Lebensgefühl
So fühlt sich die Reise an
Das alltägliche Leben auf der Insel ist von mediterraner Gelassenheit, Sonnenlicht und familiärer Gastfreundschaft geprägt. In den Küstenstädten bestimmen palmengesäumte Boulevards, Cafés und der Blick auf das blaue Meer das Bild. Die Altstadtgassen der geteilten Hauptstadt Nikosia vermitteln durch historische venezianische Festungsmauern ein geschichtsträchtiges Flair. In den engen Bergdörfern des Troodos geht es beschaulich zu, während ältere Bewohner auf schattigen Plätzen Kaffee trinken. Der Duft von Wildkräutern, Kiefernholz und gegrilltem Halloumi-Käse begleitet Reisende durch die Regionen. Auf den Straßen herrscht als Erbe der Kolonialzeit Linksverkehr, der den Alltag auf den Landstraßen prägt. Die Menschen pflegen eine ausgeprägte Esskultur, bei der traditionelle Meze-Tafeln stundenlang zelebriert werden. Nach Sonnenuntergang erwachen die Uferpromenaden und dörflichen Tavernen zu geselligen Treffpunkten.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Besiedlung Zyperns reicht über zehntausend Jahre zurück und war eng mit reichen antiken Kupfervorkommen verknüpft. Griechische Mykener, Phönizier, Assyrer, Ägypter und Römer hinterließen nacheinander ihre Spuren auf der strategisch gelegenen Insel. Im Mittelalter stand das Gebiet unter byzantinischer Verwaltung, ehe Richard Löwenherz und das Haus Lusignan ein Kreuzfahrer-Königreich begründeten. Später folgten die Herrschaft der Republik Venedig und eine jahrhundertelange Epoche unter osmanischer Kontrolle. Im Jahr 1878 übernahm Großbritannien die Verwaltung und wandelte die Insel später in eine Kronkolonie um. Im Jahr 1960 erlangte Zypern die Unabhängigkeit, ehe die Ereignisse von 1974 zur faktischen Teilung der Insel führten. Kulturell sind die griechisch-orthodoxe Kirche und das Feiern von Osterfesten tief im Alltag der Bevölkerung verwurzelt. Die jahrhundertealte Weinbautradition brachte unter anderem den berühmten Süßwein Commandaria hervor.