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Mongolei · Ulaanbaatar

Ulaanbaatar

Ulaanbaatar begeistert im Tal des Tuul-Flusses als kälteste Hauptstadt der Welt mit dem Gandan-Kloster, dem Dschingis-Khan-Denkmal und lebendigen Jurtenvierteln.

Willkommen in

Über Ulaanbaatar

In einem weiten Hochtal entlang des Tuul-Flusses breitet sich Ulaanbaatar auf rund eintausenddreihundertfünfzig Metern Höhe am Fuße des heiligen Berges Bogd Khan Uul aus. Die mongolische Hauptstadt gilt statistisch als kälteste Hauptstadt der Erde und ist von endlosen Grassteppen und sanften Bergen umgeben. Ein extremes kontinentales Klima beschert der Stadt sonnenreiche, milde Sommermonate und klirrend kalte, trockene Wintertage, an denen der Atem in der Luft gefriert. Das Stadtbild vereint auf faszinierende Weise die nomadische Jurtenkultur mit sowjetischer Blockarchitektur und modernen gläsernen Wolkenkratzern. Das historische Zentrum konzentriert sich um den weitläufigen Süchbaatar-Platz, der heute offiziell als Dschingis-Khan-Platz bekannt ist. Vor dem monumentalen Parlamentsgebäude thront eine gewaltige Bronzestatue des Reichsgründers Dschingis Khan, flankiert von seinen berittenen Generälen. Nur wenige Straßen weiter erhebt sich das Gandan-Kloster, das bedeutendste buddhistische Heiligtum des Landes, dessen goldene Dächer das sowjetische Regime überdauerten. An den Hängen rund um den befestigten Stadtkern erstrecken sich die riesigen Ger-Distrikte, traditionelle Jurtenviertel mit Holzzäunen, aus deren Schornsteinen der Rauch von Holzfeuern aufsteigt. Schattige Boulevards wie die Enkh Taivan Avenue durchziehen das Zentrum von Ost nach West. Als politisches, wissenschaftliches und spirituelles Herz der Mongolei vereint die Stadt das Erbe des tibetischen Buddhismus mit nomadischer Lebensart und moderner Hochtechnologie. Im Nationalmuseum der Mongolei zeugen traditionelle Trachten, schamanische Trommeln und Waffen aus der Zeit des mongolischen Weltreiches von einer stolzen Geschichte. Das alltägliche Leben wird von herzlicher Gastfreundschaft und lebendigen Naadam-Traditionen geprägt, bei denen Ringen, Bogenschießen und Pferderennen gefeiert werden. Der Duft von gedämpften Fleischtaschen, gegrilltem Hammelfleisch und gesalzenem Milchtee erfüllt die traditionellen Gaststuben. Bei Sonnenuntergang leuchten die Bergkämme des Bogd Khan in goldenem Licht über dem Talkessel. Nach Süden hin schließt der Nationalpark Bogd Khan Uul an, der als ältestes gesetzlich geschütztes Naturreservat der Welt gilt und dichte Lärchenwälder bewahrt. Die Transmongolische Eisenbahn durchquert das Stadtgebiet und verbindet Ulaanbaatar auf historischer Trasse mit Moskau und Peking. Die Stadt wächst stetig weiter und setzt mit modernen Kulturkomplexen neue architektonische Akzente in der Steppe. Ulaanbaatar bleibt eine zutiefst faszinierende Metropole des Übergangs, in der uralte Reiternomadentradition und urbane Zukunftsvisionen aufeinandertreffen.

Passt besonders zu
Nomaden- und SteppenbegeisterteBuddhismus- und ReligionsinteressierteGeschichts- und Naturforscher
Orientierung

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Das Lebensgefühl von Ulaanbaatar

Stadtgefühl

So fühlt sich Ulaanbaatar an

Ulaanbaatar empfängt Besucher mit einer rauen, ungezähmten Energie, die den Geist der endlosen eurasischen Steppe mitten in den urbanen Raum holt. In den kalten Morgenstunden liegt der Geruch von Birkenholzfeuern aus den Jurtenvierteln über dem Tal, während der tiefe Klang buddhistischer Muschelhörner vom Gandan-Kloster herüberweht. Auf den breiten Boulevards eilen Geschäftsleute in feinem Kaschmir an Reitern in traditionellen Deel-Mänteln und spitzen Filzhüten vorbei. Die Mongolen begegnen Gästen mit einer offenen, unkomplizierten Herzlichkeit, die tief in den uralten Überlebensgesetzen der nomadischen Steppengemeinschaft wurzelt. Überall im Stadtbild reiben sich verwitterte sowjetische Wohnblöcke an glänzenden Glastürmen und bunten Holzzäunen. Der weite Himmel über dem Talkessel spannt sich in einem tiefen, strahlenden Blau von Horizont zu Horizont. Nach Einbruch der Dunkelheit füllen sich die Gaststuben mit Geselligkeit beim gemeinsamen Teilen dampfender Buuz-Platten und Schalen gesalzenem Milchtee. Ulaanbaatar ist keine gewöhnliche Stadt, sondern das pulsierende Nomadenzentrum der Welt, das seine uralte Reiteridentität mit mutigem Pioniergeist in das 21. Jahrhundert trägt.

Geschichte & Kultur

Zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Gegründet wurde die Stadt im Jahr 1639 als wanderndes Jurtenkloster namens Örgöö (Urga) am Ufer des Shireet Tsagaan Nuur zur Residenz des ersten Bogd Gegeen Zanabazar. Fast anderthalb Jahrhunderte lang wechselte die Klosterstadt auf Ochsenkarren mehr als fünfundzwanzigmal ihren Standort in der Steppe, bevor sie sich 1778 dauerhaft an ihrem heutigen Platz am Fluss Tuul niederließ. Urga entwickelte sich zu einem bedeutenden Handelsplatz an der Teeroute zwischen Russland und China sowie zum religiösen Zentrum des mongolischen Buddhismus. Nach dem Zusammenbruch der chinesischen Qing-Dynastie proklamierte der achte Bogd Khan 1911 hier die Unabhängigkeit der Mongolei. Im Juli 1921 vertrieben mongolische Revolutionäre unter Damdin Süchbaatar mit Unterstützung der Roten Armee die weißgardistischen Truppen und riefen die Volksrepublik aus. Zu Ehren der Revolutionäre wurde die Stadt 1924 in Ulaanbaatar umbenannt, was Roter Held bedeutet. Unter sowjetischem Einfluss wandelte sich das Erscheinungsbild durch Industrieanlagen, Theater und Wohnblöcke grundlegend. Im Frühjahr 1990 führten friedliche Demonstrationen auf dem Hauptplatz zur Beendigung des Einparteiensystems und leiteten die friedliche demokratische Transformation ein. Kulturell ist Ulaanbaatar stolz auf das weltberühmte Naadam-Fest im Juli, die meisterhafte Pferdekopfgeigenmusik Morin Khuur und den faszinierenden Obertongesang Khöömii, die zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe gehören.

