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Estland · Harjumaa

Tallinn

Tallinn begeistert an der Ostsee mit einer der besterhaltenen mittelalterlichen Altstädte Europas, dem Domberg Toompea und lebendigen Kreativvierteln wie Telliskivi.

Willkommen in

Über Tallinn

An der Südküste des Finnischen Meerbusens breitet sich Tallinn als faszinierende Schnittstelle zwischen skandinavischer Klarheit und baltischer Geschichte aus. Die estnische Hauptstadt verdankt ihre Entstehung der strategischen Lage an den historischen Seewegen der Hansezeit. Wehrmauern mit ziegelgedeckten Rundtürmen, gotische Kirchtürme und barocke Adelspaläste prägen die Silhouette der Kernstadt. Kühle Meereswinde bringen ganzjährig frische Seeluft in die Gassen, während helle Sommernächte und schneereiche Winter den Rhythmus der Jahreszeiten bestimmen. Das urbane Herz gliedert sich in die befestigte Oberstadt auf dem Kalksteinfelsen Toompea und die weitläufigere mittelalterliche Unterstadt. Kopfsteingepflasterte Gassen wie die Pikk jalg und Lühike jalg verbinden den einstigen Sitz der weltlichen und geistlichen Herrscher mit den Kaufmannsquartieren der Hanse. Entlang des Rathausplatzes reihen sich spitzgiebelige Bürgerhäuser mit kunstvoll bemalten Holztüren und historischen Lastenaufzügen aneinander. Die fast zwei Kilometer lange Stadtmauer mit ihren erhaltenen Wehrtürmen umschließt das UNESCO-Welterbe wie ein steinerner Ring. Dazwischen öffnen sich schattige Kirchhöfe, Geheimgänge und Aussichtsplattformen mit Blick auf das Meer. Als politisches und digitales Herz Estlands verbindet Tallinn sein architektonisches Erbe mit einer weltweit führenden Innovationskultur. Außerhalb der Festungsmauern transformieren sich ehemalige Industrieareale wie die Telliskivi Loomelinnak in pulsierende Zentren für Design, Gastronomie und Start-ups. In den Parks des Barockschlosses Kadriorg flanieren Bewohner zwischen Blumenbeeten und modernen Kunstmuseen. Der Duft von gerösteten Mandeln, Roggenbrot, geräuchertem Ostseefisch und Kaffee zieht beständig aus kleinen Kellerlokalen und Bäckereien auf die Straße. Bei Sonnenuntergang leuchten die Dächer der Altstadt in warmem Licht vor der tiefblauen Ostsee. Nach Westen und Osten hin dehnt sich das Stadtgebiet entlang flacher Küstenstreifen mit Sandstränden und Kiefernwäldern aus. Der moderne Passagierhafen schließt direkt an das Zentrum an und sorgt für lebhaften Schiffsverkehr mit schnellen Fährverbindungen nach Helsinki. Tallinn bleibt eine außergewöhnlich gut erhaltene Hansestadt des Nordens, in der mittelalterliche Baukunst und moderne Digitalität harmonisch aufeinandertreffen.

Passt besonders zu
Mittelalter- und ArchitekturbegeisterteKultur- und GeschichtsinteressierteDigitale Nomaden und Städtereisende
Orientierung

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Das Lebensgefühl von Tallinn

Stadtgefühl

So fühlt sich Tallinn an

Tallinn empfängt Besucher mit einer stimmungsvollen Verschmelzung aus mittelalterlicher Beschaulichkeit und zukunftsgewandter digitaler Leichtigkeit. In den Morgenstunden hallt das Klacken der Schritte auf den feuchten Kopfsteinen der Altstadtgassen wider, während der Duft von geröstetem Getreidekaffee und frischem Roggenbrot aus den Bäckereien zieht. An den hölzernen Tischen der Cafés sitzen Studenten und Programmierer mit Laptops neben älteren Damen, die traditionelle Wollsocken stricken. Die Esten begegnen Fremden mit einer ruhigen, fast scheuen Zurückhaltung, die bei näherem Gespräch rasch in aufrichtige Freundlichkeit und klugen Humor umschlägt. Hinter den dicken Kalksteinmauern der Hansehäuser verbergen sich hochmoderne Designläden und innovative Galerien. Die ständige Nähe zur Ostsee verleiht der Stadt ein maritimes Flair, das an windigen Tagen das Rauschen der Wellen bis in die Parks trägt. Nach Einbruch der Dunkelheit werden die gotischen Giebel und Festungstürme in warmes Licht getaucht, während in den Tavernen der Unterstadt Glühwein und Craft-Bier serviert werden. Tallinn präsentiert sich nicht als erstarrtes Freilichtmuseum, sondern als vitale, kreative Hauptstadt des Nordens, die ihre reiche Geschichte mit Stolz und Erfindergeist weiterentwickelt.

Geschichte & Kultur

Zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Die Besiedlung des Dombergs begann im ersten Jahrtausend nach Christus mit einer Wallburg der heidnischen Esten, die den Ort Lindanise nannten. Im Jahr 1219 eroberte der dänische König Waldemar II. die Festung in der legendären Schlacht von Lyndanisse, bei der der Dannebrog als dänische Nationalflagge vom Himmel gefallen sein soll. Die dänische Herrschaft gab der Siedlung den estnischen Namen Taani-linn, was Dänische Burg bedeutet. Ab 1285 war die Stadt ein einflussreiches Mitglied der Hanse und stieg durch das Monopol auf den Salz- und Pelzhandel mit Nowgorod zu großem Wohlstand auf. Die Reformation fasste hier früh Fuß, und 1561 unterstellte sich die Stadt dem Schutz der schwedischen Krone, was eine glanzvolle Ära der Bildung und des Ausbaus der Festungsanlagen einleitete. Während des Großen Nordischen Krieges kapitulierte Tallinn 1710 vor den Truppen Zar Peters des Großen und verblieb über zwei Jahrhunderte als Hauptstadt des Gouvernements Estland im Russischen Reich. Am 24. Februar 1918 proklamierte das Land hier seine staatliche Unabhängigkeit, die jedoch durch die sowjetische und deutsche Okkupation während des Zweiten Weltkriegs unterbrochen wurde. In den späten 1980er-Jahren wurde die Stadt zum Zentrum der Singenden Revolution, bei der Hunderttausende auf dem Sängerfeld friedlich für die Freiheit sangen, bis Estland 1991 seine Unabhängigkeit wiedererlangte. Kulturell ist Tallinn weltberühmt für das alle fünf Jahre stattfindende Nationale Sängerfest, die Bewahrung der estnischen Runenlieder und die meisterhafte Chormusik von Komponisten wie Arvo Pärt.

