Stadtgefühl
So fühlt sich Mazara del Vallo an
Mazara del Vallo empfängt Besucher mit der sonnenverwöhnten Magie und dem orientalischen Charme einer multikulturellen Seefahrerstadt. Das strahlende Weiß der Häuser kontrastiert wunderbar mit den bunten Keramikfliesen der Kasbah und dem tiefblauen Mittelmeer. Auf der Piazza della Repubblica herrscht ein lebhaftes, vornehmes Treiben unter barocken Palastfassaden. Der Duft von feinstem Fisch-Couscous, frisch frittierten Meeresfrüchten und süßem Mandelgebäck zieht durch die Straßen. Am Hafenkanal schaukeln hunderte bunte Fischerkutter im Takt der Wellen, während Netze repariert werden. Zur Mittagszeit senkt sich eine friedliche Stille über die schattigen Innenhöfe der Altstadt. Am Abend erwacht die Uferpromenade zur traditionellen Passeggiata im goldenen Sonnenuntergangslicht. Die Mischung aus antiker griechischer Kunst, arabischer Baukultur und sizilianischer Herzlichkeit verleiht der Stadt ihren unverwechselbaren Zauber.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Ursprünge der Stadt reichen bis in das neunte Jahrhundert vor Christus zurück, als die Phönizier den befestigten Handelshafen Mazar gründeten. Unter arabischer Herrschaft im neunten Jahrhundert stieg die Stadt zur Hauptstadt eines der drei sizilianischen Verwaltungsbezirke auf. Der bis heute erhaltene Stadtgrundriss der Kasbah zeugt von dieser glanzvollen Epoche. Im elften Jahrhundert befreite Roger I. die Stadt und begründete die normannische Herrschaft mit dem Bau der ersten Kathedrale. Im März 1998 bargen Fischer die weltberühmte Bronzestatue des Tanzenden Satyrn aus fünfhundert Metern Meerestiefe. Die Stadt gilt heute als leuchtendes Vorbild für die friedliche Integration einer großen tunesischen Gemeinde. Die Verehrung des Stadtheiligen San Vito prägt das religiöse Brauchtum mit festlichen Schiffsprozessionen im August. Die Bürger pflegen ihr reiches multikulturelles Erbe mit großem Stolz.