Preisniveau €€€€€ Preisniveau: teuer
Japan · Präfektur Tokio

Tokio

Tokio fasziniert an der Bucht von Tokio mit der harmonischen Verbindung aus jahrhundertealten Tempeln, kaiserlichen Gärten und futuristischen Stadtvierteln wie Shibuya.

Willkommen in

Über Tokio

In der weiten Kanto-Ebene an den Ufern der Bucht von Tokio erstreckt sich die bevölkerungsreichste Metropolregion der Erde als faszinierendes Geflecht aus Tradition und technologischer Zukunftsgestaltung. Die japanische Hauptstadt verbindet auf engstem Raum jahrhundertealte Shinto-Schreine mit gläsernen Wolkenkratzern, die wie Nadeln in den Himmel ragen. Das gemäßigte Klima schenkt der Stadt blütenreiche Frühjahrsmonate, feuchtwarme Sommer mit Monsunregenfällen und klare, sonnige Wintertage mit Fernsicht bis zum schneebedeckten Kegel des Fuji. Durch das Stadtgebiet fließen der Sumida-Fluss und der Kanda-Fluss, deren befestigte Uferpromenaden wichtige Erholungsadern im dichten urbanen Raster bilden. Das historische Zentrum konzentriert sich um die weitläufigen Gräben und Basaltmauern des Kaiserpalastes im Bezirk Chiyoda, dem einstigen Sitz der Tokugawa-Shogune. Direkt nebenan öffnet sich das monumentale Banken- und Handelsviertel Marunouchi mit restaurierten Backsteinbauten der Meiji-Zeit und modernen Firmenzentralen. Im Westen pulsieren die gigantischen Unterhaltungs- und Geschäftszentren Shinjuku und Shibuya, deren belebte Straßenkreuzungen täglich Millionen Menschen überqueren. Gleichzeitig bewahren Stadtteile wie Asakusa und Yanaka das gemächliche Flair alter Edo-Zeiten mit schmalen Gassen, Holzhäusern und kleinen Nachbarschaftsläden. Zukunftsweisende Brückenbauwerke wie die Rainbow Bridge verbinden das Festland mit künstlich aufgeschütteten Inseln in der Bucht. Als politisches, finanzielles und kreatives Herz Ostasiens setzt Tokio weltweite Maßstäbe in Kulinarik, Design, Mode und digitaler Infrastruktur. In weltberühmten Kulturinstitutionen begegnen Besucher kostbaren Holzschnitten, Samurai-Schwertern und Kimonostoffen ebenso wie avantgardistischer digitaler Kunst. Die Bewohner pflegen eine bemerkenswerte Kultur der Achtsamkeit, Sauberkeit und Höflichkeit, die dem dichten Zusammenleben eine überraschende Ruhe verleiht. Der Duft von über Holzkohle gegrillten Yakitori-Spießen, frischem Dashi-Fischsud und gedämpftem Reis weht aus tausenden Garküchen und Untergrundbahnhöfen. Bei Sonnenuntergang verwandeln zahllose LED-Fassaden die Stadt in ein funkelndes Lichtmeer aus Neonfarben und Reflexionen. Nach Westen hin steigen die waldreichen Hügelketten des Tama-Gebirges an, die mit dem Berg Takao ein leicht erreichbares Naturrefugium direkt vor den Toren der Stadt bieten. Die Metropole wird durch das dichteste und pünktlichste Schienennetz der Welt erschlossen, dessen Züge alle Bezirke im Minutentakt miteinander verbinden. Tokio bleibt ein schier unerschöpflicher Kosmos der Kontraste, in dem uralte rituelle Bräuche und globale Megatrends in vollendeter Ordnung nebeneinander existieren.

Passt besonders zu
Technologie- und ArchitekturbegeisterteKultur- und GeschichtsinteressierteGourmets und urbane Entdecker
Orientierung

Karte von Tokio

Route in Google Maps öffnen ↗
Eintauchen & entdecken

Das Lebensgefühl von Tokio

Stadtgefühl

So fühlt sich Tokio an

Tokio empfängt Reisende mit einer überwältigenden urbanen Energie, die von einer beispiellosen inneren Ruhe und Perfektion getragen wird. In den Straßen bewegen sich Millionen Menschen lautlos und diszipliniert aneinander vorbei, ohne dass jemals Hektik oder Aggression spürbar werden. Tritt man durch das Holztor eines Shinto-Schreins, verstummt das Summen der Metropole augenblicklich und weicht dem Rascheln dichter Zedernkronen und dem Klirren von Münzen im Opferkasten. Die Japaner begegnen Fremden mit einer tief empfundenen Zuvorkommenheit (Omotenashi), die sich bei jeder Nachfrage in rührender Hilfsbereitschaft zeigt. Auf engstem Raum grenzen jahrhundertealte Holzhäuser an hochmoderne Glasfassaden, auf denen lautlose Werbevideos flimmern. Das leise Vogelgezwitscher der akustischen Fußgängerampeln begleitet den Weg, während aus kleinen Lokalen der warme Duft von Ramenbrühe und Grüntee dringt. Nach Einbruch der Dunkelheit verwandeln sich die Straßenschluchten in ein leuchtendes Labyrinth aus Schriftzeichen, in dem Menschen jeden Alters den Tag bei Bier und Grillspießen ausklingen lassen. Tokio ist eine Stadt, die niemals überfordert, sondern ihre Besucher mit makelloser Organisation, grenzenloser Vielfalt und poetischer Schönheit verzaubert.

