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Georgien · Tiflis

Tiflis

Tiflis begeistert im Kaukasustal an der Kura mit der historischen Altstadt Kala, dampfenden Schwefelbädern in Abanotubani und der Festung Narikala.

Willkommen in

Über Tiflis

In der tief eingeschnittenen Felsschlucht des Flusses Kura (Mtkwari) breitet sich Tiflis eingerahmt von den Gebirgszügen des Trialeti und des Mtatsminda aus. Die georgische Hauptstadt verdankt ihre Gründung im 5. Jahrhundert warmen Schwefelquellen, die bis heute dampfend aus dem Schiefergestein treten. Filigran geschnitzte Holzbalkone in warmen Türkis- und Pastelltönen, mittelalterliche Kuppelkirchen und avantgardistische Glasarchitektur prägen das unverwechselbare Stadtbild. Ein gemäßigtes Kontinentalklima schenkt der Stadt lange, sonnenreiche Sommerabende und milde Wintermonate, in denen die fernen Kaukasusgipfel schneebedeckt leuchten. Das historische Stadtzentrum Kala klammert sich malerisch an die steilen Felshänge unterhalb der alten Wehrmauern der Festung Narikala. Enge Kopfsteinpflastergassen führen vorbei an backsteinernen Bürgerhäusern mit offenen Innenhöfen, den sogenannten Tifliser Höfen, in denen Weinreben Schatten spenden. Unmittelbar am Flussufer erheben sich die markanten Ziegelkuppeln der historischen Schwefelbäder im Viertel Abanotubani, aus denen dichter Dampf aufsteigt. Nur wenige Schritte weiter überspannt die futuristische Friedensbrücke aus Glas und Stahl den Fluss und verbindet die Altstadt mit dem modernen Rike-Park. Nach Norden hin öffnet sich der breite Rustaweli-Boulevard mit monumentalen Palastbauten des 19. Jahrhunderts und Theatern im europäischen Stil. Als Wiege des Weinbaus und kultureller Schnittpunkt zwischen Europa und Asien vereint Tiflis jahrtausendealte kaukasische Traditionen mit lebendiger Kreativität. Die monumentale Dreifaltigkeitskathedrale Sameba thront auf dem Elia-Hügel und spiegelt die tiefe Verwurzelung des georgisch-orthodoxen Glaubens wider. In den Galerien und Weinbars der Altstadt wird die traditionelle Supra-Tafelkultur zelebriert, bei der der Tischmeister Tamada geistreiche Trinksprüche ausbringt. Der verlockende Duft von ofenfrischem Khachapuri-Käsebrot, würzigen Korianderkräutern und gedämpften Khinkali-Teigtaschen erfüllt die Straßen zu jeder Stunde. Bei Sonnenuntergang leuchten die Festungsmauern und Kirchtürme im goldenen Scheinwerferlicht über der tiefen Flussschlucht. Nach Westen hin steigt der Hausberg Mtatsminda steil an, der über eine historische Standseilbahn erschlossen ist und spektakuläre Panoramablicke auf das Talbecken freigibt. Moderne Seilbahnen schweben über die Dächer der Altstadt und verbinden Flussufer mit Aussichtspunkten. Die Stadt hat sich in den vergangenen Jahren zu einem dynamischen Zentrum für Design, Musik und Kunst im Südkaukasus entwickelt. Tiflis bleibt eine zutiefst romantische und lebensfrohe Metropole, deren Zauber in der warmherzigen Gastfreundschaft ihrer Bewohner und der sichtbaren Patina vergangener Jahrhunderte liegt.

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Kultur- und GeschichtsinteressierteWein- und KulinarikliebhaberArchitektur- und Fotografiebegeisterte
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Das Lebensgefühl von Tiflis

Stadtgefühl

So fühlt sich Tiflis an

Tiflis verzaubert Besucher mit einer fast berauschenden Mischung aus uralter Kaukasusromantik, ungekünstelter Herzlichkeit und vibrierendem jugendlichem Aufbruch. In den engen Gassen der Altstadt hallt das fröhliche Rufen der Nachbarn über die offenen Holzbalkone, während aus den Bäckereien der unverwechselbare Duft von geschmolzenem Käse und heißem Brot zieht. An den Tischen der Weinstuben sitzen Einheimische und Fremde beieinander, vereint durch geistreiche Trinksprüche und den vollmundigen Geschmack bernsteinfarbener Qvevri-Weine. Die Georgier begegnen Gästen mit einer sprichwörtlichen Wärme, die jeden Reisenden als Geschenk des Himmels willkommen heißt. Überall im Stadtbild reiben sich die verwitterten Sandsteinfassaden vergangener Epochen an kühnen Glasbrücken und Street-Art-Wandbildern. Die Kura rauscht tief unten in ihrer Schlucht, während der Schwefeldampf der Bäder den kühlen Abendhimmel sanft einhüllt. Nach Sonnenuntergang verwandeln sich die beleuchteten Hänge unterhalb der Festung Narikala in ein funkelndes Lichtermeer, das bis spät in die Nacht von Gesang und Lachen erfüllt wird. Tiflis präsentiert sich als unvergessliche Seelenstadt des Kaukasus, die ihre Geschichte mit Stolz, Poesie und unbändiger Lebenslust feiert.

Geschichte & Kultur

Zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Der Legende nach wurde Tiflis im 5. Jahrhundert von König Wachtang I. Gorgassali gegründet, dessen Jagdfalke bei der Verfolgung eines Fasans in eine heiße Schwefelquelle stürzte; fasziniert von den Heilquellen, befahl der König die Erbauung einer Stadt namens Tbili (warm). Im 6. Jahrhundert verlegte sein Sohn Datschi die Hauptstadt von Mzcheta hierher, wodurch Tiflis zum strategischen Knotenpunkt an den kaukasischen Handelsrouten aufstieg. Über Jahrhunderte widerstand die Stadt Belagerungen durch Araber, Seldschuken, Mongolen und Perser, die das Stadtbild mehrfach zerstörten. Unter König David dem Erbauer und Königin Tamar erlebte Georgien im 12. und 13. Jahrhundert ein goldenes Zeitalter der Kultur, Literatur und Wissenschaft. Eine tragische Zäsur markierte das Jahr 1795, als die persischen Truppen von Aga Mohammed Khan die Stadt fast vollständig niederbrannten, was 1801 zum Anschluss an das Russische Kaiserreich führte. Im 19. Jahrhundert wandelte sich Tiflis zu einer glanzvollen europäischen Kulturmetropole mit Theatern, Jugendstilbauten und Universitäten. Am 26. Mai 1918 wurde hier die Demokratische Republik Georgien ausgerufen, bevor 1921 die sowjetische Epoche begann. Mit der Wiedererlangung der Unabhängigkeit 1991 und der friedlichen Rosenrevolution von 2003 leitete das Land eine demokratische Erneuerung ein. Kulturell ist Tiflis berühmt für die polyphone georgische Chormusik, das Schota-Rustaweli-Nationalepos Der Recke im Tigerfell und die uralte Weintradition in Tonkrügen, die zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Highlights auf einen Blick