Highlights auf einen Blick

Historisches Gebäude / Platz

Tallinner Rathaus und Rathausplatz (Raekoja plats)

Das gotische Rathaus wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts aus heimischem Kalkstein vollendet und gilt als das älteste erhaltene Rathaus Nordeuropas. Die Turmspitze wird von der historischen Wetterfahne Vana Toomas geziert, dem legendären Schutzpatron der Stadt. Der weitläufige Marktplatz davor dient seit Jahrhunderten als Versammlungsort, Schauplatz von Märkten und mittelalterlichen Festen.

Raekoja plats 1, Kesklinn, Tallinn

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Festung / Regierungsgebäude

Domberg Toompea und Schloss Toompea

Der markante Kalksteinfelsen erhebt sich rund fünfzig Meter über der Unterstadt und bildet seit dem Mittelalter das politische Machtzentrum Estlands. Das Schloss Toompea vereint mittelalterliche Wehrmauern mit dem barocken Parlamentsgebäude des Riigikogu. Der fast fünfzig Meter hohe Eckturm Pikk Hermann trägt traditionell die estnische Nationalflagge über den Dächern der Hauptstadt.

Lossi plats 1a, Kesklinn, Tallinn

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Sakralbau

Alexander-Newski-Kathedrale

Die monumentale orthodoxe Kathedrale wurde um 1900 auf dem Domberg als Symbol der zaristischen Herrschaft im Stil der russischen Wiedergeburt errichtet. Fünf schwarz glänzende Zwiebeltürme und reich verzierte Mosaikfelder über den Eingängen prägen das äußere Erscheinungsbild. Das prachtvolle Innere birgt meisterhafte Ikonen, vergoldete Altäre und elf mächtige Glocken, die im Glockenturm hängen.

Lossi plats 10, Kesklinn, Tallinn

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Sakralbau / Aussichtspunkt

St.-Olaf-Kirche (Oleviste kirik)

Das gotische Gotteshaus mit seinem markanten, spitzen Turmhelm war um das Jahr 1500 mit fast einhundertsechzig Metern Höhe eines der höchsten Bauwerke der Welt. Seeleute nutzten den Turm über Jahrhunderte als Orientierungsmarke bei der Ansteuerung des Tallinner Hafens. Eine Aussichtsplattform unterhalb der Turmspitze belohnt den Aufstieg über zweihundert Steinstufen mit einem weiten 360-Grad-Blick über die Stadt und das Meer.

Lai 50, Kesklinn, Tallinn

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Museum / Sakralbau

St.-Nikolai-Kirche und Museum (Niguliste muuseum)

Die im 13. Jahrhundert von westfälischen Kaufleuten gegründete Kirche dient heute als renommiertes Museum für mittelalterliche Sakralkunst. Hauptattraktion ist das weltberühmte Gemälde Totentanz des Lübecker Meisters Bernt Notke aus dem späten 15. Jahrhundert. Ein moderner gläserner Aufzug befördert Besucher barrierefrei in den Turmhelm zur Rundumaussicht.

Niguliste 3, Kesklinn, Tallinn

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Aussichtspunkt

Kohtuotsa Aussichtsplattform

Der Aussichtspunkt an der östlichen Kante des Dombergs bietet den bekanntesten Panoramablick auf die roten Ziegeldächer, Kirchtürme und Wehrmauern der Unterstadt. Im Hintergrund zeichnen sich der moderne Hafen, Hochhäuser und die Weite des Finnischen Meerbusens ab. Eine Mauerinschrift mit der Botschaft The times we had dient Besuchern als beliebtes Fotomotiv.

Kohtu 12, Kesklinn, Tallinn

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Schloss / Kunstmuseum

Schloss und Park Kadriorg

Das elegante Barockschloss wurde ab 1718 von Zar Peter dem Großen für seine Gemahlin Katharina I. nach Entwürfen des italienischen Architekten Nicola Michetti erbaut. Heute beherbergt das Schloss die Sammlung ausländischer Kunst des Estnischen Kunstmuseums mit italienischer, russischer und niederländischer Malerei. Der umliegende Schlosspark besticht durch Brunnen, Eichenalleen und einen traditionellen Japanischen Garten.

A. Weizenbergi 37, Kesklinn, Tallinn

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Kunstmuseum / Moderne Architektur

Kumu Kunstmuseum

Das Hauptgebäude des Estnischen Kunstmuseums im Kadriorg-Park wurde vom finnischen Architekten Pekka Vapaavuori spektakulär in den Kalksteinfelsen hineingebaut. Das moderne Meisterwerk präsentiert estnische Kunst vom 18. Jahrhundert über die sowjetische Epoche bis zu zeitgenössischen Installationen. Der skulpturengeschmückte Innenhof dient als lichter Raum für Freiluftveranstaltungen.

A. Weizenbergi 34, Kesklinn, Tallinn

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Kreativviertel / Kultur

Kreativviertel Telliskivi (Telliskivi Loomelinnak)

Das weitläufige Areal einer ehemaligen Lokomotiv- und Elektrofabrik hat sich zum kreativen Epizentrum der estnischen Hauptstadt gewandelt. In den Backsteinhallen befinden sich Ateliers, Designboutiquen, Start-up-Büros und unabhängige Cafés. Bunte Wandgemälde internationaler Street-Art-Künstler zieren die Fassaden und machen das Viertel zu einer lebendigen Freiluftgalerie.

Telliskivi 60a, Põhja-Tallinn, Tallinn

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Maritimes Museum

Wasserflugzeughafen Seaplane Harbour (Lennusadam)

Das maritime Museum residiert in historischen Flugzeughangars aus Stahlbeton, die ursprünglich für Wasserflugzeuge des Zarenreiches errichtet wurden. Kernstück der Ausstellung ist das britisch gebaute U-Boot Lembit aus den 1930er-Jahren, das Besucher von innen begehen können. Ein lebensgroßer Nachbau eines Wasserflugzeugs und historische Schiffe am Außenkai ergänzen die Schau.