Geschichte & Kultur

Zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Ursprünglich war Tokio ein bescheidenes Fischerdorf namens Edo, bis der Kriegsherr Tokugawa Ieyasu die Siedlung im Jahr 1603 zum militärischen Hauptsitz seines Shogunats erhob. Durch ein ausgeklügeltes Kanalsystem und die Anwesenheitspflicht der Feudalherren (Daimyo) wuchs Edo im 18. Jahrhundert zur bevölkerungsreichsten Stadt der Welt mit über einer Million Einwohnern heran. Mit der Meiji-Restauration im Jahr 1868 endete die Herrschaft der Shogune; der junge Kaiser Meiji verlegte seinen Hof von Kyoto hierher und taufte die Stadt in Tokio (Östliche Hauptstadt) um. Im September 1923 forderte das Große Kanto-Erdbeben und die anschließenden Feuerstürme über einhunderttausend Menschenleben und zerstörte weite Teile der historischen Holzstadt. Nach den verheerenden Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs bauten die Bürger ihre Stadt mit eisernem Fleiß wieder auf, was 1964 in der glanzvollen Ausrichtung der ersten Olympischen Sommerspiele Asiens gipfelte. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Tokio zum globalen Vorreiter für Elektronik, Automobilbau und urbane Popkultur. Kulturell ist die Stadt stolz auf die lebendige Pflege traditioneller Künste wie Kabuki, Noh-Theater, Kalligrafie und die feierliche Teezeremonie (Chado), die bis heute in Meisterschulen an die nächste Generation weitergegeben werden.

Highlights auf einen Blick

Buddhistischer Tempel

Senso-ji-Tempel in Asakusa

Der im 7. Jahrhundert gegründete buddhistische Tempel ist das älteste und bedeutendste sakrale Bauwerk der japanischen Hauptstadt. Besucher betreten die Anlage durch das monumentale Kaminarimon-Tor mit seiner riesigen roten Papierlaterne und spazieren über die historische Einkaufsstraße Nakamise-dori. Die fünfstöckige Pagode und die Haupthalle bilden ein Ensemble klassischer Holzarchitektur, das von dichtem Weihrauchrauch eingehüllt wird.

2-3-1 Asakusa, Taito-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Shinto-Schrein / Park

Meiji-Schrein (Meiji-jingu)

Das shintoistische Nationalheiligtum liegt eingebettet in einem siebzig Hektar großen, künstlich angelegten dichten Urwald mitten im Stadtgebiet. Gewaltige Torii-Tore aus über tausend Jahre altem Zypressenholz markieren die Zugangswege zur schlichten Haupthalle aus Holz und Kupfer. Der Schrein ist den Seelen von Kaiser Meiji und Kaiserin Shoken gewidmet und strahlt eine erhabene, feierliche Stille aus.

1-1 Yoyogikamizonocho, Shibuya-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Kaiserliche Residenz / Park

Kaiserpalast und Östliche Gärten (Kokyo)

Die Residenz des japanischen Tennō erhebt sich auf den monumentalen Fundamenten der ehemaligen Burg Edo mitten im Stadtzentrum. Während der innere Palastbezirk meist verschlossen bleibt, sind die Östlichen Gärten mit ihren gewaltigen Burgmauern, Burggräben und Wachhäusern frei zugänglich. Ein besonderes Fotomotiv bildet die historische Doppelbrücke Nijubashi vor den alten Wehrtürmen.

1-1 Chiyoda, Chiyoda-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Öffentlicher Platz / Landmarke

Shibuya Crossing

Die weltberühmte Straßenkreuzung vor dem Bahnhof Shibuya gilt als die geschäftigste Fußgängerquerung der Erde. Bei jeder Grünphase überqueren bis zu dreitausend Menschen gleichzeitig die Diagonalen zwischen riesigen Videowänden und Kaufhausfassaden. Direkt am Bahnhofsausgang erinnert die bronzene Statue des treuen Hundes Hachiko an unerschütterliche Loyalität.

Dogenzaka, Shibuya-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Aussichtsturm / Landmarke

Tokyo Skytree

Mit 634 Metern Höhe ist der futuristische Fernsehturm das höchste freistehende Bauwerk Japans und das dritthöchste der Welt. Zwei vollverglaste Aussichtsplattformen in 350 und 450 Metern Höhe bieten an klaren Tagen einen Panoramablick über das gesamte Häusermeer bis zum Berg Fuji. Am Fuße des Turms erstreckt sich der weitläufige Einkaufs- und Aquariumkomplex Tokyo Solamachi.

1-1-2 Oshiage, Sumida-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Aussichtsturm / Landmarke

Tokyo Tower

Der 1958 errichtete, 333 Meter hohe Stahlgitterturm orientiert sich architektonisch am Pariser Eiffelturm und leuchtet in traditionellem Weiß und Signalorange. Als Symbol des japanischen Wiederaufstiegs nach dem Zweiten Weltkrieg bietet der Turm zwei Aussichtsetagen mit Glasbodenluken. Nachts wird die Gitterkonstruktion je nach Jahreszeit in warme Gold- oder kühle Silbertöne getaucht.

4-2-8 Shibakoen, Minato-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Nationalmuseum

Nationalmuseum Tokio (Tokyo Kokuritsu Hakubutsukan)

Das 1872 gegründete Museum im Ueno-Park ist das älteste und größte Kunstmuseum Japans mit über einhundertzehntausend Exponaten. Zu den Nationalschätzen gehören filigrane Samurai-Rüstungen, antike Schwerter, kostbare Keramiken und buddhistische Statuen. Mehrere historische Ausstellungsgebäude spiegeln unterschiedliche Epochen der japanischen Museumsarchitektur wider.

13-9 Uenokoen, Taito-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Botanischer Garten / Park

Shinjuku Gyoen Nationalgarten

Die fast sechzig Hektar große Parkanlage verbindet meisterhaft einen traditionellen japanischen Landschaftsgarten mit englischen Rasenflächen und einem französischen Barockgarten. Mehrere Teiche, geschwungene Holzbrücken und historische Teehäuser laden zu geruhsamen Spaziergängen ein. Im Frühling zieht die Kirschblüte mit über eintausend Bäumen verschiedener Sorten zahllose Besucher an.

11 Naitomachi, Shinjuku-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Traditioneller Markt / Kulinarik

Tsukiji Outer Market (Äußerer Tsukiji-Markt)

Nach der Verlegung des Großmarktes nach Toyosu pulsiert in den engen Gassen des traditionellen Außenmarktes weiterhin der kulinarische Handel. Hunderte kleine Fachgeschäfte und Garküchen bieten fangfrisches Sushi, gegrillte Meeresfrüchte, getrockneten Bonitofisch und geschmiedete Küchenmesser an. Das lebhafte Feilschen und Probieren vermittelt die Essenz der japanischen Marktkultur.