Festung / Aussichtspunkt

Festung Narikala

Die im 4. Jahrhundert gegründete persische Wehranlage Schuris-Ziche thront spektakulär auf einem schmalen Felsgrat hoch über der Altstadt. Besucher erreichen die Festung entweder über historische Treppenpfade oder mit der modernen Seilbahn vom Rike-Park aus. Von den zinnenbewehrten Steinmauern und der wiederaufgebauten Nikolauskirche eröffnet sich ein unverstellter Panoramablick auf die Schlucht der Kura.

Narikala Hill, Altstadt, Tiflis

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Thermalbad / Historisches Viertel

Bäderviertel Abanotubani

Das historische Viertel am Ausgang der Legwtachewi-Schlucht zeichnet sich durch seine charakteristischen halbkugelförmigen Ziegelkuppeln aus. Darunter verbergen sich traditionelle Badehäuser, die von natürlichen, bis zu vierzig Grad heißen Schwefelquellen gespeist werden. Prunkstück ist das Orbeliani-Bad mit seiner blauen Mosaikfassade im Stil persischer Medresen, in dem schon Alexander Puschkin badete.

Abano ko'chasi, Altstadt, Tiflis

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Sakralbau

Dreifaltigkeitskathedrale (Sameba-Kathedrale)

Die zwischen 1995 und 2004 errichtete Hauptkathedrale der Georgischen Orthodoxen Kirche erhebt sich weithin sichtbar auf dem Hügel von Awlabari. Mit ihrer über achtzig Meter hohen, vergoldeten Zentralkuppel gehört sie zu den größten orthodoxen Sakralbauten weltweit. Der weite Innenraum birgt meisterhafte Fresken, Mosaike und eine wertvolle Ikonensammlung auf weißem Naturstein.

Elia Hill, Awlabari, Tiflis

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Sakralbau / Nationalheiligtum

Sioni-Kathedrale

Das historische Gotteshaus am Ufer der Kura stammt im Kern aus dem 6. und 7. Jahrhundert und war über Jahrhunderte der geistige Mittelpunkt der Stadt. Im kühlen, kerzenerleuchteten Kirchenschiff wird das Weinrebenkreuz der Heiligen Nino aufbewahrt, der Schutzpatronin Georgiens. Kunstvolle Fresken des russischen Malers Grigori Gagarin schmücken die Steinwände des Hauptschiffs.

Sionis kucha 3, Altstadt, Tiflis

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Moderne Architektur / Brücke

Friedensbrücke (Mschwidobis Chidi)

Die 2010 eröffnete Fußgängerbrücke des italienischen Architekten Michele De Lucchi überspannt die Kura mit einer geschwungenen Dachkonstruktion aus Glas und Stahl. Tausende programmierbare LED-Leuchten illuminieren das Bauwerk bei Nacht in den Nationalfarben Georgiens. Die Brücke verbindet die historischen Gassen der Altstadt mit den Grünflächen des Rike-Parks.

Kura-Ufer, Altstadt, Tiflis

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Denkmal / Landmarke

Mutter Georgiens (Kartlis Deda)

Die zwanzig Meter hohe Aluminiumstatue ragt auf dem Kamm des Sololaki-Hügels weithin sichtbar über der Stadt auf. In der linken Hand hält die Monumentalfigur eine Schale Wein zur Begrüßung von Freunden, in der rechten ein Schwert zur Abwehr von Feinden. Der Panoramaweg entlang des Bergrückens zu ihren Füßen bietet Ausblicke auf Altstadt und Botanischen Garten.

Sololaki Hill, Tiflis

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Sakralbau / Denkmal

Metechi-Kirche und Wachtang-Gorgassali-Statue

Die kreuzförmige Kuppelkirche aus dem 13. Jahrhundert thront spektakulär auf einer steilen Felsklippe direkt über dem Flussbett der Kura. Direkt daneben erhebt sich das bronzene Reiterstandbild des Stadtgründers König Wachtang I. Gorgassali mit Blick auf die Altstadt. Der Felsbalkon vor der Kirche bietet eines der berühmtesten Fotomotive der georgischen Hauptstadt.

Metechi-Klippe, Awlabari, Tiflis

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Prachtstraße / Flaniermeile

Rustaweli-Boulevard (Schota-Rustaweli-Avenue)

Die Prachtstraße erstreckt sich über anderthalb Kilometer vom Freiheitsplatz bis zum Rustaweli-Platz und bildet die Hauptschlagader der Stadt. Monumentale Bauten wie das georgische Parlamentsgebäude, die Oper und das Rustaweli-Theater säumen die von Platanen beschattete Trasse. Cafés, Buchhandlungen und Modegeschäfte sorgen für ein lebendiges großstädtisches Treiben.

Schota-Rustaweli-Avenue, Tiflis

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Historischer Platz / Denkmal

Freiheitsplatz (Tawisuplebis Moedani)

Der zentrale Platz am westlichen Ende der Altstadt wird von einer vierzig Meter hohen Granitsäule mit einer vergoldeten Statue des Heiligen Georg dominiert. Monumentale klassizistische Bauten wie das Rathaus von Tiflis und Luxushotels fassen den großen Kreisverkehr ein. Der Platz war historischer Schauplatz politischer Demonstrationen und der Rosenrevolution von 2003.

