Stadtgefühl
So fühlt sich Völkermarkt an
Völkermarkt strahlt die gelassene Atmosphäre einer sonnigen Handelsstadt im Süden Kärntens aus. Von der Felskante eröffnet sich ein spektakulärer Blick auf das glitzernde Band des Stausees und die Bergketten der Karawanken. Auf dem Hauptplatz herrscht an Markttagen ein reges Treiben, bei dem Spezialitäten aus der Region angeboten werden. Das Stadtbild vereint wehrhafte mittelalterliche Mauern mit gemütlichen Bürgerhäusern im Kärntner Stil. In den Cafés der Innenstadt spürt man die Nähe zu Slowenien und den zweisprachigen Kulturreichtum. Am Stausee gleiten Ruderboote lautlos durch das Wasser, während Wasservögel ihre Kreise ziehen. An warmen Sommerabenden genießen Einheimische den Sonnenuntergang auf der Aussichtsterrasse Bürgerlust. Diese Verbindung von Wasser, Weite und Geschichte verleiht der Stadt eine besondere Ruhe.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die erste Marktsiedlung wurde um 1100 durch Graf Ulrich von Eppenstein gegründet. Herzog Bernhard von Spanheim verlegte den Markt im Jahr 1217 an den heutigen, strategisch geschützten Standort auf der Felsenterrasse. Völkermarkt entwickelte sich rasch zu einem blühenden Handelszentrum für Eisen, Getreide und Vieh an der Drau. Die mächtige Stadtbefestigung schützte die Bürger über Jahrhunderte vor kriegerischen Überfällen. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert stand die Region im Mittelpunkt historischer Auseinandersetzungen, die in der Kärntner Volksabstimmung von 1920 gipfelten. Der Bau des Draukraftwerks Edling in den 1960er-Jahren schuf den heutigen Stausee und veränderte das Landschaftsbild nachhaltig. Bis heute pflegt die Stadt die Tradition des zweisprachigen Kulturlebens und präsentiert sich als gastfreundliches Zentrum des Jauntals.