Vesilennuki 6, Põhja-Tallinn, Tallinn

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Aussichtspunkt

Patkuli Aussichtsplattform

Der Aussichtspunkt an der Nordseite des Dombergs eröffnet freie Blicke auf die erhaltenen Stadtmauertürme der Unterstadt, den Schnelli-Park und den Bahnhof. Eine steile Steintreppe mit über einhundertfünfzig Stufen führt von hier direkt hinab in die Parkanlagen unterhalb der Festungsmauer. Vor allem im morgendlichen Sonnenlicht bietet die Plattform ein klares Fotopanorama.

Rahukohtu 5, Kesklinn, Tallinn

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Historische Straße / Handwerk

St.-Katharinen-Passage (Katariina käik)

Die malerische mittelalterliche Gasse verbindet die Vene-Straße mit der Müürivahe-Straße entlang der alten Dominikanerkirche. Überspannt von schweren Steinbögen, beherbergt die Passage offene Werkstätten der St.-Katharinen-Gilde. Besucher können Handwerkern beim Weben, Glasblasen, Töpfern und der Lederbearbeitung direkt über die Schulter schauen.

Katariina käik, Kesklinn, Tallinn

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Festung / Museum

Kiek in de Kök und Bastionsgänge

Der mächtige Kanonenturm aus dem 15. Jahrhundert verdankt seinen niederdeutschen Namen der Tatsache, dass die Soldaten von oben in die Küchen der Bürger blicken konnten. Das Museum dokumentiert die Stadtverteidigung und beherbergt den Zugang zu den unterirdischen Bastionsgängen aus der schwedischen Ära. In den kühlen Stollen erfahren Besucher mehr über die militärische Nutzung und spätere Luftschutzräume.

Komandandi tee 2, Kesklinn, Tallinn

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Historisches Gebäude / Museum

Große Gildehalle (Suurgildi hoone)

Das gotische Versammlungsgebäude aus dem Jahr 1410 war der repräsentative Sitz der mächtigsten Vereinigung wohlhabender Hansekaufleute. Das Bauwerk besticht durch ein spitzgiebeliges Portal, schwere Kupfertüren und eine kunstvoll gewölbte zweischiffige Haupthalle. Heute beherbergt das Gebäude die Dauerausstellung des Estnischen Historischen Museums zur Landesgeschichte.

Pikk 17, Kesklinn, Tallinn

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Festung / Maritimes Museum

Dicke Margarethe (Paks Margareeta)

Der wuchtige Kanonenturm aus dem 16. Jahrhundert sicherte einst den nördlichen Zugang zur Stadt vom Hafen durch das Große Strandtor. Mit einem Durchmesser von vierundzwanzig Metern und dicken Mauern beherbergt der Turm heute das Estnische Seefahrtsmuseum. Auf dem Dachgarten bietet ein Café weite Ausblicke auf das Passagierterminal und die Schiffe im Meerbusen.

Pikk 70, Kesklinn, Tallinn

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Sakralbau

Domkirche St. Marien (Tallinna Toomkirik)

Die Bischofskirche auf dem Domberg ist das älteste Kirchengebäude der Stadt und geht auf eine Gründung im frühen 13. Jahrhundert zurück. Der Innenraum ist dicht mit über einhundert kunstvoll geschnitzten und bemalten hölzernen Wappenepitaphien des baltischen Adels geschmückt. Zahlreiche historische Grabmäler, darunter das des Seefahrers Adam Johann von Krusenstern, ruhen im Kirchenschiff.

Toom-Kooli 6, Kesklinn, Tallinn

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Historisches Gebäude / Museum

Ratsapotheke (Raeapteek)

Die an der Nordostecke des Rathausplatzes gelegene Apotheke wird seit mindestens 1422 ununterbrochen betrieben und ist eine der ältesten Apotheken Europas. Neben modernen Arzneimitteln zeigt ein kleines Museum historische Heilmittel vergangener Epochen wie pulverisierte Mumienteile, Schlangenfett und getrocknete Kröten. Im Verkaufsraum können Besucher traditionellen Kräutertee und Gewürzmandeln erwerben.

Raekoja plats 11, Kesklinn, Tallinn

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Moderne Architektur / Stadtviertel

Rotermann-Viertel (Rotermanni kvartal)

Das historische Industrieareal zwischen Altstadt und Hafen wurde durch zukunftsweisende Sanierungen in ein preisgekröntes Architekturquartier verwandelt. Historische Fabrikbauten aus Kalkstein und Backstein verschmelzen nahtlos mit avantgardistischen Aufbauten aus Glas und rostendem Cortenstahl. Fußgängerzonen mit Modeboutiquen, Galerien und Restaurants machen das Viertel zu einem beliebten Treffpunkt.

Rotermanni 8, Kesklinn, Tallinn

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Freilichtmuseum

Freilichtmuseum Rocca al Mare (Eesti Vabaõhumuuseum)

Das Museum erstreckt sich über ein bewaldetes Küstengelände am westlichen Stadtrand und rekonstruiert das ländliche Estland des 18. bis 20. Jahrhunderts. Besucher spazieren zwischen reetgedeckten Bauernhöfen, Windmühlen, einer Dorfkirche und einer historischen Schule umher. Eine traditionelle Dorfkneipe serviert herzhafte estnische Hausmannskost nach alten Rezepten.

Vabaõhumuuseumi tee 12, Haabersti, Tallinn

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Aussichtsturm / Landmarke

Fernsehturm Tallinn (Tallinna teletorn)

Mit 314 Metern Höhe ist der freistehende Turm im Vorort Pirita das höchste Bauwerk Estlands und ein bedeutendes Zeugnis der Olympischen Spiele von 1980. Die Aussichtsplattform in einhundertsiebzig Metern Höhe verfügt über verglaste Bodenfenster mit Blick in die Tiefe und eine Freiluftterrasse. Eine interaktive Ausstellung dokumentiert den mutigen Widerstand der Rundfunkmitarbeiter bei der Wiedererlangung der Unabhängigkeit 1991.

