Stadtgefühl
So fühlt sich Biancavilla an
Biancavilla empfängt Besucher mit der lebendigen Herzlichkeit einer traditionsreichen sizilianischen Berggemeinde. Dunkler Basaltstein an den Gebäudesockeln erinnert allgegenwärtig an die Nachbarschaft des Vulkans Ätna. Auf der Piazza Roma herrscht zu jeder Tageszeit ein reger Austausch zwischen den Generationen. Der Duft von ofenfrischem Brot, gebratenem Fleisch und sizilianischen Süßwaren erfüllt die Straßen am Vormittag. Am Nachmittag senkt sich eine friedliche Ruhe über die engen Altstadtgassen. Wenn die Dämmerung einsetzt, beleben Spaziergänger die Via Vittorio Emanuele beim traditionellen Abendbummel. Glockengeläut von zahlreichen Kirchtürmen hallt regelmäßig über die Dächer der Stadt. Die Aussicht auf die Weite des Simeto-Tals verleiht dem Ort eine befreiende Weite. Diese gelungene Mischung aus gelebter Tradition, historischem Stolz und Naturverbundenheit nimmt jeden Besucher ein.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Stadt wurde im Jahr 1488 durch albanische Flüchtlinge unter der Führung von Cesare Masi gegründet. Die Siedler erhielten vom Grafen von Adrano das Privileg, sich am Ort Callicari niederzulassen. Sie brachten die byzantinische Marienikone mit, die bis heute als Schutzpatronin verehrt wird. Im Laufe der Jahrhunderte wuchs der Ort zu einer bedeutenden Stadt im Ätna-Raum heran. Nach dem Erdbeben von 1693 wurden zahlreiche Kirchen im Stil des sizilianischen Barocks prachtvoll erneuert. Die Verehrung des Heiligen Placidus und der Madonna dell'Elemosina prägt das religiöse Brauchtum zutiefst. Reich verzierte Sakralbauten und Adelspaläste künden vom Wohlstand der Bürger im achtzehnten Jahrhundert. Das kulturelle Erbe wird durch Musikvereine, Theatergruppen und historische Bräuche sorgsam gepflegt. Die Einwohner bewahren ihre einzigartigen Gründungswurzeln mit großem Respekt.