Highlights auf einen Blick

Buddhistisches Kloster / Sakralbau

Gandan-Kloster (Gandantegtschinlen-Hiid)

Das 1838 gegründete buddhistische Kloster im tibetischen Stil ist das spirituelle Zentrum der Mongolei und überstand als einziges aktives Kloster die Zerstörungen der 1930er-Jahre. In der monumentalen Haupthalle Migjid Janraisig ragt eine über sechsundzwanzig Meter hohe, vergoldete Statue des Bodhisattva Avalokiteshvara empor. Gläubige drehen hunderte Gebetsmühlen im Hof, während Mönche in roten Gewändern morgendliche Mantras rezitieren.

Gandan, Bayangol duureg, Ulaanbaatar

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Öffentlicher Platz / Monument

Dschingis-Khan-Platz (Süchbaatar-Platz)

Der monumentale Hauptplatz im Herzen der Stadt wird vom neoklassizistischen Parlamentsgebäude mit einer kolossalen Bronzestatue von Dschingis Khan dominiert. In der Mitte des gepflasterten Platzes erinnert das Reiterstandbild des Revolutionsführers Damdin Süchbaatar an die Unabhängigkeit von 1921. Moderne Wolkenkratzer wie der Blue Sky Tower und historische Paläste rahmen das weitläufige Forum ein.

Sükhbaatar Square, Chingeltei duureg, Ulaanbaatar

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Nationalmuseum

Nationalmuseum der Mongolei

Das führende historische Museum des Landes dokumentiert die Geschichte der Steppenvölker von der Steinzeit über das Mongolische Reich bis zur Gegenwart. Zu den herausragenden Schätzen zählen kunstvoll verzierte traditionelle Trachten aller ethnischen Gruppen, schamanische Ritualgewänder und Kriegswaffen aus dem 13. Jahrhundert. Die Ausstellung vermittelt einen tiefen Einblick in die nomadische Lebensweise.

Juulchin Street 1, Chingeltei duureg, Ulaanbaatar

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Historischer Palast / Museum

Bogd-Khan-Winterpalast

Der Palastkomplex war die Winterresidenz des achten Jebtsundamba Khutukhtu, des letzten theokratischen Herrschers und Königs der Mongolei. Das Ensemble umfasst sechs chinesisch-mongolische Tempelbauten mit geschwungenen Dächern und das zweistöckige weiße Wohnhaus im russischen Zarenstil. Ausgestellt sind königliche Gewänder, Thronsessel, eine Jurte aus Schneeleopardenfellen und Geschenke ausländischer Herrscher.

Chinggis Avenue, Khan-Uul duureg, Ulaanbaatar

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Tempelmuseum / Buddhistische Kunst

Tschoidschin-Lama-Tempel-Museum

Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtete Klosteranlage diente als Residenz des Staatsorakels Luvsan Haidav, dem Bruder des achten Bogd Khan. Die fünf reich verzierten Tempelhallen aus dunklem Holz und Ziegeln beherbergen eine herausragende Sammlung buddhistischer Kunstwerke. Weltberühmt sind die expressiven Tsam-Tanzmasken aus Pappmaché und vergoldete Skulpturen des Meisters Zanabazar.

Genden Street, Sükhbaatar duureg, Ulaanbaatar

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Denkmal / Aussichtspunkt

Dsaisan-Gedenkstätte (Zaisan Memorial)

Das monumentale Denkmal auf einem Hügel im Süden der Stadt ehrt die gefallenen sowjetischen und mongolischen Soldaten des Zweiten Weltkriegs. Ein kreisrundes Betonmosaik im sowjetischen Stil zeigt heroische Szenen der Waffenbrüderschaft und der Raumfahrt. Über dreihundert Stufen führen vom Tal hinauf zur Aussichtsplattform mit Panoramablick über das gesamte Talbecken.

Zaisan Hill, Khan-Uul duureg, Ulaanbaatar

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Denkmal / Landmarke

Dschingis-Khan-Reiterstatue in Tsonjin Boldog

Die monumentale, vierzig Meter hohe Edelstahlstatue erhebt sich rund fünfundfünfzig Kilometer östlich der Stadt auf einem Hügel in der Steppe. Der legendäre Herrscher sitzt auf einem gigantischen Pferd und blickt symbolisch in Richtung seines Geburtsortes im Osten. Besucher können mit einem Aufzug durch das Innere des Pferdes bis auf den Kopf des Tieres fahren und den Ausblick genießen.

Tsonjin Boldog, Erdene sum, Töv-Aimag

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Traditioneller Markt

Naran-Tuul-Markt (Schwarzer Markt)

Der riesige Freiluftmarkt im Osten der Stadt bildet das Handelszentrum für traditionelle nomadische Ausrüstung und Alltagsgüter. Händler verkaufen handgefertigte Jurten-Bauteile, Filzdecken, geschnitzte Holzbetten, Reitsättel und traditionelle Deel-Mäntel. Das geschäftige Treiben bietet einen unverfälschten Einblick in das materielle Leben der mongolischen Landbevölkerung.

Naran Tuul, Bayanzürkh duureg, Ulaanbaatar

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Naturhistorisches Museum / Paläontologie

Dinosaurier-Zentralmuseum (Museum für Naturgeschichte)

Das Museum im Stadtzentrum widmet sich den spektakulären paläontologischen Funden aus der Wüste Gobi. Glanzstück der Ausstellung ist das vollständige, über drei Meter hohe Skelett eines fleischfressenden Tarbosaurus bataar, eines nahen Verwandten des Tyrannosaurus. Zahlreiche versteinerte Dinosauriereier, Flugsaurier und pflanzenfressende Sauropoden ergänzen die Sammlung.

