Stadtgefühl
So fühlt sich Mattersburg an
Mattersburg präsentiert sich als bodenständige, lebendige Bezirksstadt mit starkem Gemeinschaftssinn. Der Alltag ist von einer angenehmen Geschäftigkeit geprägt, wenn Einheimische Besorgungen auf dem Hauptplatz erledigen. Das Stadtbild vereint moderne Nachkriegsarchitektur, historische Pfarrkirchenbauten und imposante Eisenbahnrelikte. Entlang der Wulka finden Bewohner ruhige Rückzugsorte für den Spaziergang in der Mittagspause. In den Außenbezirken prägen Einfamilienhäuser und bäuerliche Hofanlagen das gemächliche Bild. Die Nähe zu den Obstgärten des Kogelbergs verleiht dem Ort zu jeder Jahreszeit eine ländliche Frische. Am Abend kehrt rasch Ruhe ein, während das Kulturzentrum regelmäßig Besucher aus dem Umland anzieht. Das Nebeneinander von Handwerk, Naturpark und Verwaltung verleiht der Stadt eine authentische Note.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes als Villa Mahalpata datiert aus dem Jahr 1202. Im Mittelalter war der Ort Sitz der mächtigen Grafen von Mattersdorf, die später ihren Hauptsitz auf die nahegelegene Burg Forchtenstein verlegten. Als Marktort besaß Mattersburg seit dem 14. Jahrhundert bedeutende Handels- und Marktrechte. Eine prägende Rolle spielte über Jahrhunderte die jüdische Gemeinde, die zu den berühmten Siebengemeinden des Burgenlandes zählte. Im 19. Jahrhundert brachte der Bau der Mattersburger Bahn und des gewaltigen Viadukts den industriellen Aufschwung. Nach dem Ersten Weltkrieg kam die Gemeinde mit dem Burgenland 1921 an die Republik Österreich. Im Jahr 1926 wurde Mattersburg offiziell zur Stadt erhoben. In den 1970er-Jahren setzte der Ort mit dem Bau des ersten burgenländischen Kulturzentrums wichtige Impulse für die regionale Kulturpolitik.