Tawisuplebis Moedani, Tiflis

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Bergbahn / Aussichtspunkt

Standseilbahn und Berg Mtatsminda

Die historische Standseilbahn Funicular überwindet seit 1905 fast dreihundert Höhenmeter auf den Gipfel des heiligen Berges Mtatsminda. Auf halber Höhe hält die Bahn am Pantheon bedeutender georgischer Schriftsteller und Staatsmänner rund um die Kirche St. David. Das Gipfelplateau beherbergt einen traditionsreichen Vergnügungspark und Aussichtsrestaurants mit Blick auf die Stadt.

Tschonkadse-Straße, Mtatsminda, Tiflis

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Sakralbau / Frühchristliche Kunst

Antschischati-Basilika

Die dreischiffige Basilika aus gelbem Tuffstein stammt aus dem 6. Jahrhundert und gilt als das älteste erhaltene Kirchengebäude von Tiflis. Ihr schlichter, unversehrter Baukörper bewahrt die archaische Formensprache der frühchristlichen georgischen Baukunst. Das Innere birgt wertvolle Ikonen und verblasste Wandmalereien aus dem 17. Jahrhundert.

Schawteli-Straße 20, Altstadt, Tiflis

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Kulturstätte / Kuriose Architektur

Rezo Gabriadze Uhrturm und Marionettentheater

Der märchenhaft windschiefe Uhrturm wurde vom Künstler Rezo Gabriadze aus Fragmenten alter Gebäude und Keramikfliesen errichtet. Zu jeder vollen Stunde öffnet sich ein kleines Fenster, aus dem ein geschnitzter Engel heraustritt und mit einem Hämmerchen die Glocke schlägt. Zweimal täglich zeigt ein mechanisches Puppenspiel den Kreislauf des menschlichen Lebens.

Schawteli-Straße 13, Altstadt, Tiflis

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Nationalmuseum

Nationalmuseum Georgiens (Simon-Dschanaschia-Museum)

Das Museum am Rustaweli-Boulevard beherbergt die berühmte Archäologische Schatzkammer mit prachtvollen Goldschmuckstücken aus dem antiken Kolchis. Zu den Höhepunkten zählen filigrane Diademe und Tierfiguren aus dem 5. Jahrhundert vor Christus. Im Obergeschoss dokumentiert das Museum der sowjetischen Okkupation die neuere Geschichte des Landes.

Schota-Rustaweli-Avenue 3, Tiflis

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Botanischer Garten / Naturpark

Nationaler Botanischer Garten von Georgien

Der über einhundertsiebzig Hektar große Garten erstreckt sich in der tiefen Tsawkisistskali-Schlucht direkt hinter der Festung Narikala. Schattige Spazierwege führen vorbei an über viertausend Pflanzenarten, historischen Bogenbrücken und einem natürlichen Wasserfall mitten im Fels. Alte Zypressen und Zedern spenden an heißen Tagen tiefen Schatten.

Botanitscheskaja-Straße 1, Tiflis

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Natursehenswürdigkeit / Schlucht

Legwtachewi-Schlucht und Wasserfall

Die wildromantische Felsschlucht beginnt unmittelbar hinter den Ziegelkuppeln der Schwefelbäder und schneidet sich tief in den Schieferfels. Ein befestigter Holzsteg führt entlang des rauschenden Gebirgsbachs zu einem über zwanzig Meter hohen natürlichen Wasserfall. Die senkrechten Felswände werden von historischen Holzbalkonen der Altstadthäuser überragt.

Abanotubani, Altstadt, Tiflis

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Flohmarkt / Kunstmarkt

Trockene Brücke Flohmarkt (Mschrali Chidi)

Der traditionsreiche Freiluftmarkt erstreckt sich über die Uferpromenade und die historische Brücke über einen Seitenarm der Kura. Händler breiten auf Decken sowjetische Medaillen, alte Kameras, handgeschmiedete Dolche, antiquarische Bücher und Schmuck aus. Gleich daneben stellen lokale Maler ihre Ölgemälde mit Tifliser Stadtmotiven unter freiem Himmel aus.

Mschrali Chidi, Tiflis

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Stadtpark / Uferbereich

Rike-Park

Die modern angelegte Grünanlage am linken Ufer der Kura besticht durch gewungene Wege, moderne Skulpturen und ein riesiges begehbares Schachspiel. Im Park befindet sich die Talstation der Seilbahn hinauf zur Festung Narikala. Am Abend versammeln sich Besucher vor dem großen Springbrunnen, dessen Wasserfontänen zu klassischer Musik tanzen.

Rike Park, Awlabari, Tiflis

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Kunstmuseum

Georgische Nationalgalerie (Blaues Museum)

Das Kunstmuseum am Rustaweli-Boulevard residiert in einem repräsentativen Palastbau des 19. Jahrhunderts mit hellblauer Fassade. Die ständige Ausstellung zeigt die berühmten Meisterwerke des georgischen naiven Malers Niko Pirosmani mit Darstellungen einfacher Bauern und Festgelage. Wechselnde Sonderausstellungen präsentieren zeitgenössische kaukasische Kunst.

Schota-Rustaweli-Avenue 11, Tiflis

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Traditioneller Markt

Dezerter-Basar (Dezertirebi Basari)

Der riesige Marktkomplex am Hauptbahnhof bietet ein unverfälschtes sensorisches Erlebnis mit Bergen von Obst, Gemüse und Gewürzen. Frauen verkaufen handgemachte Tschurtschela-Traubensaftkerzen, getrocknete Früchte und Fäden von traditionellem Sulguni-Käse. Die lebendige Atmosphäre vermittelt die ungefilterte landwirtschaftliche Fülle der Region.

Tsinamgwrischwili-Straße, Tiflis

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Sakralbau / Ökumenische Stätte

Dschuma-Moschee von Tiflis

Das historische Backsteingotteshaus liegt am Fuße der Festung Narikala und zeichnet sich durch ein achteckiges Minarett aus. Die Moschee ist berühmt als einer der wenigen Orte weltweit, an dem schiitische und sunnitische Muslime friedlich unter einem gemeinsamen Dach beten. Der Innenraum besticht durch feine blaue Fliesenornamente und Gebetsteppiche.