4-16-2 Tsukiji, Chuo-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Stadtpark / Kultur

Ueno-Park (Ueno Onshi Koen)

Die weitläufige Parkanlage wurde im 19. Jahrhundert auf dem Gelände des zerstörten Tempels Kanei-ji angelegt und bildet das Kulturzentrum der Stadt. Neben bedeutenden Nationalmuseen beherbergt der Park den ältesten Zoo Japans und den malerischen Shinobazu-Teich voller Lotusblumen. Unter den dichten Kirschbaumalleen finden im Frühling die traditionellen Hanami-Picknicks statt.

Uenokoen, Taito-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Digitales Kunstmuseum

teamLab Planets TOKYO

Das interaktive digitale Kunstmuseum in Toyosu lässt Besucher barfuß durch raumgreifende Projektionen und Wasserbecken wandern. Projektionen von schwimmenden Koi-Karpfen, endlosen Kristallspiegelwelten und schwebenden Blumenfeldern verschmelzen mit dem Betrachter. Das Museum setzt weltweit Maßstäbe für immersive digitale Kunst und Medienarchitektur.

6-1-16 Toyosu, Koto-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Einkaufsboulevard / Architektur

Ginza Einkaufsviertel

Der Prachtboulevard gilt seit der Meiji-Zeit als Schaufenster des Luxus mit internationalen Designerboutiquen und traditionsreichen Kaufhäusern wie Wako. An Wochenenden wird die Hauptstraße Chuo-dori für Kraftfahrzeuge gesperrt und verwandelt sich in ein Paradies für Fußgänger. Mitten im Viertel erhebt sich das historische Kabuki-za-Theater mit traditionellen Theateraufführungen.

Ginza, Chuo-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Kulturzentrum / Aussichtsplattform

Roppongi Hills und Mori Art Museum

Der moderne Gebäudekomplex vereint Büros, Wohnungen, Kinos und Boutiquen um den 238 Meter hohen Roppongi Hills Mori Tower. In den obersten Stockwerken präsentiert das Mori Art Museum avantgardistische internationale Gegenwartskunst. Die Aussichtsplattform Tokyo City View bietet einen spektakulären Blick auf den nahegelegenen Tokyo Tower.

6-10-1 Roppongi, Minato-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Popkultur / Elektronikviertel

Akihabara Electric Town

Das weltberühmte Viertel für Unterhaltungselektronik, Computerbauteile und Otaku-Popkultur leuchtet im Schein gigantischer Manga-Werbetafeln. Mehrstöckige Kaufhäuser verkaufen Anime-Figuren, Videospiele und seltene Sammlerstücke. Dazwischen prägen thematische Themencafés und Spielhallen das bunte Straßenbild.

Sotokanda, Chiyoda-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Historischer Landschaftsgarten

Hamarikyu-Gärten (Hamarikyu Onshi Teien)

Die historische Residenzgartenanlage der Shogune liegt direkt an der Mündung des Sumida-Flusses in die Bucht von Tokio. Einzigartig sind die Gezeitenteiche, deren Wasserstand sich mit Ebbe und Flut des Ozeans verändert. In einem traditionellen Holzteehaus auf einem Holzsteg können Besucher grünen Matcha-Tee mit Blick auf die Wolkenkratzer von Shiodome genießen.

1-1 Hamarikyuteien, Chuo-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Freizeitinsel / Uferbereich

Odaiba Insel und Rainbow Bridge

Die künstliche Vergnügungsinsel in der Bucht von Tokio besticht durch futuristische Architektur, Einkaufszentren und Uferpromenaden. Wahrzeichen sind der lebensgroße Unicorn-Gundam-Roboter und eine verkleinerte Nachbildung der Freiheitsstatue vor der Kulisse der Hängebrücke Rainbow Bridge. Die fahrerlose Einschienenbahn Yurikamome erschließt die Insel mit fantastischen Ausblicken.

Daiba, Minato-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Historischer Landschaftsgarten

Rikugien-Garten

Der im frühen 18. Jahrhundert angelegte Wandelgarten gilt als vollendetes Beispiel eines feudalen Daimyo-Gartens der Edo-Zeit. Die Landschaft zitiert in Miniaturform achtundachtzig berühmte Szenen aus klassischen japanischen Waka-Gedichten. Hügel, Teiche mit Karpfen und schattige Wäldchen machen den Garten zu einem Ort tiefer Besinnung.

6-16-3 Honkomagome, Bunkyo-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Regierungsgebäude / Aussichtspunkt

Rathaus von Tokio (Tokyo Metropolitan Government Building)

Der vom Stararchitekten Kenzo Tange entworfene Doppel-Wolkenkratzer in Shinjuku erinnert an eine moderne gotische Kathedrale aus Granit und Glas. In beiden 243 Meter hohen Türmen befinden sich im 45. Stockwerk kostenfrei zugängliche Aussichtsplattformen. Bei klarer Sicht eröffnet sich ein weiter Panoramablick über das Häusermeer bis zur Kanto-Gebirgskette.

2-8-1 Nishishinjuku, Shinjuku-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Traditionelles Theater

Kabuki-za Theater

Das traditionsreiche Haupttheater für klassisches japanisches Kabuki-Schauspiel verbindet traditionelle Tempeldachformen mit moderner Theatertechnik. Aufwendige Kostüme, stilisierte Gestik und traditionelle Musikinstrumente entführen Zuschauer in die Dramen der Samurai-Zeit. Für Einsteiger werden Ein-Akt-Tickets für kurze Vorstellungen angeboten.

4-12-15 Ginza, Chuo-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Historisches Viertel

Yanaka Historisches Viertel

Das ruhige Wohnviertel überstand die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und bewahrt den nostalgischen Shitamachi-Charme des alten Tokio. Schmale Straßen führen vorbei an kleinen Tempeln, traditionellen Friedhöfen und der belebten Einkaufsstraße Yanaka Ginza. Kleine Handwerksbetriebe und Katzencafés prägen das entschleunigte Straßenbild.