Freedom Square, Chingeltei duureg, Ulaanbaatar

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Kunstmuseum

Zanabazar-Kunstmuseum

Das Museum in einem historischen russischen Handelshaus aus dem frühen 20. Jahrhundert beherbergt Meisterwerke der bildenden Kunst der Mongolei. Kernstück sind die grazilen, vergoldeten Bronzeskulpturen des Universalgelehrten und ersten Bogd Gegeen Öndör Zanabazar aus dem 17. Jahrhundert. Seltene Thangka-Rollbilder, Masken und Holzschnitzereien dokumentieren die buddhistische Renaissance.

Juulchin Street, Chingeltei duureg, Ulaanbaatar

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Nationalpark / Berglandschaft

Bogd Khan Uul Nationalpark

Das über vierzigtausend Hektar große Bergmassiv südlich der Stadt wurde bereits 1778 unter Schutz gestellt und gilt als das älteste offizielle Naturschutzgebiet der Erde. Wanderwege führen durch dichte Lärchen- und Kiefernwälder hinauf zu Granitfelsen mit Blick auf die Steppe. Seltene Tiere wie Hirsche, Murmeltiere und Sibirische Steinböcke leben in den geschützten Hochlagen.

Bogd Khan Uul, Ulaanbaatar

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Historische Ruine / Sakralbau

Manzushir-Klosterruine

Die historische Klosteranlage liegt an den waldreichen Südhängen des Bogd Khan Uul oberhalb der Stadt Zuunmod. Einst eine der größten buddhistischen Lehrstätten mit zwanzig Tempeln, wurde die Anlage in den stalinistischen Säuberungen von 1937 fast vollständig zerstört. Ein kleines Museum und ein riesiger Bronzekessel im Wald erinnern an die einstige Pracht.

Südhang Bogd Khan Uul, Zuunmod, Töv-Aimag

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Opernhaus / Theater

Nationales Opern- und Balletttheater der Mongolei

Das lachsrosa gestrichene Gebäude im sowjetischen Neoklassizismus prägt die Südostecke des Dschingis-Khan-Platzes. Säulenhallen und schwere Samtlogen bieten eine erhabene Kulisse für klassische westliche Opern und traditionelle mongolische Musiktheaterwerke. Es dient als ständiger Aufführungsort des Nationaltheaters.

Sükhbaatar Square, Ulaanbaatar

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Theater / Kultur

Staatliches Akademisches Dramatheater

Das monumentale neoklassizistische Theatergebäude aus dem Jahr 1960 sticht durch seine rote Fassade und weiße Säulen hervor. Neben klassischen Dramen finden hier Aufführungen traditioneller mongolischer Musikensembles mit Kehlkopfgesang und Pferdekopfgeige statt. Vor dem Theater steht die Bronzestatue des Nationaldichters D. Natsagdordsch.

Namnansüren Street, Sükhbaatar duureg, Ulaanbaatar

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Buddhistischer Tempel

Bakhsar-Tempel und Dambadarjaa-Kloster

Das 1734 erbaute Kloster im nördlichen Stadtteil Sukhbaatar war eine der ersten festen Tempelstätten im Tal des Tuul-Flusses. Die erhaltenen Holztempel mit geschwungenen Ziegeldächern beherbergen historische Buddha-Statuen und Gebetshallen. Das Areal strahlt eine dörfliche Stille abseits der Hauptverkehrsachsen aus.

Dambadarjaa, Sükhbaatar duureg, Ulaanbaatar

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Museum / Kuriose Bildung

Internationales Intellektuelles Museum (IQ-Museum)

Das privat gegründete Museum widmet sich traditionellen mongolischen Geduldsspielen, Holzpuzzles und Schachspielen. Ausgestellt sind tausende handgefertigte Logikrätsel aus Holz und Knochen, von denen viele ausprobiert werden können. Das Museum fördert das logische Denken und die traditionelle Handwerkskunst der Steppenvölker.

Bayanzürkh duureg, Ulaanbaatar

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Highlight

Tuul-Fluss Promenade

Der befestigte Fußweg begleitet den heiligen Fluss Tuul durch den südlichen Teil der Stadt unterhalb des Zaisan-Hügels. Schattige Weidenbäume und Kiesbänke säumen das Gewässer, an dem Einheimische im Sommer picknicken. Der Flusslauf verbindet die Wohnbezirke mit den Ausläufern des Nationalparks.

Tuul River Bank, Khan-Uul duureg, Ulaanbaatar

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Highlight

Ger-Distrikte von Ulaanbaatar

Die weitläufigen Jurtenviertel an den Berghängen beherbergen über die Hälfte der Bevölkerung der Hauptstadt. Traditionelle weiße Filzjurten stehen neben einfachen Holzhäusern hinter festen Bretterzäunen (Khashaa). Die Viertel spiegeln den tiefgreifenden Übergang von der nomadischen Weidewirtschaft zum sesshaften Stadtleben wider.

Chingeltei duureg, Ulaanbaatar

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Moderne Architektur / Landmarke

Blue Sky Tower

Das über einhundert Meter hohe Hochhaus aus blau verspiegeltem Glas hat die Form eines geblähten Segels und dominiert die Südseite des Hauptplatzes. Als modernes architektonisches Wahrzeichen beherbergt der Bau Luxushotels, Büros und Konferenzsäle. Die Sky-Lounge im obersten Stockwerk bietet einen Rundumblick auf das Stadtzentrum.

Peace Avenue 17, Sükhbaatar duureg, Ulaanbaatar

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Freizeitpark / Stadtpark

Nationaler Vergnügungspark (Children's Park)

Die zentrale Parkanlage bietet einen künstlichen See mit einem märchenhaften Schlossbau in der Seemitte. Im Sommer laden Riesenräder, Achterbahnen und Bootsverleihe zu Familienausflügen im Herzen der Stadt ein. Im Winter wird der gefrorene See in eine weitläufige Eislaufbahn verwandelt.

Olympic Street, Sükhbaatar duureg, Ulaanbaatar

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Militärhistorisches Museum

Museum für Militärgeschichte der Mongolei

Die Institution im östlichen Stadtbezirk dokumentiert die Kriegsgeschichte der Reiternomaden von den Truppen Dschingis Khans bis zur modernen Armee. Ausgestellt sind Rüstungen, Kettenhemden, historische Geschütze sowie sowjetische Panzerfahrzeuge auf dem Außengelände. Schautafeln veranschaulichen die militärische Disziplin und Logistik des Reitervolkes.

