Stadtgefühl
So fühlt sich Lustenau an
Lustenau verströmt die geschäftige und weltoffene Atmosphäre einer eigenständigen Marktgemeinde an der Grenze. Auf dem weitläufigen Kirchplatz herrscht an Markttagen ein reges Kommen und Gehen, wenn Menschen aus Österreich und der Schweiz einkaufen. Das Stadtbild vereint traditionelle Stickereivillen, moderne Holzarchitektur und weitläufige Industrieareale. Entlang des Rheindamms weht stets eine frische Brise, während Radfahrer und Spaziergänger den weiten Horizont genießen. Die Schweizer Berge im Westen und die Bregenzerwälder Gipfel im Osten rahmen die weite Ebene malerisch ein. In den gemütlichen Gasthäusern spürt man den besonderen Zusammenhalt und den Erfindergeist der Lustenauer Bevölkerung. An Sommerabenden füllen sich die Terrassen der Lokale mit Leben. Diese Mischung aus Textilgeschichte, Grenzflair und Naturverbundenheit verleiht der Gemeinde ihren unverwechselbaren Charakter.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 887 als königlicher Hof Lustenau in einer Urkunde von König Karl III. Jahrhundertelang war der Ort ein freier Reichshof mit eigener Gerichtsbarkeit und Selbstverwaltung unter den Grafen von Waldburg-Zeil-Lustenau. Erst im Jahr 1830 kam die Gemeinde endgültig an das Kaisertum Österreich. Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert entwickelte sich Lustenau durch die Einführung von Hand- und Schiffchenstickmaschinen zum Zentrum der europäischen Stickereiproduktion. Fast jedes Wohnhaus beherbergte damals ein eigenes Stickereilokal, dessen Erzeugnisse nach Paris, London und Afrika exportiert wurden. Im Jahr 1902 wurde der florierende Ort offiziell zur Marktgemeinde erhoben. Die Rheinregulierung zähmte den unberechenbaren Alpenfluss und schuf neue Agrar- und Wirtschaftsflächen. Bis heute bewahrt Lustenau sein reiches textiles Erbe und behauptet sich als innovativer Technologie- und Gewerbestandort.