Kloostrimetsa tee 58a, Pirita, Tallinn

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Historische Ruine / Sakralbau

Klosterruine Pirita (Püha Birgitta klooster)

Die monumentale Ruine des im 15. Jahrhundert errichteten Birgittenklosters erhebt sich malerisch nahe der Mündung des Pirita-Flusses. Die gewaltige, fünfunddreißig Meter hohe Westfassade aus Kalkstein überstand die Zerstörung durch Truppen Iwan des Schrecklichen im Jahr 1575. Das weitläufige Areal dient heute als stimmungsvolle Freiluftbühne für Konzerte und das jährliche Birgitta-Festival.

Merivälja tee 18, Pirita, Tallinn

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Öffentlicher Platz / Denkmal

Freiheitsplatz (Vabaduse väljak)

Der weitläufige Platz am südlichen Rand der Altstadt bildet das repräsentative Forum der modernen Republik Estland. Das Denkmal für den Unabhängigkeitskrieg wird von einer markanten gläsernen Säule mit dem Freiheitskreuz gekrönt. Der Platz ist stufenlos gepflastert und dient als Schauplatz staatlicher Zeremonien und Freiluftveranstaltungen.

Vabaduse väljak, Kesklinn, Tallinn

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Historisches Gebäude

Schwarzhäupterhaus (Mustpeade maja)

Das historische Gebäude in der Pikk-Straße war der Sitz der Bruderschaft der Schwarzhäupter, einer Vereinigung unverheirateter deutscher Kaufleute. Die kunstvoll reliefierte Renaissancefassade von 1597 besticht durch das Wappen des heiligen Mauritius und farbige Steinmetzarbeiten. Die erhaltenen gotischen Säle zeichnen sich durch hervorragende Akustik für Kammermusikkonzerte aus.

Pikk 26, Kesklinn, Tallinn

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Kulturviertel / Uferbereich

Noblessner-Hafenviertel (Noblessneri sadamalinnak)

Die ehemalige U-Boot-Werft am Meer wurde in ein modernes Küstenquartier mit Yachthafen, Galerien und Gastronomiebetrieben verwandelt. Das Kunstzentrum Kai zeigt internationale Gegenwartskunst in einer restaurierten Industriehalle direkt am Wasser. Die hölzernen Uferpromenaden bieten spektakuläre Ausblicke auf den Sonnenuntergang über der Bucht.

Peetri 12, Põhja-Tallinn, Tallinn

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Stadtpark

Schnelli-Park und Stadtgraben (Toompark)

Die weitläufige Grünanlage umschließt den Fuß des Dombergs entlang des ehemaligen Festungsgrabens. Schattige Spazierwege führen um den Schnelli-Teich, in dem sich die aufragenden Wehrmauern und Bastionen spiegeln. Bänke unter alten Weidenbäumen bieten Raum für Erholung abseits des Trubels der Altstadtgassen.

Toompark, Kesklinn, Tallinn

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Kulinarische Besonderheiten in Tallinn

Die estnische Küche in Tallinn verbindet maritime Frische aus der Ostsee mit den deftigen Traditionen skandinavischer und mitteleuropäischer Bauernkost. Als unverzichtbares Grundnahrungsmittel gilt das dunkle, leicht säuerliche estnische Roggenbrot Rukkileib, das oft noch warm mit gesalzener Butter serviert wird. Eine traditionelle Spezialität ist Kiluvõileib, ein offenes Roggenbrot-Sandwich, das mit würzig eingelegten Ostsee-Sprotten, Schnittlauch und gekochten Eischeiben belegt wird. In den kühlen Wintermonaten schätzen die Einwohner Verivorst, herzhafte Blutwürste mit Gerstengraupen, die zusammen mit Preiselbeermarmelade und Sauerkraut serviert werden. Zu den wärmenden Klassikern zählt Mulgikapsad, ein langsam geschmorter Eintopf aus Sauerkraut, Schweinefleisch und Perlgraupen. Als süßer Genuss erfreut sich Kohuke großer Beliebtheit, ein kleiner gekühlter Riegel aus frischem Quark mit Schokoladenüberzug in verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Wissenswertes für Ihre Reise

Anreise

Die wichtigste Straßenverbindung nach Tallinn bildet die Via Baltica (Europastraße E67), die die Hauptstadt über Riga und Kaunas mit Warschau und Mitteleuropa verbindet. Moderne klimatisierte Fernbusse von Unternehmen wie Lux Express verkehren stündlich ab dem zentralen Busbahnhof Tallinna Bussijaam in Richtung Riga, Vilnius und Sankt Petersburg. Der internationale Passagierhafen Port of Tallinn liegt direkt am Rande des Zentrums und bietet im Zweistundentakt schnelle Fährüberfahrten nach Helsinki sowie tägliche Schiffsverbindungen nach Stockholm. Für die letzte Etappe vom Bahnhof oder Hafen in die Altstadt empfiehlt sich ein kurzer Spaziergang von rund zehn Minuten oder eine kurze Fahrt mit der Straßenbahn. Der internationale Flughafen Lennart Meri Tallinn Airport, erfasst unter dem IATA-Code TLL, liegt nur vier Kilometer südöstlich des Zentrums am Ülemiste-See und ist über die Straßenbahnlinie 4 in knapp fünfzehn Fahrminuten direkt mit der Innenstadt verbunden.

Unterwegs vor Ort

Das historische Zentrum von Tallinn lässt sich aufgrund der kompakten Ausmaße hervorragend zu Fuß erkunden, wobei festes Schuhwerk auf dem mittelalterlichen Kopfsteinpflaster ratsam ist. Der öffentliche Nahverkehr umfasst ein dichtes Netz aus modernen Straßenbahnen, Oberleitungsbussen und Linienbussen der städtischen Gesellschaft TLT. Für registrierte Einwohner von Tallinn ist die Nutzung des Nahverkehrs kostenlos, während Besucher Fahrten unkompliziert kontaktlos mit Bankkarten an den Entwertern oder per QR-Ticket bezahlen. Taxis stehen an zahlreichen Halteplätzen bereit oder lassen sich verlässlich über lokale Fahrdienst-Apps zu transparenten Festpreisen buchen. Das Mitführen von Hunden an der kurzen Leine und mit Maulkorb ist in allen Straßenbahnen und Bussen gestattet. Mit einem Kinderwagen lassen sich die modernen Viertel und die großen Parks optimal befahren, während in der Altstadt die schmalen Bürgersteige und Treppenwege etwas Aufmerksamkeit erfordern.