Botanitscheskaja-Straße 32, Altstadt, Tiflis

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Opernhaus / Kultur

Tifliser Opern- und Balletttheater

Das 1896 eröffnete Nationaltheater am Rustaweli-Boulevard besticht durch seinen exotischen maurischen Baustil mit Hufeisenbögen und bunten Kacheln. Der prunkvolle Zuschauerraum mit vergoldeten Rängen bietet eine herausragende Akustik für georgische Opern und klassisches Ballett. Es dient als Heimat des renommierten Georgischen Staatsballetts unter Nina Ananiaschwili.

Schota-Rustaweli-Avenue 25, Tiflis

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Freilichtmuseum

Freilichtmuseum für Ethnographie

Das Museum erstreckt sich an den bewaldeten Hängen oberhalb des Schildkrötensees und versammelt über siebzig historische Bauernhäuser aus allen Regionen Georgiens. Besucher erkunden traditionelle Steintürme aus Swanetien, geschnitzte Holzhäuser aus Mingrelien und Weinkeller (Marani) mit vergrabenen Tonkrügen. Handwerker demonstrieren traditionelle Web- und Schmiedekunst.

Kus-Tba-Straße, Vake, Tiflis

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Sakralbau / Aussichtspunkt

Betlemi-Kirche und Viertel Sololaki

Über steile Steintreppen, die sogenannten Betlemi-Treppen, erreichen Wanderer die historische Kirche an den Hängen unterhalb der Mutter Georgiens. Das umliegende Viertel Sololaki verzaubert durch Jugendstilvillen des 19. Jahrhunderts mit bemalten Treppenhäusern und schmiedeeisernen Toren. Von den Kirchterrassen bietet sich ein intimer Blick auf die Dächer der Altstadt.

Betlemi-Straße, Sololaki, Tiflis

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See / Naherholungsgebiet

Schildkrötensee (Kus Tba)

Der kleine Gebirgssee liegt auf rund siebenhundert Metern Höhe auf einem bewaldeten Hochplateau über dem Stadtteil Vake. Eine nostalgische Seilbahn befördert Besucher in wenigen Minuten vom Vake-Park hinauf an das kühle Seeufer. Im Sommer mieten Einheimische Tretboote oder nutzen den asphaltierten Rundweg für schattige Spaziergänge.

Kus Tba, Vake, Tiflis

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Stadtpark

Vake-Park

Die größte Parkanlage der Neustadt wurde in den 1940er-Jahren als monumentaler Landschaftspark mit einer breiten Freitreppe angelegt. Tausende alte Nadel- und Laubbäume spenden Schatten über weitläufigen Spazierwegen und Springbrunnenkaskaden. Am oberen Ende der Treppenanlage erinnert das Monument des Ruhmes an die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs.

Ilia-Tschawtschawadse-Avenue, Vake, Tiflis

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Kulinarische Besonderheiten in Tiflis

Die georgische Küche in Tiflis gilt als eine der raffiniertesten und geschmackvollsten Gastronomietraditionen der Welt, geprägt von frischen Kräutern, Walnüssen, Knoblauch und Käse. Als Nationalsymbol gilt Khachapuri, insbesondere das adscharische Khachapuri Acharuli, ein schiffförmiges Hefegebäck, das mit geschmolzenem Sulguni-Käse gefüllt und ofenfrisch mit einem rohen Eigelb und einem Stück Butter serviert wird. Ebenso berühmt sind Khinkali, kunstvoll gefaltete Teigtaschen mit saftiger Füllung aus gewürztem Rind- und Schweinehack mit Koriander, die heiß mit den Fingern gegessen werden, indem man zuerst die würzige Brühe ausschlürft. Als Vorspeise dominieren Badrijani Nigvzit, gebratene Auberginenröllchen mit einer feingemahlenen Paste aus Walnüssen, Knoblauch und Granatapfelkernen. Fleischliebhaber schätzen Mtsvadi, saftig über getrocknetem Rebholz gegrillte Fleischspieße, die mit saurer Tkemali-Pflaumensauce serviert werden. Begleitet werden die Mahlzeiten von traditionell in irdenen Amphoren (Qvevri) ausgebautem georgischem Wein, der seit über achttausend Jahren kultiviert wird.

Wissenswertes für Ihre Reise

Anreise

Die wichtigste Fernstraßenverbindung nach Tiflis bildet die vierspurig ausgebaute Autobahn S1, die die Hauptstadt nach Westen mit Kutaissi, Batumi und dem Schwarzen Meer verbindet. Moderne klimatisierte Fernzüge der Georgian Railway verkehren mehrmals täglich vom Hauptbahnhof Tbilisi Central Station an die Schwarzmeerküste. Internationale Fernbusse und Minibusse (Marschrutkas) verbinden die Busbahnhöfe Ortatschala und Didube verlässlich mit Jerewan, Baku, Wladikawkas und Trabzon. Für die letzte Etappe ins Stadtzentrum bietet die Metro Tiflis einen direkten Anschluss von den Bahngleisen. Der internationale Flughafen Tbilisi International Airport, erfasst unter dem IATA-Code TBS, liegt rund siebzehn Kilometer südöstlich der Stadt und ist über Züge, Busse und Taxis in knapp fünfundzwanzig Fahrminuten direkt angebunden.

Unterwegs vor Ort

Das historische Zentrum von Tiflis lässt sich dank der kurzen Entfernungen und verkehrsberuhigten Altstadtgassen hervorragend zu Fuß erkunden. Das Rückgrat des Nahverkehrs bilden zwei Metrolinien, moderne blaue Niederflurbusse und die Seilbahnen der städtischen Verkehrsgesellschaft TTC. Alle Fahrten mit U-Bahnen, Bussen und Seilbahnen können bargeldlos über die wiederaufladbare Metromani-Karte oder kontaktlos mit Bankkarten bezahlt werden. Taxis stehen an zahlreichen Plätzen bereit oder lassen sich per Smartphone-App zu sehr preiswerten Festtarifen buchen. Das Mitführen von Hunden in der Metro ist nur in geschlossenen Transportbehältern gestattet, in Stadtbussen ist die Mitnahme an der kurzen Leine erlaubt. Mit einem Kinderwagen sind die Promenaden am Fluss und der Rustaweli-Boulevard optimal befahrbar, während das unebene Kopfsteinpflaster der Altstadt etwas Aufmerksamkeit verlangt.