Peace Avenue, Bayanzürkh duureg, Ulaanbaatar

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Traditionelles Handwerk / Musik

Pferdekopfgeigen-Manufakturwerkstätten

In kleinen Fachwerkstätten nahe dem Konservatorium fertigen Instrumentenbauer die traditionelle Morin Khuur (Pferdekopfgeige). Besucher können den Schnitzern beim Formen des hölzernen Pferdekopfes und dem Bespannen der Saiten aus Pferdehaar zusehen. Das Instrument gehört zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe der Menschheit.

Baga Toiruu, Sükhbaatar duureg, Ulaanbaatar

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Historische Gedenkstätte

Marshall-Schukow-Hausmuseum

Das historische Holzhaus diente dem sowjetischen Marschall Georgi Schukow während der Schlacht am Chalchin Gol im Jahr 1939 als Hauptquartier. Das Museum zeigt persönliche Gegenstände, Karten und Fotografien der militärischen Auseinandersetzung gegen japanische Truppen. Der Bau bewahrt die Atmosphäre sowjetischer Militärgeschichte der Vorkriegszeit.

Peace Avenue, Bayanzürkh duureg, Ulaanbaatar

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Buddhistisches Kloster

Dashchoilin-Kloster (Dashtschoilin-Hiid)

Das aktive buddhistische Kloster im Osten des Zentrums zeichnet sich durch seine drei monumentalen hölzernen Jurten-Tempel aus. Die traditionellen Rundbauten verbinden nomadische Zeltarchitektur mit tibetischer Sakralkunst. Täglich versammeln sich hier Dutzende Mönche zu feierlichen Gebetszeremonien unter dem Klang traditioneller Hörner.

Sukhbaatar duureg, Ulaanbaatar

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Kulturzentrum / Konzerthaus

Central Cultural Palace (Zentraler Kulturpalast)

Der monumentale Gebäudekomplex an der Nordseite des Hauptplatzes beherbergt Konzertsäle, die Nationale Philharmonie und Kunstgalerien. Hier finden regelmäßig Aufführungen traditioneller mongolischer Ensembles mit Kehlkopfgesang (Khöömii) und Tänzen statt. Das Gebäude spiegelt den monumentalen sowjetischen Baustil der 1980er-Jahre wider.

Sükhbaatar Square, Ulaanbaatar

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Kulinarische Besonderheiten in Ulaanbaatar

Die mongolische Gastronomie in Ulaanbaatar basiert auf den gehaltvollen Ernährungstraditionen der Reiternomaden, die von Fleisch, tierischen Fetten und Milchprodukten geprägt sind. Als unangefochtenes Nationalgericht gelten Buuz, handgeformte Teigtaschen mit einer saftigen Füllung aus gehacktem Hammel- oder Rindfleisch mit Zwiebeln und Knoblauch, die schonend im Dampf gegart werden. Zu festlichen Anlässen essen die Einwohner Khuushuur, flach ausgewalzte Teigtaschen mit Fleischfüllung, die in heißem Fett goldbraun und knusprig frittiert werden. Ein traditioneller Eintopf ist Tsuivan, bei dem handgemachte Nudeln zusammen mit Rindfleischstreifen, Zwiebeln und Karotten im Wok geschmort werden. Zu den besonderen Milchspezialitäten zählt Aaruul, getrockneter Quark, der auf den Jurtendächern in der Steppensonne hart getrocknet wird und säuerlich schmeckt. Zu jeder Mahlzeit trinken die Mongolen Suutei Tsai, einen heißen, mit Milch und etwas Salz aufgekochten Schwarztee, der in kalten Wintermonaten für wärmende Energie sorgt.

Wissenswertes für Ihre Reise

Anreise

Die wichtigste Fernstraßenverbindung nach Ulaanbaatar bildet die Altanbulag-Ulaanbaatar-Autobahn aus Richtung Norden von der russischen Grenze sowie die asphaltierte Südroute nach Zamiin-Üüd an der chinesischen Grenze. Der historische Hauptbahnhof Ulaanbaatar Railway Station bildet den zentralen Knotenpunkt der Transmongolischen Eisenbahn mit regelmäßigen Zügen nach Moskau, Irkutsk und Peking sowie Inlandszügen nach Darchan und Erdenet. Fernbusse verbinden das Terminal Dragon Bus Terminal im Westen der Stadt zuverlässig mit allen einundzwanzig Provinzen (Aimags) des Landes. Für die letzte Etappe vom Bahnhof ins Hotel empfehlen sich lizenzierte Taxis oder Shuttledienste der Unterkünfte. Flugreisende landen auf dem modernen internationalen Flughafen Chinggis Khaan International Airport, der unter dem IATA-Code ULN registriert ist und rund fünfzig Kilometer südlich der Stadt im Khöshig-Tal liegt, mit regelmäßigen Expressbussen ins Zentrum.

Unterwegs vor Ort

Das Stadtzentrum von Ulaanbaatar rund um den Hauptplatz lässt sich aufgrund der konzentrierten Lage hervorragend zu Fuß erkunden. Der öffentliche Nahverkehr wird durch ein dichtes Netz an städtischen Linienbussen und Oberleitungsbussen abgewickelt, Fahrten müssen bargeldlos über die wiederaufladbare U-Money-Karte bezahlt werden. Das Taxisystem der Stadt stützt sich weitgehend auf private Fahrzeuge, die Fahrgäste auf Handzeichen am Straßenrand mitnehmen und nach gefahrenen Kilometern abrechnen. Das Mitführen von Hunden in öffentlichen Linienbussen ist grundsätzlich untersagt, in privaten Taxis ist die Mitnahme nur nach vorheriger Absprache mit dem Fahrer möglich. Mit einem Kinderwagen lassen sich die Hauptboulevards und der zentrale Platz gut befahren, während unebene Gehsteige und fehlende Rampen in den Außenbezirken erhöhte Aufmerksamkeit verlangen.