Beste Reisezeit

Die angenehmste Reisezeit für Tallinn erstreckt sich von Juni bis August während des nordischen Sommers. In diesen Monaten verwöhnen lange Tage mit bis zu neunzehn Stunden Sonnenlicht, weiße Nächte und angenehme Tagestemperaturen zwischen 20 und 24 Grad die Besucher. Im Mai begeistert das frische Grün in den Schlossparks und das Aufblühen der Straßencafés bei moderaten Besucherströmen. Der September lockt mit stabiler Herbstsonne, bunt gefärbten Laubwäldern und kulinarischen Höhepunkten der Waldpilzsaison. Die Wintermonate von Dezember bis Februar sind kalt und schneereich, verzaubern jedoch durch den stimmungsvollen Weihnachtsmarkt auf dem verschneiten Rathausplatz und Eislaufbahnen vor historischen Kulissen.

Orientierung vor Ort

Bereiche und Stadtteile

Tallinn erstreckt sich entlang der Bucht von Tallinn und ist hierarchisch in die historische Altstadt Vanalinn und die umgebenden modernen Stadtbezirke gegliedert. Die Altstadt teilt sich in die erhabene Oberstadt Toompea auf dem Kalksteinfelsen und die größere hanseatische Unterstadt. Westlich schließt das Kreativviertel Kalamaja mit Telliskivi an, während östlich der Barockpark Kadriorg und der Küstenbezirk Pirita liegen. Im Süden gehen die Stadtteile in die Kiefernwälder von Nõmme über.

Altstadt

Vanalinn (Altstadt)

Das mittelalterliche UNESCO-Welterbegebiet konzentriert gotische Kirchen, Gildehäuser und Wehrmauern in einer verkehrsberuhigten Zone. Kopfsteingepflasterte Straßen und historische Bürgerhäuser prägen das geschlossene Bild. Hier schlägt das touristische und historische Herz der Stadt.

Raekoja plats, Kesklinn, Tallinn

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Stadtteil

Kalamaja

Das ehemalige Fischer- und Arbeiterviertel zeichnet sich durch zweistöckige historische Holzhäuser mit bunten Fassaden aus. Hier befinden sich das Kreativzentrum Telliskivi, Designstudios und trendige Nachbarschaftscafés. Das Quartier zieht ein junges, künstlerisches Publikum an.

Telliskivi tänav, Põhja-Tallinn, Tallinn

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Wohnviertel

Kadriorg

Das elegante Villenviertel östlich des Zentrums wird vom weitläufigen Barockpark und dem Zarenschloss Peter des Großen beherrscht. Schattige Lindenalleen, Botschaftsresidenzen und das moderne Kumu Kunstmuseum prägen das Bild. Der Bezirk gilt als ruhige und gehobene Wohngegend.

A. Weizenbergi, Kesklinn, Tallinn

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Zentrum

Rotermanni

Das moderne Viertel zwischen Altstadt und Hafen verbindet industrielle Backsteinbauten des 19. Jahrhunderts mit futuristischer Architektur. Fußgängerzonen mit Flagship-Stores, Boutiquen und Restaurants sorgen für urbane Lebendigkeit. Es repräsentiert das moderne, wirtschaftliche Gesicht der Hauptstadt.

Rotermanni, Kesklinn, Tallinn

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Uferbereich

Pirita Uferstreifen

Der nordöstliche Küstenbezirk umfasst den langen Sandstrand, den Olympia-Yachthafen und die Ruinen des Birgittenklosters. Entlang der Bucht verläuft eine breite Promenade mit Panoramablick auf die offene Ostsee. Im Sommer ist der Stadtteil das beliebteste Naherholungsziel der Stadtbevölkerung.

Pirita tee, Pirita, Tallinn

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Draußen unterwegs

Natur und Outdoor

Küstenlandschaft / Waldpark

Küstenkiefernwald und Strand von Pirita

Der über zwei Kilometer lange natürliche Sandstrand wird von einem breiten Gürtel aus duftenden Kiefernwäldern gesäumt. Spazierwege führen durch die weichen Dünen mit weitem Blick auf die einlaufenden Fähren im Finnischen Meerbusen. Familien schätzen das flach abfallende Wasser und die schattigen Waldspielplätze hinter dem Strand. Angeleinte Hunde dürfen auf den Waldwegen mitgeführt werden, sind im offiziellen Badebereich während der Sommersaison jedoch nicht erlaubt.

Weißer Ostseesandstrand mit geschützten Dünenwäldern

Supluse puiestee, Pirita, Tallinn

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Aktiv reisen

Sport und Bewegung

Sportbegeisterte finden in Tallinn durch die Küstenlage und weitläufige Waldgebiete hervorragende Bedingungen für Laufsport, Radfahren und Wassersportaktivitäten. Das traditionsreiche Kalevi Keskstaadion bildet die zentrale Arena für Leichtathletikwettkämpfe und das weltberühmte estnische Tanzfest. Für Schwimmer steht im Kalev Spa Waterpark ein modernes olympisches 50-Meter-Hallenbecken mit abgetrennten Bahnen für das Ausdauertraining bereit. Entlang der Bucht von Tallinn zieht sich die flache, asphaltierte Pirita-Uferpromenade, die von Tausenden Joggern, Inlineskatern und Radfahrern intensiv genutzt wird. Die waldreichen Hänge des Vorortes Nõmme bieten im Winter beleuchtete Loipen für Skilanglauf sowie eine traditionsreiche Schanzenanlage. Alpiner Skisport mit langen Abfahrten existiert im flachen estnischen Küstenland naturgemäß nicht; im Nõmme Lumepark stehen jedoch kurze Übungshänge mit Schleppliften für Kinder und Snowboarder bereit.

Laufsport / Radsport

Laufsport und Radfahren auf der Pirita-Uferpromenade

Der breite, durchgehend asphaltierte Uferweg erstreckt sich über mehr als zwei Kilometer direkt am Wasser mit unverstelltem Blick auf die Skyline der Altstadt. Läufer und Inlineskater schätzen das völlig ebene Terrain und die ständige frische Meeresbrise. Angeleinte Hunde können auf den Fußgängerstreifen mitgeführt werden und finden an steinigen Uferpassagen Zugang zum Wasser. Für Eltern mit Sportkinderwagen bietet der glatte Belag beste Trainingsbedingungen abseits des Straßenverkehrs.

