Stadtgefühl
So fühlt sich Lilienfeld an
Lilienfeld verströmt die erhabene und beruhigende Atmosphäre einer traditionsreichen Zisterzienserstadt im Herzen der Voralpen. Das monumentale Stift Lilienfeld dominiert mit seinen wuchtigen Mauern und spitzen Türmen das Talbecken und strahlt jahrhundertealte klösterliche Ruhe aus. Am Hauptplatz treffen sich Bewohner und Wanderer in sonnigen Schanigärten zu gemütlichen Gesprächen im Schatten historischer Bürgerhäuser. Das Rauschen der Traisen begleitet Spaziergänger auf ihren Wegen durch die Uferanlagen. Die steilen, bewaldeten Hänge des Muckenkogels ragen direkt hinter den Häusern auf und bringen alpine Frische in die Stadt. In den gemütlichen Traditionsgasthöfen wird bodenständige Mostviertler Wirtshauskultur gepflegt. An sonnigen Tagen schweben Ausflügler mit dem Sessellift gemächlich hinauf zu den Almwiesen. Diese harmonische Symbiose aus sakraler Baukunst, Skipioniergeist und Gebirgsnatur prägt das Gesicht der Stadt.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Funde belegen eine frühe Nutzung des Traisentals als Handelsroute über die Voralpen bereits in der Römerzeit. Herzog Leopold VI. der Glorreiche gründete im Jahr 1202 das Zisterzienserstift Lilienfeld als herzogliche Grablege und kulturelles Zentrum des Landes. Die Abtei stieg rasch zum größten Grundherrn und geistlichen Mittelpunkt des Traisentals auf. Um 1890 revolutionierte der Künstler und Erfinder Mathias Zdarsky von seinem Gut Habernreith aus das Skifahren, indem er die Lilienfelder Skilauftechnik und die moderne Stahlsohlenbindung entwickelte. Im Jahr 1905 fand am Muckenkogel der erste Torlauf der Skigeschichte statt. Im Jahr 1974 wurde Lilienfeld offiziell zur Stadt erhoben. Das Stift bewahrt bis heute bedeutende Handschriften und Kunstschätze des Mittelalters. Heute behauptet sich Lilienfeld als lebendige Bezirkshauptstadt mit reicher Kultur- und Sportgeschichte im oberen Traisental.