Stadtgefühl
So fühlt sich Chur an
Chur strahlt das unverwechselbare Flair einer traditionsreichen Alpenstadt aus, die historische Würde mit zeitgemäßem Lebensstil vereint. In den engen Gassen der Altstadt spürt man die jahrhundertealte Geschichte auf Schritt und Tritt. Gleichzeitig beleben Studierende, Einheimische und internationale Besucher die Straßencafés auf den Plätzen. Das Aufeinandertreffen von städtischem Leben und alpiner Gebirgslandschaft verleiht der Stadt eine besondere Dynamik. Auf den Einkaufsstraßen herrscht werktags ein lebhaftes, geschäftiges Treiben. An den Abenden laden ruhige Plätze wie der Arcas zu geselligem Beisammensein ein. Durch die Lage im Talboden ist das Klima im Sommer oft überraschend mild und sonnig. Die Stadt wirkt aufgeräumt, sicher und überschaubar, ohne an urbaner Vielfalt einzubüßen.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Chur blickt auf eine mehr als fünftausendjährige Siedlungsgeschichte zurück und gilt damit als älteste Stadt auf Schweizer Boden. Bereits in der Jungsteinzeit und der Bronzezeit ließen sich Menschen auf dem geschützten Felsplateau nieder. Unter den Römern entwickelte sich die Siedlung Curia Raetorum zum strategischen Hauptort der Provinz Raetia Prima. Im frühen Mittelalter wurde Chur zum Bischofssitz erhoben, was die politische und religiöse Bedeutung für Jahrhunderte zementierte. Das 15. Jahrhundert war von heftigen Auseinandersetzungen zwischen den erstarkenden Stadtzünften und dem Bischof geprägt. Ein verheerender Stadtbrand im Jahr 1464 führte zum planmäßigen Wiederaufbau der Altstadt im spätgotischen Stil. Kulturgeschichtlich bildete Chur stets eine Brücke zwischen dem deutschen, dem rätoromanischen und dem italienischen Sprachraum. Die Gründung des Kantons Graubünden im Jahr 1803 bestätigte Chur endgültig als Kantonshauptstadt. Diese reiche Vergangenheit spiegelt sich heute in den wertvollen Archivbeständen und denkmalgeschützten Bauwerken wider.