialfassaden, geschnitzten Holzbalkone und die Kirche Santo Domingo. Auf dem Hügel angekommen, besuchen Sie das Museum für Indigene Kunst ASUR und schauen Weberinnen bei der Herstellung traditioneller Textilien zu. Anschließend schlendern Sie durch die Kreuzgänge des Franziskanerklosters La Recoleta und verweilen unter dem uralten Zedernbaum im Hof. Vor den Säulenarkaden des Aussichtsplatzes Plaza Pedro de Anzúrez genießen Sie den Weitblick über das weiße Häusermeer. Die Tour endet mit einem frisch gepressten Fruchtsaft in einem Panoramacafé am Hang.

1 Tag

Die große Kultur-, Markt- und Geschichtsroute

Am Vormittag starten Sie am geschäftigen Mercado Central, um das Treiben der Bäuerinnen zu erleben und einen frisch gemixten Tumbo-Fruchtsaft zu kosten. Anschließend schlendern Sie durch die Straßen zum Museo de Charcas und besichtigen die Meisterwerke der Kolonialmalerei und Silberarbeiten. Zur Mittagszeit kehren Sie in eine traditionelle Taverne ein und probieren herzhaftes Mondongo Chuquisaqueno mit rotem Chili und Mais. Am Nachmittag spazieren Sie durch die Alleen des Parque Simón Bolívar und besichtigen den historischen Eiffelturm von Gustave Eiffel. Gleich nebenan werfen Sie einen Blick auf den monumentalen Justizpalast des Obersten Gerichtshofs. Vor Sonnenuntergang steigen Sie auf den Aussichtshügel am Kloster San Felipe Neri, um das warme Abendlicht über den Dächern einzufangen. Den Tag beschließen Sie bei einem Glas bolivianischem Höhenwein in einem beleuchteten Innenhofrestaurant.

1 Tag

Urzeitgiganten und das Schloss der Fürsten

Der Tag beginnt mit einer Fahrt im Sauromóvil-Doppeldeckerbus zur weltberühmten paläontologischen Fundstätte Cal Orck'o im Parque Cretácico. Bei einer geführten Tour betrachten Sie mit Schutzhelmen über fünftausend echte Dinosaurier-Fußspuren an der riesigen Kalksteinwand. Anschließend spazieren Sie durch den Park zwischen lebensgroßen Saurierskulpturen und besuchen das Museum. Zur Mittagszeit kehren Sie ins Zentrum zurück und stärken sich mit zwei ofenfrischen Salteñas in einer traditionellen Salteñería. Am Nachmittag fahren Sie mit dem Taxi nach Süden zum märchenhaften Castillo de la Glorieta mit seinen eklektizistischen Türmen. Nach der Besichtigung der fürstlichen Salons spazieren Sie durch die weitläufigen Schlossgärten am Flussufer. Am Abend kehren Sie ins Zentrum zurück und lassen den Tag auf den beleuchteten Bänken der Plaza 25 de Mayo ausklingen.

mehrere Tage

Sucre, Inka-Pfade und die Schätze Chuquisacas

Die ersten beiden Tage verbringen Sie in Sucre mit der ausführlichen Erkundung der Casa de la Libertad, der Klöster, Museen und der Dinosaurierwand von Cal Orck'o. Am dritten Tag unternehmen Sie eine Tageswanderung auf dem spektakulären Inka-Pfad von Chataquila durch die bizarre Bergwelt der Cordillera de los Frailes. Der vierte Tag führt Sie zum farbenprächtigen traditionellen Sonntagsmarkt im indigenen Bergdorf Tarabuco mit seinen Yampara-Trachten. Am fünften Tag besichtigen Sie das fürstliche Schloss Castillo de la Glorieta und unternehmen einen Ausflug auf den Aussichtsgipfel des Berges Churuquella. Den sechsten Tag widmen Sie den Textilwerkstätten von ASUR, den Antiquitätenläden und dem Einkauf feinster Schokolade in den Manufakturen. Zum Abschluss genießen Sie ein festliches Abendessen mit traditionellem Fleischgericht und Höhenwein in einem restaurierten Kolonialpatio.