Beste Reisezeit

Die angenehmste Reisezeit für Ulaanbaatar erstreckt sich über die Sommermonate von Juni bis August. In dieser Periode herrschen angenehme Tagestemperaturen zwischen 20 und 25 Grad bei blauem Himmel und mäßigen Niederschlägen für Ausflüge in die Steppe. Der Juli ist der kulturelle Höhepunkt des Jahres, wenn das farbenprächtige Naadam-Fest mit Ringkämpfen, Reitturnieren und Bogenschießen das ganze Land in Feststimmung versetzt. Der Frühling von April bis Mai bringt wechselhaftes Wetter mit heftigen Sand- und Schneestürmen aus der Wüste Gobi mit sich. Die langen Wintermonate von November bis März sind extrem kalt mit Tiefsttemperaturen von unter minus dreißig Grad, bieten jedoch faszinierende Einblicke in das traditionelle Winterleben und das Neujahrsfest Tsagaan Sar.

Orientierung vor Ort

Bereiche und Stadtteile

Ulaanbaatar erstreckt sich als langgestrecktes Band im Tal des Tuul-Flusses von Ost nach West entlang der zentralen Hauptachse Peace Avenue (Enkh Taivan Avenue). Mittelpunkt des öffentlichen Lebens ist der zentrale Dschingis-Khan-Platz mit Regierungsbauten und Museen. Nördlich davon steigen weite Hänge mit den traditionellen Jurtenvierteln (Ger-Distrikte) empor. Nach Süden hin erstrecken sich moderne Wohnquartiere und der Flusslauf am Fuße des heiligen Berges Bogd Khan Uul.

Zentrum

Sükhbaatar Zentrum

Das Herz der modernen Stadt konzentriert das Parlament, das Nationalmuseum, die Oper und den Dschingis-Khan-Platz. Breite Fußgängerachsen und monumentale Bauten der sowjetischen Epoche prägen das Straßenbild. Hier schlägt das politische, administrative und akademische Herz der Mongolei.

Sükhbaatar Square, Ulaanbaatar

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Altstadt

Gandan Viertel

Das historische Klosterquartier im Westen wird vom buddhistischen Gandan-Kloster beherrscht. Schmale Gassen mit Holzzäunen und traditionellen Wohnbauten umgeben die Tempelhöfe. Hier erleben Besucher das gelebte religiöse und spirituelle Erbe der mongolischen Bevölkerung.

Gandan, Bayangol duureg, Ulaanbaatar

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Wohnviertel

Khan-Uul

Das südlich des Tuul-Flusses gelegene Viertel umfasst den Winterpalast des Bogd Khan, moderne Wohnanlagen und Botschaftsresidenzen. Schattige Promenaden entlang des Flusses bieten Raum für Erholung am Wasser. Der Bezirk bildet das Tor zum Nationalpark Bogd Khan Uul.

Khan-Uul duureg, Ulaanbaatar

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Wohnviertel

Chingeltei Ger-Distrikt

Die weitläufigen Hänge nördlich des Zentrums werden von tausenden traditionellen Jurten und einfachen Holzhäusern eingenommen. Enge unbefestigte Wege führen steil den Berg hinauf mit weitem Blick über das Tal. Das Viertel spiegelt das Leben von hunderttausenden Zuzüglern aus der Steppe wider.

Chingeltei duureg, Ulaanbaatar

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Uferbereich

Tuul Uferzone

Der Uferraum entlang des heiligen Flusses durchzieht die Stadt im Süden und verbindet Grünzüge mit Parks. Weidenbäume und Schotterbänke säumen das Gewässer vor der Kulisse der bewaldeten Berge. Am Wochenende nutzen Einheimische das Ufer für Ausflüge im Freien.

Tuul River, Ulaanbaatar

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Draußen unterwegs

Natur und Outdoor

Nationalpark / Bergwald

Nationalpark Bogd Khan Uul

Das älteste Naturschutzgebiet der Erde schützt ein intaktes Wald- und Gebirgsökosystem unmittelbar südlich der Hauptstadt. Wanderwege führen durch duftende Lärchen- und Kiefernwälder zu Granitformationen mit Panoramablick auf das Tal. Besucher können im Unterholz Eichhörnchen und Sibirische Rehe in freier Wildbahn beobachten. Angeleinte Hunde dürfen auf allen markierten Wanderwegen mitgeführt werden.

Heiliger Berg mit uralten Lärchenwäldern und Granitfelsen

Bogd Khan Uul, Ulaanbaatar

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Stadtpark

Nationaler Vergnügungspark Seeareal

Künstlicher See mit Märchenschloss und Grünflächen

Olympic Street, Sükhbaatar duureg, Ulaanbaatar

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Aktiv reisen

Sport und Bewegung

Sport in Ulaanbaatar ist tief mit den traditionellen mongolischen Naadam-Disziplinen Ringen, Bogenschießen und Pferderennen verwoben. Das Nationale Sportstadion (National Sports Stadium) bildet die zentrale Arena für die alljährlichen Eröffnungsfeiern und Ringerwettbewerbe des Naadam-Festes. Für Schwimmer steht im Zentralen Sportpalast ein 50-Meter-Hallenbecken für Trainingseinheiten und Vereinssport zur Verfügung. Entlang des Tuul-Flusses und im Nationalpark Bogd Khan Uul trainieren Bergläufer und Mountainbiker auf schottrigen Naturpfaden mit anspruchsvollen Höhenprofilen. Die weite Steppenlandschaft im Umland bietet unvergleichliche Bedingungen für Ausritte auf mongolischen Pferden und Cross-Country-Läufe. In den Wintermonaten verwandelt sich das Sky Resort am Südhang des Bogd Khan Uul in ein modernes Skigebiet für alpinen Skisport, Snowboarden und Langlauf.

Wintersport

Alpiner Skisport im Sky Resort

Das moderne Skigebiet verfügt über mehrere Sesselbahnen, Schlepplifte und beschneite Pisten aller Schwierigkeitsgrade. Skifahrer und Snowboarder trainieren von November bis April auf über eintausendfünfhundert Metern Höhe in trockener Winterkälte. Eine Skischule bietet kindgerechten Unterricht auf gesicherten Hängen mit Förderbändern an. Hunde sind auf den Pisten und in den Liftanlagen aus Sicherheitsgründen nicht zugelassen.

