Stadtgefühl
So fühlt sich Ispica an
Ispica empfängt Besucher mit der sonnigen Leichtigkeit und erhabenen Eleganz einer sizilianischen Barockstadt. Der goldfarbene Kalkstein der Kirchenfassaden und der Säulengänge leuchtet im intensiven Sonnenlicht des Südens. Auf der Piazza dell'Unità d'Italia herrscht ein gelassenes, herzliches Treiben unter Einheimischen aller Generationen. Der Duft von ofenfrischem Brot, feinstem Mandelgebäck und süßen Karottenspezialitäten zieht durch die Straßen. Am Vormittag beleben kleine Handwerksläden und Märkte das historische Pflaster. Zur Mittagszeit legt sich eine andächtige Ruhe über die Plätze und Paläste. Am späten Nachmittag verwandelt sich der Corso Garibaldi in eine beliebte Flaniermeile für die allabendliche Passeggiata. Unten an den Stränden rauschen die Wellen sanft an die goldenen Dünen. Diese unvergleichliche Symbiose aus barocker Monumentalität, wilder Schluchtenromantik und mediterranem Strandzauber nimmt jeden Gast gefangen.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Geschichte der Siedlung reicht bis in die Bronzezeit zurück, als die Höhlen der Cava d'Ispica als geschützte Wohnstätten dienten. Im Mittelalter wuchs der Ort unter dem Namen Spaccaforno zu einer befestigten Felsenstadt unter verschiedenen Adelsgeschlechtern heran. Nach der verheerenden Zerstörung durch das Erdbeben von 1693 bauten die Bürger ihre Stadt auf dem Hügelrücken im Stil des sizilianischen Spätbarocks völlig neu auf. Meisterarchitekt Vincenzo Sinatra schuf mit dem Loggiato der Basilika Santa Maria Maggiore ein architektonisches Weltwunder. Im Jahr 1935 erhielt die Stadt ihren antiken Namen Ispica zurück. Im Jahr 2002 wurde der Ort als Teil des Val di Noto in das UNESCO-Welterbe aufgenommen. Die Karwoche von Ispica mit den Prozessionen der Bruderschaften Santu Patri und U Gioia zählt zu den ergreifendsten Festen Siziliens. Die Bürger pflegen ihr reiches kulturelles und archäologisches Erbe mit großem Stolz.