Flache Asphaltstrecke entlang der Ostseebucht

Pirita tee, Kesklinn bis Pirita, Tallinn

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Wassersport

Schwimmen im Kalev Spa Waterpark

Das moderne Wassersportzentrum am Rande der Altstadt verfügt über ein normiertes 50-Meter-Wettkampfbecken mit acht Bahnen für das kontinuierliche Bahnenziehen. Ausgebildete Rettungsschwimmer überwachen den Schwimmbetrieb während der täglichen öffentlichen Öffnungszeiten. Für Kinder und Familien steht ein separates Erlebnisbad mit Wasserrutschen und Entspannungsbecken zur Verfügung. Das Mitbringen von Haustieren ist im gesamten Gebäudekomplex aus hygienischen Gründen untersagt.

Olympisches 50-Meter-Hallenbecken

Aia 18, Kesklinn, Tallinn

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Wintersport / Crosslauf

Skilanglauf und Trailrunning im Sportzentrum Nõmme

Das Sportzentrum im Waldbezirk Nõmme bietet markierte Rundkurse über hügeliges Gelände durch dichten estnischen Kiefernwald. In den Wintermonaten werden die Loipen für klassischen Skilanglauf und Skating präpariert und bis in die Abendstunden beleuchtet. Hunde dürfen im Sommer an der Leine auf den Naturwegen mitgeführt werden, sind auf präparierten Schneeloipen jedoch nicht zugelassen. Für sportliche Familien stehen im Sommer asphaltierte Wege für Laufräder und Kinderwagen bereit.

Beleuchtete Waldloipen und Naturpfade durch Kiefernwälder

Külmallika 15a, Nõmme, Tallinn

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Wassersport

Segeln und Stand-Up-Paddling am Strand von Pirita

Der historische Olympiahafen von 1980 bietet moderne Anleger und Verleihstationen für Segelboote, Kajaks und Stand-Up-Paddle-Boards. Wassersportler paddeln entlang des Sandstrandes von Pirita mit Blick auf die fernen Fährschiffe im Finnischen Meerbusen. Ältere Schulkinder können an begleiteten Einsteigerkursen im geschützten Flussmündungsbereich teilnehmen. Haustiere dürfen aus Sicherheitsgründen nicht mit auf die Sportboote genommen werden.

Wassersportzentrum der Olympischen Spiele von 1980

Purje 8, Pirita, Tallinn

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Bummeln & entdecken

Shopping

Kunsthandwerkermarkt

Müürivahe-Strickmarkt an der Stadtmauer

Entlang der historischen Wehrmauer bieten Strickerinnen traditionelle Wollsachen mit geometrischen ethnografischen Mustern an. Käufer erstehen hier warme Fäustlinge aus reiner Schafwolle, Schals und handgewebte Decken direkt von den Erzeugerinnen. Die Gasse ist eben gepflastert und lässt sich gut mit Kinderwagen passieren. Angeleinte Hunde können ihre Halter beim Bummel entlang der Marktstände problemlos begleiten.

Handgestrickte Wollpullover, Fäustlinge und Mützen mit estnischen Mustern

Müürivahe tänav, Kesklinn, Tallinn

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Traditioneller Markt

Balti Jaama Turg (Bahnhofsmarkt)

Der moderne dreistöckige Marktkomplex direkt am Hauptbahnhof vereint traditionelle Gemüsestände mit trendigen Street-Food-Küchen. Im Obergeschoss stöbern Sammler nach historischen Sowjet-Antiquitäten, Büchern und estnischem Kunsthandwerk. Die breiten Gänge sind barrierefrei ausgebaut und bieten viel Platz beim Einkaufen mit Kindern. Angeleinte Hunde sind im Erdgeschoss und in den überdachten Marktgassen willkommen.

Lokale Beeren, estnischer Schafskäse, Antiquitäten und Street Food

Kopli 1, Põhja-Tallinn, Tallinn

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Ausflüge

Tagesausflüge ab Tallinn

Nationalpark / Kulturlandschaft

Lahemaa-Nationalpark und historische Gutshöfe

Der älteste Nationalpark Estlands bewahrt unberührte Hochmoore, dichte Taigawälder und steinige Halbinseln an der Ostseeküste. Ein befestigter Holzbohlenweg führt durch das geheimnisvolle Viru-Moor mit seinen dunklen Mooraugen und einem Aussichtsturm. Die prachtvoll restaurierten deutsch-baltischen Gutshöfe Palmse und Sagadi vermitteln Einblicke in das Leben des baltischen Adels im 18. Jahrhundert. In urigen Fischerdörfern wie Altja servieren historische Tavernen frischen Fisch direkt am Meer.

Etwa 70 Kilometer östlich entlang der Ostseeküste

Palmse mõis, Haljala vald, Lääne-Virumaa

Inselausflug / Naturerbe

Insel Naissaar im Finnischen Meerbusen

Die weitgehend bewaldete Insel diente über Jahrhunderte als militärischer Festungsvorposten und war während der Sowjetzeit militärisches Sperrgebiet. Besucher erkunden verlassene Seeminenlager, zaristische Kanonenbatterien und eine historische Schmalspurbahn. Unberührte Sandstrände und dichte Blaubeerwälder machen die autofreie Insel zu einem Refugium der Stille. Ausflugsschiffe verkehren von Mai bis September regelmäßig ab dem Wasserflugzeughafen.

Rund 12 Kilometer nördlich vor der Küste, 60 Bootsminuten ab Lennusadam

Naissaar, Viimsi vald

Natursehenswürdigkeit / Wasserfall

Wasserfall Jägala (Jägala juga)

Mit rund acht Metern Höhe und über fünfzig Metern Breite ist der Jägala-Wasserfall der höchste und breiteste natürliche Wasserfall Estlands. Das braungefärbte Flusswasser stürzt über eine steile Kalksteinstufe in ein tiefes Talbett hinab. Im eisigen Winter friert der Wasserfall zu einer monumentalen Wand aus glitzernden Eiszapfen und Eishöhlen zusammen. Ein Spazierweg führt entlang beider Uferseiten zu spektakulären Aussichtsplattformen.

