Stadtgefühl
So fühlt sich Carlentini an
Carlentini empfängt Besucher mit der erhabenen Ruhe und Weite einer kaiserlichen Planstadt. Von den Höhen der Straßen lenkt der unverbauete Blick immer wieder zum majestätischen Gipfel des Ätna. Der Duft von blühenden Orangenbäumen und frischem Espresso zieht durch die lichten Straßenfluchten. Auf der Piazza Diaz herrscht ein gelassener, herzlicher Austausch unter den Bewohnern. Am Vormittag beleben Händler die Gassen mit frischen Agrarprodukten aus der umliegenden Ebene. Zur Mittagszeit senkt sich eine friedliche Stille über die barocken Fassaden der Stadt. Am Abend treffen sich Einheimische auf der Via Roma zur traditionellen Passeggiata im goldenen Sonnenuntergangslicht. Die kühle Brise von den Hügeln sorgt auch im Sommer für ein angenehmes Wohlbefinden. Diese harmonische Synthese aus kaiserlichem Ursprung, landwirtschaftlichem Reichtum und sizilianischer Gemütlichkeit nimmt jeden Besucher gefangen.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Stadt wurde im Jahr 1551 durch den spanischen Vizekönig Giovanni de Vega gegründet. Benannt nach Kaiser Karl V., sollte die Siedlung als befestigte Zufluchtsstätte für die Bewohner des erdbebengefährdeten Lentini dienen. Meisterhafte Architekten entwarfen einen regelmäßigen Stadtgrundriss nach den Idealen der Renaissance. Nach den Zerstörungen des Erdbebens von 1693 wurden die Gotteshäuser im Stil des sizilianischen Barocks prachtvoll neu errichtet. Die Nähe zur antiken griechischen Kolonie Leontinoi verbindet den Ort mit der Frühgeschichte der Insel. Der Anbau der Blutorange Tarocco begründete im zwanzigsten Jahrhundert den wirtschaftlichen Aufschwung der Region. Die Verehrung der Heiligen Lucia wird alljährlich mit feierlichen Prozessionen und traditionellem Brauchtum begangen. Die Bürger bewahren ihre historische Identität und landwirtschaftliche Spitzenstellung mit großem Stolz.