Stadtgefühl
So fühlt sich Bassano del Grappa an
Bassano del Grappa verzaubert seine Besucher durch ein lebendiges, alpines und zugleich zutiefst venetisches Flair. Das stetige, kraftvolle Rauschen des Brenta-Flusses bildet die allgegenwärtige Klangkulisse der Stadt. An den sonnigen Nachmittagen füllen sich die Brückenköpfe und Arkadencafés mit Menschen, die den berühmten Aperitif Mezzo e Mezzo genießen. Das Licht der Voralpen taucht die bemalten Palastfassaden in warme Ocker- und Terrakottatöne. In den Gassen liegt der unverwechselbare, feine Duft von Tresterbrand, frischem Gebäck und geröstetem Espresso in der Luft. Die Verbundenheit mit den Alpini-Gebirgsjägern ist an vielen Ecken spürbar und verleiht der Stadt eine stolze, herzliche Identität. Künstler und Kunsthandwerker prägen mit ihren Keramik- und Druckwerkstätten das kreative Straßenbild. Wenn die Abendsonne die Felswände des Monte Grappa rosa erleuchten lässt, entfaltet die Stadt ihre ganze Magie. So bleibt ein Besuch in Bassano ein Fest für alle Sinne zwischen Bergluft, Baukunst und Lebensfreude.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Ursprünge der Stadt reichen bis in die römische Zeit zurück, als der Ort als Landgut eines Fundus Bassianus an der Via Claudia Augusta entstand. Im Mittelalter erlangte die Stadt unter der berüchtigten Herrschaft der Feudalherren Ezzelino da Romano strategische Bedeutung als Festungsstadt. Im frühen fünfzehnten Jahrhundert unterstellte sich Bassano freiwillig der Republik Venedig und erlebte eine beispiellose wirtschaftliche und künstlerische Blüte. Die Malerfamilie Da Ponte, allen voran Jacopo Bassano, begründete eine weltberühmte Malerschule mit meisterhafter Lichtführung. Im sechzehnten Jahrhundert entwarf Andrea Palladio die kühne Holzbrücke über den Brenta. Im achtzehnten Jahrhundert erlangte die Stadt durch die Druckerei Remondini weltweite Bekanntheit als europäisches Zentrum des Kupferstich- und Bilderdrucks. Während des Ersten Weltkriegs stand das Monte-Grappa-Massiv im Mittelpunkt erbitterter Gebirgskämpfe, was die Stadt zur Symbolstadt der Alpini-Soldaten machte. Heute pflegt die Bürgerschaft ihr reiches handwerkliches, künstlerisches und militärhistorisches Erbe mit großem Stolz.