Stadtgefühl
So fühlt sich Lentini an
Lentini empfängt Besucher mit der tiefen Würde und lebhaften Betriebsamkeit einer antiken sizilianischen Traditionsstadt. Auf der Piazza Duomo spiegelt sich das warme Sonnenlicht in den barocken Fassaden der Kathedrale wider. Der Duft von blühenden Orangenbäumen, ofenfrischem Hartweizenbrot und feinstem Espresso zieht durch die Straßen. Am Vormittag herrscht ein reges Kommen und Gehen auf den Märkten und in den kleinen Handwerksläden. Einheimische treffen sich gern vor den traditionsreichen Bars zu lebhaften Gesprächen beim Kaffee. Zur Mittagszeit legt sich eine andächtige Stille über die historischen Gassen der Altstadt. Am späten Nachmittag erwacht die Via Garibaldi zur traditionellen Passeggiata unter schattigen Balkonen. Die Nähe zum großen See und den weiten Zitrushainen verleiht der Stadt eine besondere ländliche Frische. Diese gelungene Mischung aus antiker Monumentalität, gelebter Gemeinschaft und landwirtschaftlichem Reichtum nimmt jeden Besucher gefangen.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Stadt wurde im Jahr 729 vor Christus durch griechische Kolonisten aus Naxos als Leontinoi gegründet. Die Kolonie stieg rasch zu einer wohlhabenden und mächtigen Handelsmetropole der antiken Welt auf. Berühmtester Sohn der Stadt war der Philosoph und Rhetoriker Gorgias von Leontinoi, der die Redekunst in ganz Griechenland revolutionierte. Im Mittelalter erlebte der Ort unter den Normannen und Staufern eine erneute Blütezeit als strategischer Stützpunkt. Nach der Zerstörung durch das Erdbeben von 1693 bauten die Bürger ihre Stadt im prachtvollen sizilianischen Barockstil neu auf. Die Verehrung der Heiligen drei Brüder Alfio, Filadelfo und Cirino prägt das religiöse Brauchtum mit einem der spektakulärsten Patronatsfeste Siziliens im Mai. Der Anbau der Blutorange Tarocco begründete im zwanzigsten Jahrhundert den modernen wirtschaftlichen Wohlstand der Region. Die Bürger bewahren ihre antike und christliche Geschichte mit großem Stolz.