Stadtgefühl
So fühlt sich Wiener Neustadt an
Wiener Neustadt verströmt die geschichtsträchtige und geschäftige Atmosphäre einer kaiserlichen Festungsstadt im weiten Steinfeld. Auf dem großzügigen Hauptplatz sitzen Menschen in sonnigen Schanigärten im Schatten historischer Laubengänge und Bürgerhäuser. Die mächtigen Mauern der Burg erinnern an die Residenzzeit der Habsburger und das militärische Erbe. In den modernen Passagen herrscht ein reges Treiben, wenn Studierende und Besucher einkaufen. Die schattigen Eichenalleen des Akademieparks bieten eine Oase der Ruhe direkt am Stadtrand. Die schneebedeckten Gipfel von Schneeberg und Rax bilden eine majestätische Gebirgskulisse im Westen. An den Flugfeldern spürt man die Begeisterung für Pioniergeist und moderne Luftfahrt. Diese gelungene Symbiose aus Residenzgeschichte, Innovationskraft und landschaftlicher Weite prägt das Gesicht der Stadt.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Herzog Leopold V. von Österreich gründete Wiener Neustadt im Jahr 1194 planmäßig als befestigte Grenzstadt mit dem Lösegeld für den englischen König Richard Löwenherz. Unter Kaiser Friedrich III. stieg die Stadt im 15. Jahrhundert zur kaiserlichen Residenz und zum Bischofssitz auf. Sein Sohn Kaiser Maximilian I., der letzte Ritter, wurde hier geboren und fand in der St.-Georgs-Kathedrale seine letzte Ruhestätte. Maria Theresia gründete 1751 in der Burg die Theresianische Militärakademie als älteste bestehende Militärakademie der Welt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt durch die Errichtung von Lokomotivfabriken und Flugfeldern zum industriellen Zentrum des Landes. Nach schwerer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg baute die Bürgerschaft die historische Altstadt originalgetreu wieder auf. Im Jahr 2019 setzte die Landesausstellung in den revitalisierten Kasematten einen wichtigen kulturellen Meilenstein. Heute präsentiert sich Wiener Neustadt als dynamische Bildungs-, Technologie- und Kulturstadt mit tief verwurzeltem Erbe.