Stadtgefühl
So fühlt sich Hohenems an
Hohenems versprüht das noble und zugleich entspannte Flair einer traditionsreichen Residenzstadt im Grünen. Der weitläufige Schlossplatz vor dem Renaissancepalast bildet den Mittelpunkt des städtischen Lebens. In den Cafés der Marktstraße sitzen Einheimische und Gäste im Schatten historischer Fassaden. Über den Dächern ragen die steilen bewaldeten Hänge des Schlossbergs auf und verleihen dem Ort eine markante alpine Kulisse. Im Jüdischen Viertel herrscht eine kontemplative Ruhe, die zur Beschäftigung mit der reichen Geschichte einlädt. Zur Zeit der Schubertiade erfüllen Musikliebhaber die Gassen und bringen ein weltgewandtes Publikum in die Stadt. An warmen Nachmittagen zieht es viele Menschen an die schattigen Ufer des Alten Rheins. Diese gelungene Verbindung von Renaissance-Kultur, bewegender Geschichte und Naturgenuss prägt den Charakter der Stadt.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Besiedlung der Region reicht bis in die Antike zurück, als der Schlossberg als Zufluchtsort diente. Im 12. Jahrhundert errichteten die Herren von Ems die mächtige Höhenburg Alt-Ems, die zu den größten Burganlagen der Region zählte. Unter Graf Jakob Hannibal I. von Hohenems entstand im 16. Jahrhundert der prächtige Renaissancepalast nach Plänen italienischer Baumeister. Im Palast wurden bedeutende Handschriften des Nibelungenliedes wiederentdeckt, was den literaturgeschichtlichen Ruhm der Stadt begründete. Im 17. Jahrhundert erlaubte ein fürstlicher Schutzbrief die Ansiedlung jüdischer Familien, woraus eine florierende Gemeinde mit Synagoge und Schule erwuchs. Nach dem Aussterben der Grafenlinie fiel die Herrschaft an das Haus Waldburg-Zeil. Im 19. Jahrhundert prägte die Textilindustrie den wirtschaftlichen Aufschwung der Bürgerschaft. Im Jahr 1983 wurde Hohenems offiziell zur Stadt erhoben. Heute pflegt die Stadt ihr einzigartiges baukulturelles Erbe und präsentiert sich als vitaler Kulturknotenpunkt im Rheintal.