Yanaka, Taito-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Shinto-Schrein

Nezu-Schrein (Nezu-jinja)

Das im frühen 18. Jahrhundert errichtete shintoistische Heiligtum gehört zu den ältesten intakten Sakralanlagen der Stadt. Berühmt ist der Schrein für seinen Hang voller Azaleenbüsche und einen geschwungenen Tunnel aus hunderten leuchtend roten Torii-Holztoren. Ein ruhiger Teich mit Schildkröten und Holzbrücken unterstreicht die harmonische Gartenarchitektur.

1-28-9 Nezu, Bunkyo-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Einkaufsviertel / Popkultur

Harajuku und Takeshita-Straße

Die schmale Fußgängerzone Takeshita-dori gilt weltweit als Brutstätte exzentrischer Jugend- und Modetrends wie Lolita und Decora. Zahlreiche bunte Boutiquen verkaufen süße Crêpes, Zuckerwatte und ausgefallene Streetwear-Accessoires. Gleich nebenan bietet die schattige Prachtstraße Omotesando mit Designerboutiquen einen reizvollen architektonischen Kontrast.

1 Jingumae, Shibuya-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Shinto-Schrein

Kanda-Myojin-Schrein

Das im 8. Jahrhundert gegründete Heiligtum ist der Schutzschrein von Tokio und den Händlern der umliegenden Geschäftsviertel gewidmet. Der leuchtend rot lackierte Schreinbau verbindet historische Rituale mit der modernen Elektronik- und IT-Kultur des benachbarten Akihabara. Alljährlich im Mai findet hier das Kanda Matsuri statt, eines der drei großen Shinto-Feste der Stadt.

2-16-2 Sotokanda, Chiyoda-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Uferbereich / Kultur

Edo-Tokyo-Museum Freiluftareal und Sumida-Kais

Die Uferpromenade am Sumida-Fluss nahe der traditionsreichen Ryogoku Kokugikan Sumo-Arena bietet Einblicke in das historische Flussleben. Bootsstege laden zu geruhsamen Flussfahrten mit traditionellen Holzschiffen (Yakatabune) ein. Bänke unter Kirschbäumen ermöglichen erholsame Pausen mit Blick auf die Schifffahrt.

Yokoami, Sumida-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Stadtpark

Yoyogi-Park (Yoyogi Koen)

Die weitläufige Grünanlage war 1964 der Standort des Olympischen Dorfes und dient heute als lebendigster Stadtpark Tokios. Auf den weiten Rasenflächen treffen sich an Wochenenden Musiker, Rockabilly-Tanzgruppen und Theaterkünstler zu Freiluftproben. Schattige Waldwege unter Gingkobäumen laden zum Joggen und Entspannen ein.

2-1 Yoyogikamizonocho, Shibuya-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗

Kulinarische Besonderheiten in Tokio

Die Gastronomie in Tokio gilt als eine der anspruchsvollsten und vielfältigsten der Welt und reicht von weltberühmten Sternerestaurants bis zu winzigen Garküchen. Als unangefochtenes Aushängeschild gilt Edomae Sushi, bei dem fangfrischer Fisch wie Blauflossen-Thunfisch auf handgeformtem, mit mildem Reisessig gewürztem Reis serviert wird. Eine allgegenwärtige Spezialität ist Ramen, eine reichhaltige Nudelsuppe mit elastischen Weizennudeln in stundenlang gekochter Schweineknochenbrühe (Tonkotsu) oder Sojasaucenbrühe (Shoyu), garniert mit Chashu-Schweinebauch und Bambussprossen. In spezialisierten Lokalen schätzen die Einwohner Tempura, meisterhaft in federleichtem Teigmantel knusprig frittierte Meeresfrüchte und Gemüsestreifen. Sehr beliebt sind zudem Yakitori, zarte Hähnchenfleisch- und Frühlingszwiebelspieße, die über weißer Binchotan-Holzkohle gegrillt und mit pikanter Tare-Sauce glasiert werden. Zum süßen Abschluss genießen Einheimische traditionelle Wagashi-Süßigkeiten aus roten Azukibohnen, gereicht zu einer schaumig geschlagenen Schale grünem Matcha-Tee.

Wissenswertes für Ihre Reise

Anreise

Das überregionale Verkehrsnetz Japans läuft sternförmig auf Tokio zu, angeführt von den Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszügen, die die Bahnhöfe Tokyo Station und Shinagawa in knapp zweieinhalb Stunden mit Kyoto und Osaka verbinden. Überlandbusse bedienen vom riesigen Busbahnhof Busta Shinjuku täglich Verbindungen in alle Präfekturen des Landes über moderne Autobahnen. Der innerstädtische Nahverkehr wird durch die Ringlinie JR Yamanote und ein dichtes Netz privater Bahnen abgewickelt. Für die letzte Etappe ins Hotel bietet die U-Bahn einen direkten Übergang von allen Fernbahnsteigen. Der internationale Flughafen Haneda Airport, erfasst unter dem IATA-Code HND, liegt nur fünfzehn Kilometer südlich des Zentrums und ist über die Tokyo Monorail oder die Keikyu-Linie in knapp zwanzig Fahrminuten direkt mit der Innenstadt verbunden.

Unterwegs vor Ort

Das Schienen- und U-Bahn-Netz von Tokio gilt als das pünktlichste, sauberste und sicherste Verkehrssystem der Welt und erschließt das gesamte Stadtgebiet lückenlos. Alle Fahrten mit Bahnen, U-Bahnen und Bussen werden bargeldlos über wiederaufladbare IC-Karten wie Suica oder Pasmo bezahlt, die auch auf Smartphones geladen werden können. Taxis stehen an allen Straßen bereit, öffnen ihre Türen automatisch und rechnen exakt nach Taxameter ab. Das Mitführen von Hunden in Zügen und U-Bahnen ist ausschließlich in geschlossenen Transportboxen gestattet, ausgenommen sind zertifizierte Assistenzhunde. Mit einem Kinderwagen lässt sich die Stadt dank durchgehend schwellenloser Bahnhöfe, breiter Rampen und moderner Fahrstühle herausragend komfortabel bereisen.