Beste Reisezeit

Die schönste Reisezeit für Tiflis erstreckt sich von Mai bis Juni sowie von September bis Oktober. Im Frühling erblühen die Hänge des Kaukasus und die Parks der Stadt bei angenehmen Tagestemperaturen um 22 bis 25 Grad. Der Herbst gilt als die stimmungsvollste Jahreszeit, da im September und Oktober die Weinlese Rtveli gefeiert wird und die Märkte voller frischer Trauben, Feigen und Granatäpfel sind. In den Hochsommermonaten Juli und August kann das Thermometer im engen Flusstal häufiger die 35-Grad-Marke übersteigen, weshalb die Mittagsstunden am besten in schattigen Innenhöfen verbracht werden. Die Wintermonate von Dezember bis Februar sind mild mit seltenen Schneefällen und bieten ideale Bedingungen für Besuche der heißen Schwefelbäder.

Orientierung vor Ort

Bereiche und Stadtteile

Tiflis erstreckt sich entlang der Kura-Schlucht und wird durch den Fluss in eine westliche und eine östliche Stadthälfte gegliedert. Die historische Altstadt Kala schmiegt sich an die Klippen am rechten Ufer unterhalb der Festung Narikala. Nach Norden schließt der elegante Rustaweli-Boulevard mit der Neustadt an, die in das Universitätsviertel Vake übergeht. Am linken Ufer erheben sich die traditionsreichen Viertel Awlabari und Tschugureti mit der monumentalen Sameba-Kathedrale.

Altstadt

Kala (Altstadt)

Das historische Kerngebiet am rechten Flussufer konzentriert die Schwefelbäder, geschnitzte Holzbalkone und uralte Kirchen. Enge Kopfsteingassen und begrünte Innenhöfe prägen das malerische Ambiente. Hier schlägt das touristische und historische Herz der Hauptstadt.

Kala, Altstadt, Tiflis

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Zentrum

Rustaweli und Mtatsminda

Der Prachtbezirk entlang des Schota-Rustaweli-Boulevards beherbergt das Parlament, die Oper, Museen und Theater. Herrschaftliche Fassaden des 19. Jahrhunderts und Platanenalleen prägen das Straßenbild. Hier konzentriert sich das kulturelle und administrative Leben des Landes.

Schota-Rustaweli-Avenue, Tiflis

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Stadtteil

Awlabari

Das traditionsreiche Viertel auf den Hügeln am linken Ufer wird von der monumentalen Sameba-Kathedrale beherrscht. Historisch armenisch geprägt, finden sich hier kleine Tavernen und steile Pflastergassen. Von den Felsklippen öffnen sich weite Blicke auf die Altstadt.

Awlabari, Tiflis

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Wohnviertel

Vake

Das gehobene Wohn- und Diplomatenviertel erstreckt sich westlich des Zentrums entlang breiter Boulevards. Parks, Universitätsfakultäten, moderne Boutiquen und Straßencafés prägen das Quartier. Der Stadtteil gilt als bürgerliches und akademisches Zentrum.

Ilia-Tschawtschawadse-Avenue, Vake, Tiflis

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Uferbereich

Kura Uferzone

Die befestigte Flusszone begleitet das mäandernde Wasser durch die gesamte Stadt und verbindet historische Brücken mit Parks. Steile Felswände wechseln sich mit Promenaden und modernen Glasbauten ab. Bootstouren starten von hier zu Rundfahrten durch die Schlucht.

Kura-Ufer, Tiflis

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Draußen unterwegs

Natur und Outdoor

Botanischer Garten / Schlucht

Nationaler Botanischer Garten von Georgien

Das über einhundert Hektar große Schutzgebiet erstreckt sich in einer dramatischen Schlucht direkt hinter der Festung Narikala. Wanderwege führen vorbei an Zypressenalleen, japanischen Gärten und einem tosenden Wasserfall mitten im Fels. Familien schätzen die kühle Bergluft und die schattigen Holzbrücken über dem Fluss. Angeleinte Hunde dürfen auf allen Wegen mitgeführt werden und finden reichlich Abkühlung am Gebirgsbach.

Tiefe Felsschlucht mit Wasserfall und Kaukasusflora

Botanitscheskaja-Straße 1, Tiflis

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Bergwald / Landschaftspark

Mtatsminda Naturpark

Die weitläufige Parkanlage auf dem Gipfel des Hausbergs bietet dichten Kiefernwald und weite Spazierpromenaden auf über siebenhundert Metern Höhe. Von den Geländern der Aussichtsterrassen eröffnet sich ein atemberaubender Blick auf das gesamte Häusermeer von Tiflis. Kinder können den Freizeitpark mit Riesenrad erkunden, während Eltern auf Ruhebänken entspannen. Hunde finden auf den Waldwegen idealen Auslauf abseits der Straßen.

Bewaldetes Hochplateau mit Panoramablick

Mtatsminda Plateau, Tiflis

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Aktiv reisen

Sport und Bewegung

Sportbegeisterte finden in Tiflis durch die Lage in der Flussschlucht und die flankierenden Gebirgszüge hervorragende Bedingungen für Bergsport, Laufsport und Mannschaftssportarten. Die Boris-Paitschadse-Dinamo-Arena bildet die monumentale Hauptspielstätte des traditionsreichen Fußballvereins Dinamo Tiflis und der georgischen Rugby-Nationalmannschaft. Für Schwimmer steht im Olympic Swimming Pool ein modernes wettkampftaugliches 50-Meter-Hallenbecken mit ganzjährigem Trainingsbetrieb bereit. Entlang der Höhenwege des Berges Mtatsminda und rund um den Schildkrötensee trainieren Läufer und Mountainbiker auf schottrigen Naturpfaden mit anspruchsvollen Höhenprofilen. Auf den ruhigen Abschnitten des Tifliser Meeres im Osten trainieren Ruderer und Segler auf weiten Wasserflächen. Wintersport mit Skiliften existiert im Stadtgebiet nicht; Skifahrer erreichen das moderne Skigebiet Gudauri im Großen Kaukasus jedoch in rund zwei Stunden Fahrzeit.

Bergsport / Laufsport

Trailrunning und Wandern am Mtatsminda-Kamm

Befestigte Bergpfade führen von der Altstadt über steile Serpentinen durch schattige Eichen- und Kiefernwälder hinauf zum Gipfelplateau. Sportler nutzen die steilen Anstiege für anspruchsvolle Konditionseinheiten mit kontinuierlichem Blick auf die Stadt. Angeleinte Hunde können auf allen Waldwegen mitgeführt werden und finden ausreichend Auslauf im Schatten. Für geländegängige Kinderwagen ist die befestigte Fahrstraße auf dem Plateau gut befahrbar.

