Stadtgefühl
So fühlt sich Waghäusel an
Waghäusel verzaubert durch eine unverwechselbare Atmosphäre aus barocker Fürsteneleganz, andächtiger Wallfahrtsruhe und sonniger kurpfälzischer Lebensart. Der geometrische Pavillonbau der Eremitage verleiht der Stadt ein repräsentatives und geschichtsträchtiges Gesicht unter weitem Himmel. An der Wallfahrtskirche herrscht eine friedvolle Stille, die Pilger und Spaziergänger zum Innehalten einlädt. In den Straßen der Stadtteile begegnen sich Einwohner zu herzlichen Gesprächen vor gepflegten Fachwerkhäusern. Die Wagbachniederung schenkt der Stadt ein unvergleichliches Naturerlebnis mit dem Ruf seltener Wasservögel über den Schilfflächen. In den Traditionsgasthäusern servieren Gastwirte badische Spezialitäten und Spargelgerichte in gemütlicher Runde. Hier begegnen sich fürstbischöfliche Geschichte, Naturschutz von europäischem Rang und gelebte Gastfreundschaft auf harmonische Weise.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Geschichte Waghäusels begann im Jahr 1435 mit der Errichtung einer hölzernen Kapelle um das wundertätige Marienbild am Heiligen Brunnen. Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn ließ ab 1724 die prachtvolle Eremitage als barockes Jagdschloss und Sommerresidenz errichten. Weltgeschichte schrieb der Ort am 21. Juni 1849 während der Badischen Revolution, als in der berühmten Schlacht bei Waghäusel badische Revolutionssoldaten gegen preußische Truppen kämpften. Im Jahr 1837 begründete die Errichtung der Badischen Gesellschaft für Zuckerfabrikation einen der größten Zuckerproduktionsstandorte Europas in Waghäusel. Die heutige Große Kreisstadt entstand 1975 durch den Zusammenschluss der drei Gemeinden Waghäusel, Kirrlach und Wiesental. Museen, Kirchen und das Barockschloss halten diese reiche Wallfahrts-, Revolutions- und Industriegeschichte lebendig. Bis heute pflegt Waghäusel sein Kulturerbe mit großem Stolz.