Stadtgefühl
So fühlt sich Hall in Tirol an
Hall in Tirol verströmt die ehrwürdige Atmosphäre einer bedeutenden mittelalterlichen Handels- und Salzstadt. In den schmalen Gassen ragen historische Bürgerhäuser mit kunstvollen Erkern und Schildern auf. Auf dem Oberen Stadtplatz sitzen Menschen in sonnigen Gastgärten unter alten Bäumen bei regionalen Köstlichkeiten. Das Rauschen des Inns begleitet Spaziergänger auf den Wegen unterhalb der Stadtmauer. Der mächtige Münzerturm der Burg Hasegg bildet einen weithin sichtbaren Orientierungspunkt im Inntal. Über den Dächern ragen die hellen Felswände des Karwendels empor und schaffen ein erhabenes Panorama. In den traditionsreichen Handwerksbetrieben und kleinen Fachgeschäften wird bodenständige Qualität geschätzt. Diese harmonische Verbindung von jahrhundertealtem Stadterbe und alpiner Landschaft prägt den Charakter des Ortes.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes als Saline datiert aus dem 13. Jahrhundert, als der Salzabbau im Halltal begann. Durch die Erhebung zur Stadt im Jahr 1303 durch Herzog Otto von Kärnten entwickelte sich Hall zum führenden Handelsplatz Nordtirols. Die Innschifffahrt transportierte das weiße Gold über den Inn bis nach Bayern und Wien. Im 15. Jahrhundert verlegte Erzherzog Sigmund der Münzreiche die landesfürstliche Münzstätte nach Hall. Hier wurde 1486 die erste hochwertige Silbertalermünze geprägt, die als Vorläufer des Dollars gilt. Im 16. Jahrhundert entstand das adelige Damenstift als religiöses Zentrum der Region. Nach der Stilllegung der Saline im 20. Jahrhundert widmete sich die Stadt der vorbildlichen Sanierung ihrer mittelalterlichen Bausubstanz. Heute gilt Hall in Tirol als lebendige Universitäts- und Kulturstadt mit tief verwurzeltem historischem Erbe.