Steile Naturpfade mit Panoramablick über das Flusstal

Mtatsminda Plateau, Tiflis

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Wassersport

Schwimmen im Olympic Swimming Pool Tiflis

Die hochmoderne Sportanlage verfügt über ein normiertes Zehn-Bahnen-Becken mit optimaler Wassertemperatur für Leistungsschwimmer. Zertifizierte Rettungsschwimmer überwachen den Schwimmbetrieb während der täglichen öffentlichen Öffnungszeiten. Für Kinder und Anfänger steht ein flacheres Lehrschwimmbecken für Schwimmunterricht zur Verfügung. Das Mitbringen von Haustieren ist im gesamten Innenbereich der Schwimmsportanlage untersagt.

Olympisches 50-Meter-Wettkampfbecken

Universiteti kucha 6, Vake-Saburtalo, Tiflis

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Laufsport / Wassersport

Laufsport und Tretbootfahren am Schildkrötensee (Kus Tba)

Der rund ein Kilometer lange befestigte Uferweg umrundet den Bergsee vollkommen eben im Schatten alter Bäume. Läufer und Spaziergänger schätzen die saubere Bergluft und die kühle Brise abseits der sommerlichen Talhitze. Hunde dürfen an der Leine auf allen Wegen mitgeführt werden und finden an flachen Uferstellen Zugang zum Wasser. Für Eltern mit Kinderwagen bietet der ebene Schotterbelag beste Spazierbedingungen.

Flacher Rundweg um den Gebirgssee auf 700 Metern Höhe

Kus Tba, Vake, Tiflis

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Ballsport / Rugby

Rugby und Fußball in der Dinamo Arena

Das traditionsreiche Stadion fasst über fünfzigtausend Zuschauer und bildet das Herz der georgischen Sportbegeisterung bei Länderspielen. Familien schätzen die sicheren überdachten Tribünenbereiche mit hervorragender Sicht auf das Spielfeld. Das Verfolgen eines Länderspiels der georgischen Rugby-Nationalmannschaft Lelos bietet ein mitreißendes Kulturerlebnis. Haustiere dürfen aus Sicherheitsgründen nicht mit in die Arena genommen werden.

Nationale Arena für Weltklasse-Rugbyspiele

Akaki-Tsereteli-Avenue 2, Didube, Tiflis

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Bummeln & entdecken

Shopping

Flohmarkt / Kunsthandwerk

Trockene Brücke Kunst- und Antiquitätenmarkt

Entlang des Parks bieten Händler handgemachten Schmuck aus Emaille nach traditioneller Cloisonné-Technik an. Sammler stöbern zwischen historischen Teppichen, Weinschläuchen aus Ziegenleder und kunstvoll verzierten Trinkhörnern. Die Wege sind eben angelegt und lassen sich gut mit Kinderwagen passieren. Angeleinte Hunde können ihre Halter beim Bummel über den Freiluftmarkt problemlos begleiten.

Malerarbeiten, sowjetische Kameras, Kaukasusschmuck und Dolche

Mschrali Chidi, Tiflis

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Traditioneller Markt

Dezerter-Basar Frischehallen

In den weitläufigen Markthallen verkaufen Bäuerinnen frischen Walnusssirup, georgischen Safran und handgemachte Gewürzpasten. Händler bieten Kostproben von traditionellem Käse und frisch gebranntem Tresterschnaps Chacha an. Wegen des lebhaften Trubels zwischen den Kisten empfiehlt sich ein Besuch mit Kindern am Vormittag. Das Mitführen von Hunden ist in den überdachten Lebensmittelbereichen nicht gestattet.

Tschurtschela, georgischer Wein, Sulguni-Käse und Gewürze

Tsinamgwrischwili-Straße, Tiflis

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Ausflüge

Tagesausflüge ab Tiflis

UNESCO-Weltkulturerbe / Sakralbau

Alte Hauptstadt Mzcheta und Kloster Dschwari

Mzcheta war die antike Hauptstadt des iberischen Reiches und gilt als Wiege des georgischen Christentums seit dem Jahr 337. Die monumentale Swetizchoweli-Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert birgt der Legende nach das ungenähte Gewand Christi. Hoch über dem Zusammenfluss der beiden Flüsse thront das frühchristliche Kreuzkloster Dschwari mit fantastischem Weitblick. Minibusse und Taxis verbinden Tiflis in knapp dreißig Fahrminuten mit dem Weltkulturerbe.

Etwa 25 Kilometer nordwestlich am Zusammenfluss von Kura und Aragwi

Swetizchoweli-Kathedrale, Mzcheta

Felsenkloster / Halbwüste

Höhlenkloster Dawit Garedscha

Der im 6. Jahrhundert gegründete Klosterkomplex umfasst hunderte in die steilen Felswände gehauene Mönchszellen, Kapellen und Speisesäle. Die verlassenen Höhlenkirchen bergen einzigartige mittelalterliche Wandmalereien von seltener Leuchtkraft. Wanderpfade führen entlang des Bergkamms durch eine karge, weite Steppen- und Halbwüstenlandschaft. Ein Besuch verlangt festes Schuhwerk und wird am besten mit einem geländegängigen Fahrzeug unternommen.

Rund 75 Kilometer südöstlich in den Bergen an der Grenze zu Aserbaidschan

Dawit Garedscha, Kachetien

Weinregion / Historische Stadt

Weinregion Kachetien und Festungsstadt Sighnaghi

Die Festungsstadt Sighnaghi thront auf einem Hügel über dem fruchtbaren Alazani-Tal mit weitem Blick auf die schneebedeckten Gipfel des Großen Kaukasus. Eine gut erhaltene Wehrmauer aus dem 18. Jahrhundert mit dreiundzwanzig Türmen umschließt den malerischen Ort mit seinen roten Ziegeldächern. Zahlreiche Traditionsweingüter laden zu Verkostungen von Qvevri-Weinen der Rebsorte Saperavi in historischen Weinkellern ein. Die Fahrt führt durch sanfte Hügellandschaften voller Weinberge.