Beste Reisezeit

Die angenehmste Reisezeit für Tokio erstreckt sich von März bis Mai während des Frühlings sowie von Oktober bis November im Herbst. Im Frühling begeistert die weltberühmte Kirschblüte (Sakura) mit rosa Blütenmeeren in den Parks bei milden Tagestemperaturen um 18 bis 22 Grad. Der Herbst lockt mit strahlend blauem Himmel, stabiler Hochdruckluft und der farbenprächtigen Rotfärbung der Ahornbäume in den historischen Gärten. In den Sommermonaten Juli und August herrscht feuchtwarme Hitze mit Temperaturen über 32 Grad, weshalb klimatisierte Gebäude willkommene Zufluchtsorte bieten. Die Wintermonate von Dezember bis Februar sind trocken und sonnig mit klarer Sicht auf den fernen Berg Fuji.

Orientierung vor Ort

Bereiche und Stadtteile

Tokio erstreckt sich als dichtes Netz eigenständiger Bezirke um den zentralen Kaiserpalast und wird von der Ringbahnlinie Yamanote umschlossen. Westlich des Palastes liegen die geschäftigen Zentren Shinjuku, Shibuya und Roppongi mit Wolkenkratzern und Unterhaltungsmeilen. Im Osten erstrecken sich historische Handelsviertel wie Chuo und Taito mit Asakusa und Ueno entlang des Sumida-Flusses. Nach Süden hin öffnen sich die Uferzonen von Minato und die künstlichen Inseln in der Bucht von Tokio.

Zentrum

Chiyoda und Marunouchi

Das Herz der Stadt vereint den Kaiserpalast mit dem historischen Hauptbahnhof und den Firmenzentralen des Landes. Breite Prachtboulevards, Palastgräben und neoklassizistische Ziegelbauten prägen das repräsentative Straßenbild. Hier schlägt das politische und finanzielle Herz Japans.

Chiyoda-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Altstadt

Asakusa und Taito

Das historische Viertel im Nordosten bewahrt den Geist der Edo-Zeit mit dem berühmten Senso-ji-Tempel und Kunsthandwerksläden. Schmale Gassen und traditionelle Theater schaffen eine nostalgische Atmosphäre. Hier erleben Besucher das ungefilterte Erbe der bürgerlichen Unterstadt.

Asakusa, Taito-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Stadtteil

Shibuya und Harajuku

Das Epizentrum der globalen Jugend- und Popkultur zeichnet sich durch die berühmte Straßenkreuzung und Modepromenaden aus. Bunte Boutiquen, Musikclubs und das shintoistische Heiligtum des Meiji-Schreins treffen hier direkt aufeinander. Rund um die Uhr pulsiert hier dynamisches Stadtleben.

Shibuya-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Wohnviertel

Ginza und Chuo

Der mondäne Bezirk steht seit über einem Jahrhundert als Synonym für Luxus, Haute Cuisine und elegante Kaufhausarchitektur. Kunstgalerien, Flagship-Stores und das Kabuki-Theater säumen die breiten Avenuen. Das Viertel strahlt eine vornehme, kosmopolitische Eleganz aus.

Chuo-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Uferbereich

Odaiba und Bucht von Tokio

Die künstlich aufgeschütteten Inseln im Süden bieten weitläufige Uferpromenaden, Strände und futuristische Unterhaltungskomplexe. Von den Kais eröffnet sich der Panoramablick über das Hafenbecken und die Rainbow Bridge. Sportler und Spaziergänger nutzen die autofreien Promenaden am Wasser.

Daiba, Minato-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Draußen unterwegs

Natur und Outdoor

Botanischer Garten / Park

Shinjuku Gyoen Nationalgarten

Die ausgedehnte Parkanlage bietet dichten Schatten unter uralten Himalaja-Zedern und Kirschbaumhainen mitten im Wolkenkratzerviertel. Auf befestigten Wegen wandern Besucher vorbei an Karpfenteichen, traditionellen Pavillons und einem großen Tropenschauhaus. Familien schätzen die weiten Rasenflächen für geruhsame Pausen im Grünen. Zum Schutz der sensiblen Flora und Fauna sind Haustiere im gesamten Park untersagt.

Kombination aus japanischem Landschaftsgarten und Glashaus

11 Naitomachi, Shinjuku-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Stadtwald / Naturpark

Meiji-Schrein Waldreservat

Der über einhundert Jahre alte Stadtwald umschließt den Schrein mit über einhundertzwanzigtausend Bäumen, die aus ganz Japan gestiftet wurden. Breite, von feinem Kies bedeckte Alleen führen durch dichten Schatten, der die Geräusche der Metropole vollständig dämpft. Schulkinder können seltene Insektenarten und Vogelnester in den Kronen entdecken. Angeleinte Hunde dürfen auf den Hauptwegen mitgeführt werden, müssen vor den inneren Schreinhallen jedoch warten.

Immergrüner Eichen- und Kampferbaumwald

1-1 Yoyogikamizonocho, Shibuya-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Aktiv reisen

Sport und Bewegung

Sport in Tokio verbindet jahrhundertealte traditionelle Kampfkünste mit modernen westlichen Disziplinen auf Weltklasseniveau. Das Herz des Nationalsports Sumo schlägt in der traditionsreichen Arena Ryogoku Kokugikan, in der dreimal jährlich die großen Grand-Sumo-Turniere ausgetragen werden. Das für die Olympischen Spiele von 2020 errichtete Nationalstadion (Japan National Stadium) bietet eine hochmoderne Arena für Leichtathletik und Fußball. Für Schwimmer steht im Tokyo Aquatics Centre ein wettkampftaugliches olympisches 50-Meter-Hallenbecken für Trainingseinheiten bereit. Entlang der befestigten Uferwege der Flüsse Arakawa und Tama ziehen sich kreuzungsfreie Asphaltstrecken für Radsportler und Ausdauerläufer. Im Winter erreichen Wintersportler innerhalb von nur siebzig Minuten mit dem Shinkansen-Expresszug die schneereichen Skigebiete der japanischen Alpen rund um Yuzawa für alpinen Skisport.

Kampfsport / Sumo

Traditionelles Sumo im Ryogoku Kokugikan

Die Arena fasst über zehntausend Zuschauer und bietet bei den sechzehntägigen Turnieren eine einzigartige traditionelle Atmosphäre mit rituellen Reinigungszeremonien. Familien können klassische Tatami-Boxen mieten, um die Kämpfe aus nächster Nähe bei traditionellen Snacks zu verfolgen. Für Kinder ist das Beobachten der Ringer ein faszinierendes Kulturerlebnis. Haustiere dürfen aus Sicherheitsgründen nicht mit in das Gebäude genommen werden.

