Stadtgefühl
So fühlt sich Nürtingen an
Nürtingen verzaubert durch eine unverwechselbare Atmosphäre aus literarischer Romantik, akademischem Geist und heiterer Flussidylle. Die mächtige Stadtkirche Sankt Laurentius spiegelt sich malerisch im Wasser des Neckars wider und bildet eine klassische Stadtansicht. In den kopfsteingepflasterten Gassen der Altstadt spürt man die geschichtliche Tiefe der alten Lateinschulstadt. Auf dem Marktplatz und an den Uferpromenaden herrscht an Markttagen ein reges, freundliches Treiben zwischen Fachgeschäften und Cafés. Die Studenten der Kunst- und Wirtschaftshochschulen verleihen dem Ort eine junge, kreative Frische. In den traditionsreichen Gasthäusern genießen Einheimische und Gäste schwäbische Spezialitäten in herzlicher Runde. Die nahen Steilhänge der Schwäbischen Alb bilden eine beeindruckende Kulisse für die Stadt am Fluss.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Erstmals im Jahr 1089 in den Zwiefalter Chroniken urkundlich erwähnt, erhielt Nürtingen um 1335 die Stadtrechte durch die Grafen von Württemberg. Die Stadt entwickelte sich zu einem wichtigen Verwaltungszentrum und Witwensitz des Hauses Württemberg mit befestigter Schlossanlage. Im 18. Jahrhundert erlangte die traditionsreiche Lateinschule Weltgeltung, als Friedrich Hölderlin und Friedrich Schelling hier unterrichtet wurden. Ein verheerender Stadtbrand im Jahr 1750 führte zum geschlossenen Wiederaufbau in barockem und frühklassizistischem Stil. Im 19. Jahrhundert begründeten die Strickwarenindustrie, die Holzverarbeitung und der Maschinenbau den industriellen Aufschwung der Neckarstadt. Mit der Gründung der heutigen Hochschulen wandelte sich der Ort im 20. Jahrhundert zu einem modernen Bildungs- und Wissenschaftsstandort. Museen, Kirchen und Dichtergedenkstätten halten dieses reiche literarische und bürgerliche Erbe lebendig. Bis heute pflegt Nürtingen seine Kulturtradition mit großem Stolz.