Zirka 110 Kilometer östlich im Alazani-Tal

Altstadt Sighnaghi, Kachetien

Historische Festung / Bergsee

Heerstraße und Festung Ananuri

Die Wehranlage aus dem 17. Jahrhundert spiegelt sich spektakulär im türkisfarbenen Wasser des Schinwali-Stausees vor der Kulisse der Kaukasusberge. Das Ensemble umfasst zwei Kirchen, steinerne Wehrtürme und Wehrmauern der feudalen Eristawi-Fürsten von Aragwi. Die Fassaden der Hauptkirche sind reich mit kunstvollen Steinreliefs von Drachen und Kreuzen verziert. Die Heerstraße bietet fantastische Fotoperspektiven bei der Fahrt nach Norden.

Etwa 65 Kilometer nördlich an der Georgischen Heerstraße

Ananuri-Festungskomplex, Duscheti

Mit Kindern reisen

Familienangebote in Tiflis

Für Kleinkinder und Eltern mit Kinderwagen bieten die vollkommen ebenen Wege im Rike-Park und im Vake-Park beste Bedingungen für entspannte Stunden im Freien. Schulkinder begeistern sich für die aufregende Fahrt mit der Seilbahn zur Festung Narikala, das interaktive Puppenspiel am Uhrturm von Gabriadze und Bootsfahrten auf der Kura. Jugendliche schätzen die Fahrgeschäfte und das Riesenrad im Vergnügungspark auf dem Berg Mtatsminda, die historischen Schwefelbäder und die bunten Stände auf dem Flohmarkt an der Trockenen Brücke. Bei sonnigem Frühlingswetter laden die schattigen Terrassen rund um den Schildkrötensee zu Ausflügen mit Tretbooten ein. Sollte an regnerischen Tagen kühles Wetter herrschen, stellen das Georgische Nationalmuseum mit seiner Goldschatzkammer und das Zinnfigurenmuseum hervorragende wetterfeste Schlechtwetter-Alternativen in geschützten Räumen dar.

Freizeit und Panorama

Seilbahnfahrt zur Festung Narikala

Die verglasten Panoramakabinen befördern Familien in wenigen Minuten vom Rike-Park über die Kura hinauf zum Grat der Festung Narikala. Kinder genießen das schwebende Gefühl über den Ziegeldächern der Altstadt und den Blick auf die Klippen. An der Bergstation stehen befestigte Wege, Aussichtsplattformen und kleine Verkaufsstände für Eiscreme bereit. Die Gondeln bieten ausreichend Platz für zusammengeklappte Buggys.

Aussichtsgondeln über den Fluss und die Dächer der Altstadt

Rike Park, Awlabari, Tiflis

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Kulturerlebnis

Puppenspiel und Uhrturm von Rezo Gabriadze

Kinder können vor dem märchenhaft schiefen Turm stehen und zuschauen, wie ein mechanischer Engel zu jeder vollen Stunde die Glocke schlägt. Um zwölf und neunzehn Uhr zeigt ein kleines Marionettenfenster das bezaubernde Schauspiel Der Kreislauf des Lebens. Die kleine gepflasterte Gasse ist autofrei und bietet sicheren Raum zum Verweilen. Gleich nebenan laden kleine Bäckereien zu frischem Gebäck ein.

Mechanisches Puppenspiel zu jeder vollen Stunde

Schawteli-Straße 13, Altstadt, Tiflis

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Freizeit und Unterhaltung

Abenteuer im Freizeitpark Mtatsminda

Die Anreise mit der historischen Standseilbahn Funicular den Steilhang hinauf begeistert junge Besucher jeden Alters. Auf dem Gipfelplateau locken ein gigantisches Riesenrad mit geschlossenen Glaskabinen, Achterbahnen und Karussells im schattigen Wald. Das Parkgelände bietet weite Spazierwege, Spielplätze und zahlreiche Familienrestaurants. Die Aussicht über das Talbecken von Tiflis ist vom Park aus atemberaubend.

Riesenrad und historische Standseilbahnfahrt

Mtatsminda Plateau, Tiflis

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Barrierefrei unterwegs

Barrierefreiheit in Tiflis

Tiflis stellt mobilitätseingeschränkte Besucher und Rollstuhlnutzer vor ein facettenreiches Bild. Während die modernen Zonen wie der Rike-Park, die Friedensbrücke und der breite Rustaweli-Boulevard eben angelegt und mit abgesenkten Bordsteinen versehen sind, verlangen die steilen Hanglagen der Altstadt Kala und das grobe Kopfsteinpflaster erhöhte Aufmerksamkeit. Die modernen Seilbahnen vom Rike-Park und zum Schildkrötensee sind vorbildlich barrierefrei mit stufenlosem Einstieg für Rollstühle erschlossen. Führende Museen wie das Nationalmuseum Georgiens und die Nationalgalerie verfügen über feste Rampen und moderne Aufzugsanlagen. Im öffentlichen Nahverkehr setzen die Verkehrsbetriebe zunehmend moderne Niederflurbusse mit Klapprampen ein, während ältere Metrostationen noch steile Rolltreppen ohne Aufzüge aufweisen.

Verkehrsinfrastruktur

Barrierefreie Seilbahnstationen Rike – Narikala

Sowohl die Talstation im Rike-Park als auch die Bergstation an der Festung sind über feste Rampen stufenlos für Rollstühle zugänglich. Das Seilbahnpersonal verlangsamt die Kabinen beim Einstieg, sodass Rollstühle ohne gefährlichen Spalt hineinrollen können. Auf dem Bergplateau schließt ein befestigter Panoramaweg direkt an die Ausstiegsplattform an. Behindertengerechte Toiletten stehen in der Talstation zur Verfügung.

Schwellenloser Einstieg und Aufzüge an den Stationen

Rike Park, Awlabari, Tiflis

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Parkanlage

Stufenlose Promenade im Rike-Park

Das Wegenetz durch den modernen Landschaftspark ist vollkommen eben angelegt und frei von unüberwindbaren Stufenhindernissen. Rollstuhlnutzer können die Fußgängerbrücke der Friedensbrücke über sanft ansteigende Rampen selbstständig überqueren. Zahlreiche Bänke mit Rückenlehnen ermöglichen regelmäßige Erholungspausen direkt am Flussufer. Feste Auffahrten verbinden die Parkplätze schwellenlos mit den Gehwegen.