Flutlichtpisten am Südhang des Bogd Khan Uul

Khurkhee Valley, Bogd Khan Uul, Ulaanbaatar

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Kampfsport / Ringen

Traditionelles Ringen im Nationalen Sportstadion

Das Stadion fasst über zwölftausend Zuschauer und verwandelt sich im Juli zum Naadam-Fest in den Mittelpunkt des Nationalsports Bökh. Hunderte Ringer treten in traditionellen Lederstiefeln und Schulterwesten ohne Gewichtsklassen gegeneinander an. Familien können die traditionellen Adler-Tänze der Sieger von überdachten Tribünen aus verfolgen. Haustiere dürfen aus Sicherheitsgründen nicht mit in das Stadion genommen werden.

Bökh-Ringen während des Naadam-Festes

Chinggis Avenue, Khan-Uul duureg, Ulaanbaatar

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Bergsport / Wandern

Wandern und Trailrunning am Bogd Khan Uul

Markierte Bergpfade führen von der Manzushir-Klosterruine oder von Zaisan hinauf zum 2.256 Meter hohen Gipfel Tsetsee Gun. Wanderer durchqueren dichte Lärchenwälder und passieren Felsformationen mit weiter Aussicht auf die endlose Steppe. Hunde dürfen an der Leine auf allen Naturwegen mitgeführt werden und finden kühles Gebirgswasser an Bächen. Für geländegängige Kinderwagen sind die flachen Waldabschnitte am Fuß des Berges gut passierbar.

Höhenaufstieg durch Lärchenwälder zum Tsetsee Gun Gipfel

Bogd Khan Nationalpark, Ulaanbaatar

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Wassersport

Schwimmen im Zentralen Sportpalast

Die staatliche Sportanlage verfügt über ein normiertes Wettkampfbecken mit mehreren abgetrennten Bahnen für Ausdauerschwimmer. Professionelle Schwimmtrainer und Rettungsschwimmer überwachen das Becken während der täglichen öffentlichen Zeitfenster. Für Kinder werden spezielle Schwimmkurse in abgetrennten Bereichen angeboten. Das Mitbringen von Haustieren ist im gesamten Gebäudekomplex aus hygienischen Gründen untersagt.

Überdachtes 50-Meter-Hallenbecken

Baga Toiruu, Chingeltei duureg, Ulaanbaatar

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Bummeln & entdecken

Shopping

Traditioneller Markt

Naran-Tuul Freiluftmarkt (Schwarzer Markt)

Auf dem riesigen Marktgelände verkaufen Kunsthandwerker handgeschnitzte Holzsättel mit Silberbeschlägen und traditionelle Filzdecken für Jurten. Händler bieten warme Wollstiefel, Ledertaschen und kunstvoll gravierte Schnupftabakdosen aus Achat an. Das geschäftige Gedränge verlangt beim Besuch mit kleinen Kindern etwas Aufmerksamkeit. Angeleinte Hunde können ihre Halter über das offene Freigelände des Marktes begleiten.

Reitsättel, Jurtenfilz, traditionelle Stiefel und Schnupftabakdosen

Bayanzürkh duureg, Ulaanbaatar

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Kaufhaus / Kunsthandwerk

State Department Store (Ikh Delguur)

Das historische staatliche Kaufhaus aus der sowjetischen Epoche bietet auf mehreren Etagen hochwertige mongolische Erzeugnisse an. In den oberen Stockwerken finden Besucher eine riesige Kunsthandwerksabteilung mit Pullovern aus feinstem Ziegenkaschmir, Filzpantoffeln und Miniaturjurten. Das Gebäude ist modern klimatisiert und verfügt über geräumige Aufzüge für Kinderwagen. Angeleinte Hunde dürfen ihre Halter in den allgemeinen Passagen begleiten.

Kaschmirwolle, Filzhandwerk, Teppiche und Fachliteratur

Peace Avenue 44, Chingeltei duureg, Ulaanbaatar

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Ausflüge

Tagesausflüge ab Ulaanbaatar

Nationalpark / Granitformationen

Gorchi-Terelj-Nationalpark (Gorkhi-Terelj)

Der Nationalpark begeistert durch alpine Gebirgslandschaften, dichte Lärchenwälder und spektakuläre Granitfelsen wie den berühmten Schildkrötenfelsen (Melkhi Khad). Besucher übernachten in traditionellen Jurtencamps (Ger-Camps) und unternehmen Ausritte auf gutmütigen mongolischen Pferden durch blühende Flusstäler. Das buddhistische Meditationskloster Aryabal thront spektakulär an einem Berghang und ist über eine Hängebrücke erreichbar. Die asphaltierte Straße ermöglicht eine bequeme Anreise ab Ulaanbaatar.

Etwa 65 Kilometer nordöstlich in den Bergen des Khentii-Gebirges

Gorkhi-Terelj National Park, Nalaikh duureg

Nationalpark / Artenschutz

Chustai-Nationalpark (Khustain Nuruu)

Das Schutzgebiet ist weltberühmt für das erfolgreiche Wiederansiedlungsprojekt der Przewalski-Pferde (Takhi), der letzten echten Wildpferdeart der Erde. Bei geführten Geländewagentouren in den Abendstunden können Besucher die Wildpferdeherden beim Trinken an Gebirgsbächen beobachten. Murmeltiere, Rothirsche und Wölfe bevölkern die unberührten Hügelketten. Ein modernes Informationszentrum erläutert das Auswilderungsprojekt anhand von Schautafeln.

Rund 95 Kilometer westlich in der Hügelsteppe

Khustain Nuruu National Park, Altanbulag sum, Töv-Aimag

Monument / Landmarke

Dschingis-Khan-Statue in Tsonjin Boldog

Die vierzig Meter hohe Edelstahlstatue von Dschingis Khan zu Pferd ragt majestätisch aus der offenen Steppenlandschaft empor. Im Sockelgebäude befindet sich ein archäologisches Museum mit Funden aus der Bronzezeit und dem Mongolischen Reich. Ein Aufzug führt durch das Innere des Pferdes direkt auf den Kopf des Tieres mit Panoramablick auf die Steppe. Ein Ausflug lässt sich ideal mit einem Besuch im Terelj-Nationalpark verbinden.