Offizielle Honbasho-Turniere der Schwergewichtsringer

1-3-28 Yokoami, Sumida-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Laufsport

Laufsport um den Kaiserpalast

Der Rundweg um die Palastgräben ist die beliebteste Laufstrecke der Stadt und vollkommen frei von Ampelkreuzungen. Läufer überwinden sanfte Steigungen auf glattem Asphaltbelag mit Blick auf die Burgmauern und die Skyline von Marunouchi. Hunde können an der kurzen Leine auf allen Gehwegen mitgeführt werden. Für Eltern mit Sportbuggys bietet der breite Rundkurs optimale Trainingsbedingungen ohne störenden Autoverkehr.

Kreuzungsfreie Fünf-Kilometer-Rundstrecke

Kokyo Gaien, Chiyoda-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Wassersport

Schwimmen im Tokyo Aquatics Centre

Die moderne Schwimmarena war Austragungsort der Olympischen Spiele von 2020 und verfügt über ein zehn Bahnen umfassendes Hauptbecken für Leistungsschwimmer. Zertifizierte Rettungsschwimmer überwachen das Becken während der täglichen öffentlichen Öffnungszeiten. Für Kinder und Jugendliche werden regelmäßige Schwimmkurse in abgetrennten Lehrbereichen angeboten. Das Mitbringen von Haustieren ist im gesamten Gebäudekomplex streng untersagt.

Olympisches 50-Meter-Wettkampfbecken

2-2-1 Tatsumi, Koto-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Bergsport / Wandern

Bergwandern am Mount Takao (Takaosan)

Der Hausberg im Westen der Präfektur ist bequem mit direkten Zügen erreichbar und bietet gut ausgebaute Wanderpfade auf fast sechshundert Meter Höhe. Wanderer durchqueren dichte Zedernwälder, passieren historische Tempelanlagen und genießen bei klarem Wetter den Blick auf den Berg Fuji. Hunde dürfen an der Leine auf allen Pfaden mitgeführt werden. Eine historische Standseilbahn ermöglicht es Familien mit kleinen Kindern, die steilsten Höhenmeter mühelos zu überwinden.

Befestigte Bergpfade durch dichte Bergwälder

Takaomachi, Hachioji-shi, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Bummeln & entdecken

Shopping

Traditioneller Markt

Nakamise-dori Handwerksstraße

Die historische Zugangsstraße zum Senso-ji-Tempel beherbergt rund neunzig kleine Traditionsgeschäfte unter einheitlichen Vordächern. Handwerker verkaufen handbemalte Faltfächer, hölzerne Kokeshi-Puppen und traditionelle Kimonostoffe. Bäcker bereiten süße Waffeln mit roter Bohnenpaste vor den Augen der Passanten frisch zu. Die Gasse ist eben gepflastert und lässt sich mit Kinderwagen gut befahren, wenngleich zu Stoßzeiten reges Gedränge herrscht.

Traditionelle Fächer, Holzschuhe und frisch gebackenes Senbei-Gebäck

1-36-3 Asakusa, Taito-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Einkaufszentrum / Design

Ginza Six Luxuseinkaufszentrum

Der hochmoderne Komplex beherbergt Boutiquen internationaler Luxusmarken und Meisterbetriebe für traditionelles japanisches Kunsthandwerk. Das zentrale Atrium besticht durch monumentale Kunstinstallationen renommierter zeitgenössischer Künstler wie Yayoi Kusama. Auf dem Dachgarten lädt ein schattiger Park zu einer Pause mit Blick auf die Dächer von Ginza ein. Das Gebäude ist vollkommen schwellenlos erschlossen und bietet geräumige Familienzonen.

Japanische Designermode, traditionelle Lackwaren und Dachgarten

6-10-1 Ginza, Chuo-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Ausflüge

Tagesausflüge ab Tokio

Historische Stadt / Küste

Historische Tempelstadt Kamakura

Die einstige Residenz der Minamoto-Shogune im 12. Jahrhundert besticht durch Dutzende buddhistische Tempel inmitten bewaldeter Hügel. Weltberühmtes Wahrzeichen ist der Große Buddha von Kamakura (Daibutsu), eine über elf Meter hohe monumentale Bronzestatue unter freiem Himmel. Der historische Hase-dera-Tempel bietet wunderschöne Terrassengärten mit Blick auf das Meer. Züge der JR Yokosuka Line verbinden Tokio im Zehn-Minuten-Takt mit der Küstenstadt.

Etwa 50 Kilometer südlich an der Sagami-Bucht, 50 Minuten per Bahn

Kotoku-in Tempel, Kamakura

UNESCO-Weltnaturerbe / Vulkanlandschaft

Berg Fuji und Kawaguchi-See (Fuji Five Lakes)

Der Kawaguchi-See bietet die spektakulärste Kulisse für den Blick auf den 3.776 Meter hohen, schneebedeckten Schichtvulkan Mount Fuji. Besucher können Uferpromenaden entlangwandern, Seilbahnen auf Aussichtsberge besteigen oder traditionelle Boote mieten. Die historische Chureito-Pagode nahe dem See bildet vor dem Vulkangipfel das berühmteste Fotomotiv Japans. Zahlreiche Onsen-Bäder laden zu entspannenden Bädern im Thermalwasser ein.

Rund 100 Kilometer westlich in den Bergen, 2 Stunden per Expressbus

Lake Kawaguchi, Fujikawaguchiko

UNESCO-Weltkulturerbe / Gebirgslandschaft

Schreinstadt Nikko und Wasserfall Kegon

Das weltberühmte Mausoleum von Shogun Tokugawa Ieyasu im Tosho-gu-Schrein besticht durch überbordende Holzschnitzereien mit Blattgoldverzierung inmitten uralter Zypressenwälder. Zu den Ikonen der Schnitzkunst gehören die Drei weisen Affen und die Schlafende Katze. Oberhalb der Tempel stürzt der fast einhundert Meter hohe Kegon-Wasserfall aus dem Chuzenji-See in eine Felsenschlucht. Moderne Expresszüge der Tobu-Bahnlinie verbinden Tokio in knapp zwei Stunden mit Nikko.

