Lebensgefühl
So fühlt sich die Reise an
Das Land vermittelt Reisenden einen lebhaften Wechsel zwischen urbanem Trubel, weiter Flussstille und bergiger Abgeschiedenheit. In Großstädten wie Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt prägt ein dichter Strom von Motorrollern das alltägliche Straßenbild. Auf schmalen Bürgersteigen sitzen Menschen auf kleinen Hockern, um traditionelle Nudelsuppen und starken Tropfkaffee zu genießen. An den Küsten und in den Deltaregionen bestimmen Wasserstraßen, Holzboote und schwimmende Märkte den Tagesablauf. In den Bergregionen des Nordens sorgt die weite Bergnatur für Stille, unterbrochen nur von bäuerlicher Feldarbeit. Historische Tempelanlagen und Pagoden bieten im ganzen Land ruhige Rückzugsorte inmitten dichter Siedlungsstrukturen. Die Menschen begegnen Besuchern mit freundlicher Neugierde und geschäftiger Tatkraft. Nach Einbruch der Dunkelheit erwachen Straßenmärkte und beleuchtete Gassen zu einem bunten gesellschaftlichen Treffpunkt.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die vietnamesische Zivilisation blickt auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück, die im Delta des Roten Flusses ihren Ursprung nahm. Über ein Jahrtausend hinweg stand das Gebiet unter chinesischer Vorherrschaft, ehe im zehnten Jahrhundert eigenständige vietnamesische Dynastien erstarkten. Im neunzehnten Jahrhundert etablierte Frankreich die Kolonialherrschaft und gliederte das Territorium in Französisch-Indochina ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem anschließenden Indochinakrieg erlangte das Land die Unabhängigkeit, wurde jedoch in Nord und Süd geteilt. Der folgende jahrzehntelange Vietnamkrieg endete im Jahr 1975 mit der Wiedervereinigung unter sozialistischer Führung. Die Kultur ist tief im Konfuzianismus, Buddhismus und der traditionellen Ahnenverehrung verwurzelt. Handwerksformen wie die Lackmalerei, Seidenweberei und das traditionelle Wasserpuppentheater besitzen einen herausragenden Stellenwert. Die Landesküche zeichnet sich durch frische Kräuter, Fischsauce und schonende Garverfahren aus.