Zirka 55 Kilometer östlich entlang der Straße nach Baganuur

Tsonjin Boldog, Erdene sum, Töv-Aimag

Historische Ruine / Bergwald

Klosterruine Manzushir am Südhang des Bogd Khan

Das zerstörte buddhistische Kloster liegt malerisch in einem bewaldeten Tal an der Südflanke des heiligen Berges Bogd Khan Uul. Wanderer erkunden die Grundmauern von zwanzig Tempeln und bestaunen buddhistische Felsreliefs an den Granitwänden. Ein kleines Museum vor Ort zeigt historische Fotografien der Anlage vor ihrer Zerstörung 1937. Ein riesiger gusseiserner Kochkessel aus dem 18. Jahrhundert steht frei im Wald.

Etwa 45 Kilometer südlich nahe der Provinzstadt Zuunmod

Manzushir Khiid, Zuunmod, Töv-Aimag

Mit Kindern reisen

Familienangebote in Ulaanbaatar

Für Kleinkinder und Eltern mit Kinderwagen bieten die vollkommen ebenen Plattenflächen auf dem Dschingis-Khan-Platz und die Wege im Nationalen Vergnügungspark beste Bedingungen für entspannte Ausflüge. Schulkinder begeistern sich für die riesigen Dinosaurierskelette im Paläontologischen Museum, das Klettern im Pferdekopf der Dschingis-Khan-Statue und die interaktiven Logikpuzzles im IQ-Museum. Jugendliche schätzen traditionelle Ausritte auf mongolischen Pferden im nahen Terelj-Nationalpark, Besuche in echten Nomadenjurten und Vorführungen von Kehlkopfgesang. Bei sonnigem Sommerwetter laden die schattigen Rasenflächen am Ufer des Tuul-Flusses zu Picknicks im Freien ein. Sollte an eisigen Wintertagen extreme Kälte herrschen, bieten das Nationale Museum der Mongolei und das Kunstmuseum Zanabazar hervorragende wetterfeste Schlechtwetter-Alternativen in geheizten Sälen.

Naturwissenschaft und Abenteuer

Dinosaurier-Expedition im Paläontologischen Museum

Kinder stehen staunend vor dem gigantischen Raubsaurierskelett, das in den roten Sandsteinfelsen der Wüste Gobi ausgegraben wurde. Schautafeln und interaktive Modelle veranschaulichen das Leben der Saurier und die Entdeckung fossiler Dinosauriereier. Die Ausstellungshalle ist übersichtlich gestaltet und bietet auch jüngeren Kindern ein spannendes Erlebnis. Der Eingangsbereich ist stufenlos und für Kinderwagen gut zugänglich.

Vollständiges Skelett des riesigen Tarbosaurus bataar

Freedom Square, Chingeltei duureg, Ulaanbaatar

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Interaktive Bildung

Rätselspaß im Internationalen Intellektuellen Museum

Kinder können hunderte handgefertigte Holzknobeleien und Entwirrspiele unter Anleitung freundlicher Führer selbst ausprobieren. Ausgestellt sind Zauberschlösser, kunstvolle Schachfiguren und bewegliche Holzfiguren aus der Steppentradition. Die interaktiven Stationen fördern das logische Denken von Schulkindern auf spielerische Art. Die Museumsräume sind beheizt und bieten ein perfektes Ausflugsziel an kalten Wintertagen.

Traditionelle mongolische Holzpuzzles und Logikspiele

Bayanzürkh duureg, Ulaanbaatar

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Freizeit und Kultur

Spaziergang auf dem Dschingis-Khan-Platz

Auf dem riesigen autofreien Platz können Kinder sicher herumlaufen, Rollschuh fahren oder die monumentalen Reiterfiguren bestaunen. Familien können vor Ort kleine Elektroautos für Kinder mieten, um über das glatte Pflaster zu sausen. Schattige Bänke rund um den Platz bieten Raum für eine Pause mit Blick auf das Parlamentsgebäude. Kioske am Platzrand verkaufen traditionelles Eis und Gebäck.

Weite Freiflächen und monumentale Reiterstatuen

Sükhbaatar Square, Ulaanbaatar

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Barrierefrei unterwegs

Barrierefreiheit in Ulaanbaatar

Ulaanbaatar stellt mobilitätseingeschränkte Besucher und Rollstuhlnutzer vor erhebliche Herausforderungen im städtischen Raum. Während der zentrale Dschingis-Khan-Platz und die Zugänge zu modernen Einkaufszentren stufenlos gepflastert und mit Rampen versehen sind, weisen viele Gehwege abseits der Hauptachsen hohe Bordsteinkanten, Schlaglöcher und unbefestigte Schotterabschnitte auf. Führende Museen wie das Nationalmuseum der Mongolei und der Parlamentskomplex verfügen über feste Rampen und Aufzüge im Innenbereich. In den traditionellen Klöstern und im Winterpalast des Bogd Khan erschweren jedoch historische Holzschwellen und Steinstufen den Zugang. Öffentliche Stadtbusse besitzen selten funktionierende Rollstuhlrampen, weshalb mobilitätseingeschränkte Reisende auf private Fahrrdienste mit Begleitpersonen angewiesen sind.

Verkehrsraum / Öffentlicher Platz

Barrierefreie Plattenflächen auf dem Dschingis-Khan-Platz

Der monumentale Hauptplatz ist mit glatten Granitplatten belegt und vollkommen frei von störenden Absätzen auf den Hauptachsen. Rollstuhlnutzer können die weiten Flächen vor dem Parlamentsgebäude und dem Reiterstandbild selbstständig und sicher befahren. Feste Rampen verbinden die Parkplätze an den Rändern schwellenlos mit der Platzfläche. Zahlreiche Bänke ermöglichen regelmäßige Ruhepausen im Stadtzentrum.

Ebene Granitplatten ohne Stufenhindernisse

Sükhbaatar Square, Ulaanbaatar

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Kultureinrichtung

Rampenzugang zum Nationalmuseum der Mongolei

Das Museum verfügt am Haupteingang über eine feste Rampe für Rollstuhlfahrer und Personen mit Gehhilfen. Ein moderner Personenaufzug verbindet alle drei Ausstellungsetagen miteinander, sodass die historischen Trachten und Rüstungen schwellenlos besichtigt werden können. Die Gänge zwischen den Schauvitrinen sind breit angelegt und bieten ausreichend Raum zum Wenden. Eine behindertengerechte Toilettenanlage ist im Erdgeschoss vorhanden.