Zirka 140 Kilometer nördlich in den Bergen von Tochigi

Tosho-gu Schrein, Nikko

Thermalregion / Nationalpark

Thermalbad-Oase Hakone

Das vulkanische Hochtal lockt mit dampfenden Schwefelschluchten im Tal Owakudani, wo traditionell in Schwefelquellen gekochte schwarze Eier serviert werden. Historische Piratenschiffe kreuzen über den Ashi-See vorbei an einem im Wasser stehenden roten Torii-Schreintor. Die Region ist berühmt für erstklassige Ryokan-Gasthäuser mit privaten heißen Freiluftbädern (Rotenburo). Der Odakyu Romancecar-Zug befördert Ausflügler direkt von Shinjuku nach Hakone.

Etwa 85 Kilometer südwestlich im Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark

Ashinoko See, Hakone

Mit Kindern reisen

Familienangebote in Tokio

Für Kleinkinder und Eltern mit Kinderwagen bieten die vollkommen ebenen Wege im Ueno-Park und Shinjuku Gyoen sowie die schwellenlosen Uferpromenaden von Odaiba ideale Bedingungen für entspannte Tage. Schulkinder begeistern sich für das interaktive digitale Wunderland teamLab Planets, die Riesenpandas im Ueno-Zoo und den spektakulären Blick vom Tokyo Skytree. Jugendliche schätzen die Manga- und Gaming-Kaufhäuser in Akihabara, die bunten Modetrends in Harajuku und die Anime-Attraktionen auf Odaiba. Bei sonnigem Frühlingswetter laden die weiten Rasenflächen des Yoyogi-Parks zu Picknicks und Freiluftspielen ein. Sollte an regnerischen Taifuntagen schlechtes Wetter herrschen, bieten das Nationale Museum für Zukunftsforschung Miraikan und das Tokyo Solamachi Aquarium hervorragende wetterfeste Schlechtwetter-Alternativen in klimatisierten Hallen.

Interaktive Kunst

Digitale Kunstwelten im teamLab Planets

Kinder und Erwachsene ziehen die Schuhe aus und waten durch knietiefe Wasserbecken, auf die bunte digitale Fische projiziert werden. Spiegelräume mit hängenden LED-Kristallen und schwebende Blumenkugeln regen alle Sinne auf faszinierende Weise an. Die Wege sind gesichert und ermöglichen auch Familien mit älteren Kindern ein unvergessliches Gesamterlebnis. Schließfächer stehen für Schuhe und Gepäck kostenfrei zur Verfügung.

Barfuß-Erlebnis durch digitale Licht- und Wasserwelten

6-1-16 Toyosu, Koto-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Tiererlebnis / Bildung

Tierabenteuer im Ueno-Zoo

Der älteste Tierpark Japans begeistert Kinder durch seine Großen Pandas, die in naturnahen Gehegen beim Fressen von Bambus beobachtet werden können. Eine Einschienenbahn verband historisch die beiden Parkteile, die heute über befestigte Brückenwege erschlossen sind. Großflächige schattige Rastplätze und Wickelräume stehen im gesamten Parkgelände zur Verfügung. Alle Hauptwege sind asphaltiert und ideal für Kinderwagen geeignet.

Große Pandas und historische Pagode im Park

9-83 Uenokoen, Taito-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Modernes Abenteuer

Aussichtserlebnis auf dem Tokyo Skytree

In weniger als einer Minute befördert der Expressaufzug Familien auf die Aussichtsplattform in 350 Metern Höhe. Mutige Kinder können über dicke Glasbodenluken treten und senkrecht auf die Straßen und Dächer der Stadt hinabblicken. Interaktive Touchscreens erklären die Landmarken und die Geografie der Kanto-Ebene kindgerecht. Das gesamte Bauwerk ist wetterfest überdacht und vollkommen schwellenlos zugänglich.

Rasante Expressaufzüge und Glasbodenfenster

1-1-2 Oshiage, Sumida-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Barrierefrei unterwegs

Barrierefreiheit in Tokio

Tokio gehört weltweit zu den Vorreitern bei der barrierefreien Gestaltung des öffentlichen Raumes und des Nahverkehrs. Nahezu alle U-Bahn- und Bahnhöfe der Stadt verfügen über stufenlose Aufzüge von der Straßenoberfläche bis direkt zu den Zügen, taktile Bodenleitsysteme und breite Ticketschranken. Die städtischen Linienbusse sind ausnahmslos als moderne Niederflurbusse mit Klapprampen und reservierten Rollstuhlplätzen ausgestattet. Die Gehwege in den Geschäftsvierteln, an den Boulevards und in den großen Parks sind vollkommen eben gepflastert und verfügen über sanfte Bordsteinabsenkungen. Die großen Schreine und Tempel wie der Meiji-Schrein und der Senso-ji bieten feste Rampen sowie kostenlose Leihrollstühle an den Eingängen.

Öffentlicher Nahverkehr

Vollständig barrierefreie Bahnhöfe der JR-Yamanote-Linie

Jeder Bahnhof der Ringlinie verfügt über Aufzüge und stufenlose Zugänge zu den Bahnsteigen. Automatische Bahnsteigtüren verhindern Stürze und schließen bündig mit den Waggons ab, sodass Rollstühle spaltfrei einfahren können. Bahnmitarbeiter legen bei Bedarf mitgebrachte mobile Rampen an und unterstützen mobilitätseingeschränkte Fahrgäste aufmerksam. In jedem Zug stehen reservierte Bereiche für Rollstuhlnutzer zur Verfügung.

Aufzugsanlagen, taktile Leitstreifen und Bahnsteigtüren

Yamanote Line Network, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Kultureinrichtung

Barrierefreie Tempelwege im Senso-ji

Die monumentale Haupthalle des Tempels ist über einen modernen Außenaufzug an der Westseite vollkommen stufenlos erreichbar. Die weitläufigen Tempelhöfe sind mit glatten Steinplatten belegt und frei von unüberwindbaren Hindernissen. Rollstuhlnutzer können das Heiligtum und den Weihrauchbrenner selbstständig und barrierefrei besichtigen. Eine rollstuhlgerechte Toilettenanlage befindet sich direkt am Parkeingang.

