Stadtgefühl
So fühlt sich Scheibbs an
Scheibbs verströmt die würdevolle und beschauliche Atmosphäre einer traditionsreichen Eisenstadt im Herzen des Mostviertels. Entlang des Rathausplatzes leuchten historische Bürgerhäuser mit geschmiedeten Zunftschildern und kunstvollen Fassaden im Sonnenlicht. Die trutzigen Wehrtürme der Stadtmauer erinnern an die stolze Festungsgeschichte vergangener Jahrhunderte. Das Rauschen der Erlauf begleitet Spaziergänger auf Schritt und Tritt durch die grünen Uferanlagen. Über den Dächern ragen die bewaldeten Hänge der Voralpen auf und bringen frische Gebirgsluft in das Tal. In den gemütlichen Traditionsgasthöfen wird ehrliche Mostviertler Wirtshauskultur mit regionalen Schmankerln gepflegt. An sonnigen Nachmittagen sitzen Bewohner in Schanigärten und genießen die Ruhe im Tal. Diese harmonische Symbiose aus mittelalterlicher Baukunst, Eisenstraßentradition und alpiner Natur prägt das Gesicht der Stadt.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Funde von Grabhügeln belegen eine Besiedlung des Erlauftals bereits in der Bronze- und Römerzeit. Im 12. Jahrhundert wurde der Ort unter dem Namen Schibes erstmals urkundlich erwähnt und entwickelte sich dank des Eisenhandels zu einem bedeutenden Marktort. Herzog Albrecht II. unterstellte Scheibbs im 14. Jahrhundert der neu gegründeten Kartause Gaming, die das Schloss als Verwaltungssitz nutzte. Die Errichtung der mächtigen Stadtbefestigung mit sieben Wehrtürmen sicherte den Reichtum der Bürger gegen feindliche Angriffe. Im 19. Jahrhundert leitete die Gründung der Scheibbser Tonindustrie den Aufstieg als renommierte Keramikstadt ein. Im Jahr 1926 wurde Scheibbs offiziell zur Stadt erhoben. Das Keramikmuseum bewahrt die international geschätzte Jugendstilkeramik der Stadt. Heute präsentiert sich Scheibbs als lebenswertes Verwaltungs-, Schul- und Kulturzentrum an der niederösterreichischen Eisenstraße.