Stufenloser Eingang und Aufzugsanlage zu den Ausstellungssälen

Juulchin Street 1, Chingeltei duureg, Ulaanbaatar

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Einkaufszentrum

Stufenlose Wandelgänge im State Department Store

Das historische Kaufhaus ist über flach ansteigende Rampen am Haupteingang vollkommen schwellenlos zugänglich. Mehrere geräumige Aufzüge erschließen alle Verkaufsetagen von den Lebensmitteln im Untergeschoss bis zur Kunsthandwerksabteilung im Obergeschoss. Die Gänge sind glatt gefliest und bieten beste Bedingungen für Rollstühle. Eine behindertengerechte Toilette steht im Gebäude zur Verfügung.

Feste Zugangsrampen und geräumige Personenaufzüge

Peace Avenue 44, Chingeltei duureg, Ulaanbaatar

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Reiseideen

Vorgeschlagene Routen

halber Tag

Buddhistische Klöster und der Palast des letzten Königs

Die Tour beginnt am geschichtsträchtigen Gandan-Kloster, wo Sie am Morgen das feierliche Chanten der Mönche in der Haupthalle miterleben. Sie bestaunen die gewaltige sechsundzwanzig Meter hohe vergoldete Statue des Avalokiteshvara und drehen traditionelle Gebetsmühlen im Innenhof. Anschließend fahren Sie mit dem Taxi nach Süden zum Bogd-Khan-Winterpalast am Fuße des Bogd Khan Uul. Sie besichtigen die chinesisch-mongolischen Tempelhallen und die königlichen Gemächer des letzten theokratischen Herrschers mit der berühmten Schneeleoparden-Jurte. Weiter geht es zum Tschoidschin-Lama-Tempel-Museum im Stadtzentrum, um die meisterhaften buddhistischen Skulpturen und Tsam-Masken zu bewundern. Zum Abschluss genießen Sie eine Tasse heißen Milchtee in einem gemütlichen Teehaus nahe dem Hauptplatz.

halber Tag

Reiterstatuen, Heldenplatz und Nationalgeschichte

Dieser Rundgang startet am monumentalen Dschingis-Khan-Platz vor der kolossalen Bronzestatue des Reichsgründers am Parlamentsgebäude. Sie spazieren über die weite Granitfläche zum zentralen Reiterdenkmal von Süchbaatar und bewundern die moderne Architektur des Blue Sky Towers. Anschließend besuchen Sie das Nationalmuseum der Mongolei und betrachten kunstvoll bestickte Trachten der nomadischen Stämme und Waffen aus der Zeit des Weltreiches. Der Weg führt weiter zum nahegelegenen Dinosaurier-Zentralmuseum, wo Sie vor dem riesigen Skelett des Tarbosaurus bataar stehen. Den halben Tag beschließen Sie mit einem Einkaufsbummel im historischen State Department Store, um handgemachte Kaschmirprodukte und Filzschuhe zu begutachten.

1 Tag

Die große Kultur-, Basar- und Panoramaroute

Am Vormittag erkunden Sie das Zanabazar-Kunstmuseum und bewundern die vergoldeten Bronzeskulpturen des ersten Bogd Gegeen aus dem 17. Jahrhundert. Anschließend fahren Sie mit dem Taxi zum riesigen Naran-Tuul-Freiluftmarkt im Osten der Stadt und erleben den Handel mit Sätteln, Filz und Jurtenbauteilen. Zur Mittagszeit kehren Sie in eine traditionelle Gaststube ein und probieren dampfende Buuz-Fleischtaschen und knusprige Khuushuur. Am Nachmittag steigen Sie über die Treppen zur Dsaisan-Gedenkstätte auf dem Hügel im Süden hinauf und genießen den Rundumblick auf das gesamte Talbecken. Vor Sonnenuntergang spazieren Sie entlang der Weidenbäume an der Tuul-Flusspromenade. Den Tag beschließen Sie bei einem Abendkonzert traditioneller Kehlkopfgesänge und Pferdekopfgeigen im Akademischen Dramatheater.

1 Tag

Auf den Spuren des Großkhans in der Steppe

Der Tag beginnt mit einer Fahrt nach Osten über die weite Steppe zur monumentalen Dschingis-Khan-Reiterstatue in Tsonjin Boldog. Sie fahren mit dem Aufzug durch das Innere des riesigen Edelstahlpferdes bis auf den Kopf des Tieres und blicken weit über die Hügelketten. Anschließend besichtigen Sie das archäologische Museum im Sockelgebäude und probieren traditionelle Kriegsgewänder an. Zur Mittagszeit fahren Sie in den nahegelegenen Gorchi-Terelj-Nationalpark und kehren in einem traditionellen Ger-Camp für gedämpftes Tsuivan ein. Am Nachmittag wandern Sie zum bizarren Schildkrötenfelsen und steigen die Stufen zum Meditationskloster Aryabal hinauf. Vor der Rückfahrt nach Ulaanbaatar besuchen Sie eine einheimische Nomadenfamilie in ihrer Jurte und kosten frischen Aaruul-Trockenquark.

mehrere Tage

Ulaanbaatar, Urpferde und die heiligen Berge

Die ersten beiden Tage verbringen Sie in Ulaanbaatar mit der ausführlichen Erkundung des Gandan-Klosters, der Nationalmuseen, der Märkte und des Bogd-Khan-Palastes. Am dritten Tag unternehmen Sie einen Ganztagesausflug in den Gorchi-Terelj-Nationalpark mit Übernachtung in einer traditionellen Filzjurte und Reitausflügen durch Lärchenwälder. Der vierte Tag führt Sie zum Chustai-Nationalpark, wo Sie in den Abendstunden wilde Przewalski-Pferde in freier Wildbahn beobachten. Am fünften Tag unternehmen Sie eine anspruchsvolle Bergwanderung auf den Gipfel Tsetsee Gun im Nationalpark Bogd Khan Uul mit Besichtigung der Manzushir-Klosterruine. Den sechsten Tag nutzen Sie für einen Besuch der Pferdekopfgeigen-Werkstätten und den Einkauf von Kaschmirwolle im State Department Store. Zum Abschluss genießen Sie ein festliches mongolisches Khorkhog-Festmahl mit Fleisch aus dem Milchkannentopf in einem traditionellen Jurtengasthof.