Breite Beton- und Pflasterwege ohne Schwellen

Rike Park, Awlabari, Tiflis

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Kultureinrichtung

Rampenzugang und Aufzug im Nationalmuseum Georgiens

Das historische Museumsgebäude verfügt an der Rückseite über eine feste Zugangsrampe für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte. Geräumige Personenaufzüge verbinden alle Etagen miteinander, sodass die antiken Goldschätze barrierefrei besichtigt werden können. Die Ausstellungsräume sind großzügig dimensioniert und bieten viel Raum zum Manövrieren. Eine behindertengerechte Toilettenanlage ist im Erdgeschoss vorhanden.

Schwellenlose Erschließung der Archäologischen Schatzkammer

Schota-Rustaweli-Avenue 3, Tiflis

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Reiseideen

Vorgeschlagene Routen

halber Tag

Schwefelquellen, Festungszinnen und Altstadtgassen

Die Tour beginnt an den Ziegelkuppeln der historischen Schwefelbäder im Bäderviertel Abanotubani, wo Sie die bunte Mosaikfassade des Orbeliani-Bades bewundern. Anschließend spazieren Sie über den Holzsteg durch die Legwtachewi-Schlucht bis zum tosenden Wasserfall mitten im Fels. Über historische Treppen steigen Sie hinauf zur Festung Narikala und genießen den weiten Panoramablick über das Flusstal der Kura. Weiter führt der Weg entlang des Bergrückens zur monumentalen Statue Mutter Georgiens. Über die kopfsteingepflasterten Gassen des Viertels Sololaki steigen Sie vorbei an geschnitzten Holzbalkonen hinab zur Sioni-Kathedrale. Zum Abschluss kehren Sie in eine traditionelle Bäckerei ein und probieren ofenfrisches Khachapuri mit Sulguni-Käse.

halber Tag

Flanieren auf dem Prachtboulevard und Marionettenzauber

Dieser Rundgang startet am geschichtsträchtigen Freiheitsplatz vor der goldenen Statue des Heiligen Georg. Sie flanieren entlang der von Platanen beschatteten Schota-Rustaweli-Avenue und bewundern das Parlamentsgebäude und das maurische Opernhaus. Anschließend besuchen Sie die Archäologische Schatzkammer im Nationalmuseum Georgiens und bestaunen antike Goldschmuckstücke aus Kolchis. Der Weg führt weiter durch schattige Alleen zur historischen Antschischati-Basilika aus dem 6. Jahrhundert. Gleich daneben bestaunen Sie den windschiefen Uhrturm von Rezo Gabriadze und verfolgen das mechanische Puppenspiel. Der halbe Tag endet mit einer Tasse Kaffee in einem gemütlichen Hofcafé in der Schawteli-Straße.

1 Tag

Die große Kultur-, Seilbahn- und Sakralroute

Am Vormittag erkunden Sie die monumentale Sameba-Kathedrale auf dem Elia-Hügel und bewundern die vergoldete Kuppel und die weite Aussicht auf die Stadt. Danach spazieren Sie hinab zur Metechi-Klippe und fotografieren das Reiterstandbild von König Wachtang Gorgassali hoch über dem Fluss. Sie überqueren die Kura über die moderne Friedensbrücke aus Glas und erreichen die Grünanlagen des Rike-Parks. Hier steigen Sie in die Seilbahn und schweben über die Dächer der Altstadt hinauf zur Festung Narikala. Zur Mittagszeit stärken Sie sich in einer traditionellen Taverne mit saftigen Khinkali-Teigtaschen und Auberginenröllchen mit Walnusspaste. Am Nachmittag stöbern Sie auf dem Flohmarkt an der Trockenen Brücke nach Kunstwerken und Antiquitäten. Den Tag beschließen Sie bei Sonnenuntergang in einem warmen Thermalbecken eines der historischen Schwefelbäder.

1 Tag

Funicular-Höhenfahrt und kaukasisches Freilichtmuseum

Der Tag beginnt an der Talstation der historischen Standseilbahn Funicular in der Tschonkadse-Straße. Sie fahren hinauf auf den heiligen Berg Mtatsminda und spazieren durch den Landschaftspark mit Blick auf das erwachende Häusermeer. Nach einer Tasse Tee fahren Sie hinab und nehmen ein Taxi zum Freilichtmuseum für Ethnographie oberhalb des Vake-Parks. Hier erkunden Sie traditionelle Holzhäuser und Weinkeller aus allen Regionen Georgiens unter freiem Himmel. Zur Mittagszeit genießen Sie gebratene Forelle mit Tkemali-Sauce in einem Seerestaurant am nahen Schildkrötensee. Am Nachmittag schlendern Sie durch die schattigen Alleen des Vake-Parks und besuchen die Galerien im Universitätsviertel. Vor Sonnenuntergang kehren Sie in eine traditionelle Weinbar in Sololaki ein und verkosten vollmundigen Saperavi-Wein aus dem Tonkrug.

mehrere Tage

Tiflis, Mzcheta und die Weinstraße des Südkaukasus

Die ersten beiden Tage verbringen Sie in Tiflis mit der ausführlichen Erkundung der Altstadt Kala, der Schwefelbäder, der Museen am Rustaweli-Boulevard und des Berges Mtatsminda. Am dritten Tag unternehmen Sie einen Ausflug in die historische UNESCO-Welterbestadt Mzcheta und besichtigen die Swetizchoweli-Kathedrale sowie das Kreuzkloster Dschwari über den Flussläufen. Der vierte Tag führt Sie in das spektakuläre Höhlenkloster Dawit Garedscha in der Halbwüste an der Grenze zu Aserbaidschan. Am fünften Tag fahren Sie in die traditionsreiche Weinregion Kachetien, besuchen die Festungsstadt Sighnaghi und erleben eine traditionelle Weinverkostung in einem historischen Weingut. Den sechsten Tag nutzen Sie für eine Fahrt auf der Georgischen Heerstraße zur Festung Ananuri am Schinwali-Stausee. Zum Abschluss genießen Sie eine festliche georgische Supra mit Mtsvadi-Fleischspießen, Khachapuri und Trinksprüchen des Tamada in einem Restaurant mit Live-Chorgesang.