Zirka 30 Kilometer östlich nahe Koogi

Jägala-Joa, Jõelähtme vald

Kulturstadt / Seebad

Historisches Küstenstädtchen Haapsalu

Der traditionsreiche Kurort war im 19. Jahrhundert das bevorzugte Sommerfrischeziel der russischen Zarenfamilie und des Komponisten Tschaikowski. Die mächtige Bischofsburg aus dem 13. Jahrhundert birgt eine mittelalterliche Domkirche mit der Legende der Weißen Dame. Entlang der Uferpromenade laden reich verzierte Holzvillen und ein historischer Kursaal zu geruhsamen Spaziergängen ein. Der alte Bahnhof besticht durch den längsten überdachten Holzbahnsteig Europas.

Etwa 100 Kilometer südwestlich an der Westküste

Lossiplats, Haapsalu

Mit Kindern reisen

Familienangebote in Tallinn

Für Kleinkinder und Eltern mit Kinderwagen bieten die vollkommen ebenen Asphalt- und Kieswege im Schlosspark Kadriorg und entlang der Pirita-Promenade beste Voraussetzungen für entspannte Tage. Schulkinder begeistern sich für das begehbare U-Boot im Seaplane Harbour Lennusadam, die Erkundung der unterirdischen Bastionsgänge und das Besteigen alter Wehrtürme. Jugendliche schätzen die interaktiven Street-Art-Rundgänge im Kreativviertel Telliskivi, Virtual-Reality-Erlebnisse im Fernsehturm und Stand-Up-Paddling am Ostseestrand. Bei sonnigem Sommerwetter laden die flachen Sandstrände von Pirita und die Spielplätze im Kadriorg-Park zu Unternehmungen im Freien ein. Sollte an kalten Tagen herbstlicher Regen aufziehen, bieten das interaktive Seefahrtsmuseum Lennusadam und das Energiemuseum hervorragende wetterfeste Schlechtwetter-Alternativen in geschützten Hallen.

Maritimes Abenteuer

U-Boot-Expedition im Seaplane Harbour (Lennusadam)

Kinder können über eine schmale Luke in das Innere des echten U-Boots Lembit klettern und Torpedoräume und Schlafkojen erkunden. Interaktive Simulatoren ermöglichen das virtuelle Steuern von Wasserflugzeugen und Booten über die Bucht von Tallinn. Die weitläufigen Hangarhallen sind voll klimatisiert, barrierefrei erschlossen und ideal für Kinderwagen geeignet. Ein großer Indoor-Spielplatz in Schiffsform bietet Raum zum Toben bei jedem Wetter.

Begehbares historisches U-Boot und Flugsimulatoren

Vesilennuki 6, Põhja-Tallinn, Tallinn

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Kultur und Geschichte

Zeitreise im Freilichtmuseum Rocca al Mare

In historischen Bauernhäusern können Kinder sehen, wie estnische Bauernfamilien vor zweihundert Jahren ohne Strom lebten und arbeiteten. Handwerker zeigen das Schmieden und Wollespinnen, während auf den Koppeln Schafe und Ziegen grasen. Familien können das weitläufige Waldgelände bequem in einer traditionellen Pferdekutsche erkunden. In der historischen Dorfschule probieren Kinder das Schreiben mit Griffeln auf Schiefertafeln aus.

Reetgedeckte Bauernhöfe und Fahrten mit der Pferdekutsche

Vabaõhumuuseumi tee 12, Haabersti, Tallinn

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Modernes Abenteuer

Aussichtserlebnis auf dem Fernsehturm Tallinn

Der rasante Expressaufzug befördert Familien in knapp fünfzig Sekunden auf die Aussichtsplattform hoch über den Kiefernwäldern. Mutige Kinder können über transparente Glasbodenluken treten und senkrecht in dieTiefe blicken. Interaktive Bildschirme erklären die Geschichte Estlands und die Geografie des Meeres auf spielerische Art. Die Aussichtsetage ist wetterunabhängig überdacht und vollständig schwellenlos zugänglich.

Glasbodenfenster in einhundertsiebzig Metern Höhe

Kloostrimetsa tee 58a, Pirita, Tallinn

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Barrierefrei unterwegs

Barrierefreiheit in Tallinn

Tallinn verbindet historischen Denkmalschutz mit modernen barrierefreien Standards im städtischen Raum. Während das Kopfsteinpflaster und die steilen Treppenwege der mittelalterlichen Altstadt für Rollstuhlnutzer eine Herausforderung darstellen, wurden entlang wichtiger Achsen abgeflachte Steinbänder verlegt. Moderne Stadtbezirke wie das Rotermann-Viertel, Telliskivi und die Uferpromenaden sind vollkommen eben gepflastert und verfügen über abgesenkte Bordsteine. Führende Kultureinrichtungen wie das Kumu Kunstmuseum, das Seefahrtsmuseum Lennusadam und die Niguliste-Kirche sind vorbildlich mit Rampen, Liften und taktilen Elementen erschlossen. Im öffentlichen Nahverkehr setzt die Stadt auf moderne Niederflurstraßenbahnen und Busse mit manuellen Klapprampen für Rollstuhlfahrer.

Kultureinrichtung

Schwellenloser Panoramalift in der Niguliste-Kirche

Ein moderner gläserner Aufzug befördert Rollstuhlnutzer und Gehbehinderte direkt vom Kirchenschiff auf die Aussichtsplattform im Turmhelm. Die Ausstellungsbereiche für mittelalterliche Kunst im Erdgeschoss sind vollkommen stufenlos über Rampen zugänglich. Breite Durchgänge ermöglichen das problemlose Manövrieren mit Elektrorollstühlen vor den Gemälden. Eine behindertengerechte Toilettenanlage ist im Museumsbereich vorhanden.

Gläserner Aufzug durch den Kirchturm zur Aussichtsebene

Niguliste 3, Kesklinn, Tallinn

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Museum

Vollständig barrierefreie Hallen im Seaplane Harbour (Lennusadam)

Die monumentale Museumshalle ist über sanft geneigte Holzstege und geräumige Personenaufzüge vollständig barrierefrei erschlossen. Rollstuhlfahrer können alle Exponate von der oberen Stegebene sowie vom Hallenboden aus uneingeschränkt betrachten. Am Informationsschalter stehen moderne manuelle Rollstühle für Besucher kostenlos zur Ausleihe bereit. Ausgewiesene Behindertenparkplätze befinden sich direkt am stufenlosen Eingangsbereich.