Rampenanlagen und Aufzug zur Haupthalle

2-3-1 Asakusa, Taito-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Parkanlage

Stufenlose Wandelwege in den Hamarikyu-Gärten

Die historischen Gartenwege entlang der Gezeitenteiche sind weitgehend eben angelegt und verfügen über breite Holzstege über dem Wasser. Rollstuhlfahrer und Personen mit Gehhilfen können das traditionelle Teehaus über feste Rampen schwellenlos erreichen. Am Parkeingang stehen manuelle Rollstühle für Besucher kostenlos zur Ausleihe bereit. Ausgewiesene Behindertenparkplätze befinden sich direkt vor dem Haupttor.

Feste Holzstege und feingewalzte Kieswege ohne Treppen

1-1 Hamarikyuteien, Chuo-ku, Tokio

Route mit Google Maps planen ↗
Reiseideen

Vorgeschlagene Routen

halber Tag

Kaiserliche Gärten und Tradition in Asakusa

Die Tour beginnt am geschichtsträchtigen Senso-ji-Tempel im Viertel Asakusa vor dem gewaltigen Kaminarimon-Tor mit der roten Laterne. Sie schlendern über die historische Händlerstraße Nakamise-dori und probieren ofenfrisches Senbei-Reisgebäck. Anschließend besichtigen Sie die fünfstöckige Pagode und beobachten Gläubige bei der rituellen Reinigung am Weihrauchbrenner. Weiter geht es mit der U-Bahn nach Chiyoda zu den Östlichen Gärten des Kaiserpalastes. Sie spazieren vorbei an massiven Zyklopenmauern und überqueren die fotogene Doppelbrücke Nijubashi. Zum Abschluss flanieren Sie über die von Platanen gesäumten Boulevards des Bankenviertels Marunouchi.

halber Tag

Neonmeere, Shinto-Stille und Jugendtrends

Dieser Rundgang startet am gewaltigen Holztor des Meiji-Schreins im Stadtteil Harajuku. Sie wandern auf breiten Kieswegen durch den schattigen Urwald zur schlichten Haupthalle des Heiligtums und beobachten traditionelle Hochzeitsgesellschaften. Anschließend tauchen Sie in den bunten Trubel der Takeshita-Straße ein und bestaunen die exzentrischen Modetrends der Jugendkultur. Der Weg führt weiter entlang der luxuriösen Prachtstraße Omotesando mit moderner Glasarchitektur. Mit der Bahn fahren Sie eine Station weiter nach Shibuya und erleben das Spektakel der weltberühmten Diagonalkreuzung Shibuya Crossing. Der halbe Tag endet mit einem Foto an der Statue des treuen Hundes Hachiko.

1 Tag

Die große Metropol-, Tempel- und Panoramaroute

Am Vormittag erkunden Sie den historischen Senso-ji-Tempel in Asakusa und fahren anschließend mit dem Expressaufzug auf die Aussichtsplattform des 634 Meter hohen Tokyo Skytree. Von oben genießen Sie den Panoramablick über das gesamte Häusermeer bis zum Berg Fuji. Zur Mittagszeit schlendern Sie über den lebhaften Äußeren Tsukiji-Markt und probieren fangfrisches Nigiri-Sushi an einer der traditionellen Holztheken. Am Nachmittag spazieren Sie durch die feudalen Hamarikyu-Gärten und trinken grünen Matcha-Tee im historischen Pavillon über dem Gezeitenteich. Mit der fahrerlosen Hochbahn Yurikamome überqueren Sie die Rainbow Bridge zur Vergnügungsinsel Odaiba. Vor Sonnenuntergang flanieren Sie an der Uferpromenade und bewundern die erleuchtete Skyline über der Bucht.

1 Tag

Digitale Kunstwelten und Haute Cuisine

Der Tag beginnt im futuristischen Kunstmuseum teamLab Planets in Toyosu, wo Sie barfuß durch faszinierende digitale Licht- und Wasserinstallationen wandern. Danach fahren Sie mit der Bahn in das Luxusviertel Ginza und bewundern die elegante Kaufhausarchitektur und das historische Kabuki-za-Theater. Zur Mittagszeit stärken Sie sich in einem traditionellen Tempura-Restaurant mit knusprig gebackenen Riesengarnelen. Am Nachmittag schlendern Sie durch die weiten Alleen des Shinjuku Gyoen Nationalgartens und bewundern den japanischen Landschaftsgarten. Anschließend fahren Sie auf die Aussichtsplattform des Rathauses von Tokio in Shinjuku und blicken über die Skyline im Abendlicht. Den Tag beschließen Sie in den schmalen Gassen der Omoide Yokocho bei gegrillten Yakitori-Spießen unter roten Lampions.

mehrere Tage

Tokio, Kaiserresidenzen und heilige Berge

Die ersten beiden Tage verbringen Sie in Tokio mit der ausführlichen Erkundung des Senso-ji, des Meiji-Schreins, des Tokyo Skytree und der lebendigen Viertel Shibuya und Shinjuku. Am dritten Tag unternehmen Sie einen Tagesausflug in die historische Tempelstadt Kamakura und besichtigen den Großen Buddha aus Bronze an der Meeresküste. Der vierte Tag führt Sie mit dem Romancecar-Expresszug in das malerische Thermalbad-Tal Hakone mit Piratenschifffahrt auf dem Ashi-See und Blick auf den Berg Fuji. Am fünften Tag unternehmen Sie eine Wanderung durch die Zypressenwälder am Berg Takao und besichtigen den Yakuo-in-Tempel. Den sechsten Tag nutzen Sie für einen Einkaufsbummel in Akihabara, den Besuch des Nationalmuseums im Ueno-Park und den Einkauf von Keramik. Zum Abschluss genießen Sie ein mehrgängiges Kaiseki-Festmahl in einem traditionellen Holzrestaurant mit Blick auf einen beleuchteten Zen-Garten.