Breite Hängebrücken und Rampen durch die Hangars

Vesilennuki 6, Põhja-Tallinn, Tallinn

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Parkanlage

Ebene Flanierwege im Schlosspark Kadriorg

Die breiten Hauptpromenaden durch den Schlosspark sind vollkommen eben angelegt und frei von unüberwindbaren Stufenhindernissen. Rollstuhlfahrende können den Barockgarten, die Kanäle und den Japanischen Garten über mehrere Kilometer hinweg sicher befahren. Zahlreiche Bänke mit Armlehnen ermöglichen regelmäßige Erholungspausen im Schatten alter Linden. Feste Rampen verbinden die Parkplätze schwellenlos mit den Wegen.

Asphaltierte und feingewalzte Kieswege ohne Stufen

A. Weizenbergi 37, Kesklinn, Tallinn

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Reiseideen

Vorgeschlagene Routen

halber Tag

Vom Domberg zur hanseatischen Unterstadt

Die Tour beginnt auf dem geschichtsträchtigen Domberg Toompea vor der bunten Alexander-Newski-Kathedrale. Nach der Besichtigung der Zwiebelturmkirche spazieren Sie vorbei am Schloss Toompea, dem Sitz des Parlaments, zur alten Domkirche St. Marien. Weiter führt der Weg zur Kohtuotsa Aussichtsplattform, wo Sie den klassischen Panoramablick auf die roten Ziegeldächer und das Meer genießen. Anschließend steigen Sie über die historische Gasse Pikk jalg hinab in die Kaufmannsunterstadt. Vorbei an der Nikolaikirche erreichen Sie den belebten Rathausplatz mit dem gotischen Rathaus aus dem 15. Jahrhundert. Zum Abschluss besichtigen Sie die historische Ratsapotheke von 1422 und probieren aromatische Gewürzmandeln.

halber Tag

Industriedesign und Meeresabenteuer

Dieser Rundgang startet am Hauptbahnhof auf dem modernen Balti Jaama Turg, wo Sie das bunte Markttreiben und Antiquitätenstände erkunden. Anschließend spazieren Sie in das angrenzende Kreativviertel Telliskivi und stöbern in den Designboutiquen und Kunstwerkstätten. Vorbei an farbenfrohen Street-Art-Wandgemälden geht es durch die Holzhaussiedlungen von Kalamaja hinab zur Küste. Hier betreten Sie das maritime Museum Lennusadam und steigen in das historische britische U-Boot Lembit hinab. Weiter spazieren Sie entlang der Holzstege des Noblessner-Hafens und bewundern die moderne Industriearchitektur am Wasser. Der halbe Tag endet mit einer Kaffeepause in einer der ehemaligen Werfthallen mit Blick auf die Segelschiffe.

1 Tag

Die große Kultur-, Barock- und Panoramaroute

Am Vormittag erkunden Sie ausführlich die historische Altstadt und spazieren durch die mittelalterliche St.-Katharinen-Passage mit ihren offenen Handwerkerwerkstätten. Anschließend besteigen Sie die Aussichtsplattform der St.-Olaf-Kirche und blicken über die Dächer der Hansehäuser bis zum Passagierhafen. Zur Mittagszeit stärken Sie sich in einer traditionellen Taverne am Rathausplatz mit einer Schale estnischer Pilzsuppe und Rindfleischeintopf. Am Nachmittag fahren Sie mit der Straßenbahn nach Osten in den weitläufigen Schlosspark Kadriorg. Sie besichtigen das barocke Zarenschloss Peter des Großen und das spektakulär in den Fels gebaute Kumu Kunstmuseum. Vor Sonnenuntergang flanieren Sie über die Pirita-Uferpromenade und genießen den Blick auf die Lichter der Altstadt über der Bucht.

1 Tag

Geheimgänge, Wehrtürme und Seefahrtslegenden

Der Tag beginnt am mächtigen Kanonenturm Kiek in de Kök mit einem Abstieg in die geheimnisvollen unterirdischen Bastionsgänge aus dem 17. Jahrhundert. Nach der Tour durch die historischen Wehrstollen spazieren Sie entlang der Stadtmauer zur dicken Margarethe am Großen Strandtor. Hier besuchen Sie das Seefahrtsmuseum und genießen den Rundumblick vom Dachcafé auf die einlaufenden Ostseefähren. Zur Mittagszeit kehren Sie in das moderne Rotermann-Viertel ein und probieren ein traditionelles Kiluvõileib-Sprottenbrot in einer trendigen Bäckerei. Am Nachmittag fahren Sie mit dem Bus nach Pirita und erkunden die monumentalen gotischen Kalksteinruinen des Birgittenklosters. Anschließend geht es hinauf auf den Fernsehturm Tallinn, wo Sie den Weitblick durch die gläsernen Bodenfenster wagen.

mehrere Tage

Tallinn, Moore und die Gutshöfe Nordestlands

Die ersten beiden Tage verbringen Sie in Tallinn mit der Erkundung des Dombergs, der Museen im Schloss Kadriorg und der Kreativviertel Telliskivi und Noblessner. Am dritten Tag unternehmen Sie einen Ganztagesausflug in den Lahemaa-Nationalpark und wandern auf Holzbohlenwegen durch das Viru-Moor sowie zu den barocken Gutshöfen Palmse und Sagadi. Der vierte Tag führt Sie zum tosenden Jägala-Wasserfall und zu einer Fährüberfahrt auf die geschichtsträchtige Insel Naissaar mit ihren unberührten Sandstränden. Am fünften Tag besuchen Sie das Freilichtmuseum Rocca al Mare am Meeresufer und erleben das bäuerliche Leben des alten Estlands. Den sechsten Tag nutzen Sie für eine Tagestour in die historische Kurstadt Haapsalu mit ihrer Bischofsburg und der Tschaikowski-Promenade. Zum Abschluss genießen Sie ein festliches estnisches Abendessen mit Verivorst, geschmortem Mulgikapsad und hausgemachtem Beerenlikör in einem historischen Kellergewölbe.