Stadtgefühl
So fühlt sich Capannori an
In Capannori empfängt Besucher eine harmonische Atmosphäre aus aristokratischer Eleganz und ländlicher toskanischer Gelassenheit. Hinter hohen Mauern und schmiedeeisernen Toren erheben sich prächtige Adelspaläste inmitten uralter Zypressen und Steineichen. Auf den kleinen Dorfplätzen der Ortsteile treffen sich Einheimische morgens auf einen Plausch im Café. Aus den Olivenhainen und Weinbergen weht der Duft von Rosmarin und feuchter Erde herüber. Im Frühjahr verleiht das leuchtende Rot und Weiß der Kamelienblüten der Landschaft einen unverwechselbaren Zauber. Die Einwohner pflegen ihre historischen Garten- und Weinbautraditionen mit großer Leidenschaft. Die Stimmung ist friedvoll, entschleunigt und von vornehmer toskanischer Lebensart geprägt. Capannori wirkt wie ein weitläufiges Freilichtmuseum herrschaftlicher Wohnkultur im Herzen der Toskana.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Geschichte von Capannori geht auf frühmittelalterliche Bauernhöfe und Siedlungen an der Via Francigena zurück, an der Pilger nach Rom reisten. Ab dem 15. Jahrhundert entdeckten die reichen Seidenhändler und Bankiers der Republik Lucca die sanften Hügel als idealen Ort für Sommerresidenzen. Meisterhafte Architekten und Gartenkünstler gestalteten prächtige Landsitze, die den Medici-Villen in Florenz an Pracht in nichts nachstanden. Im 18. Jahrhundert wurden die ersten Kamelienpflanzen aus Asien importiert, die im feuchten, sauren Boden des Compitese ideale Bedingungen fanden. Unter der Herrschaft von Elisa Baciocchi, der Fürstin von Lucca, erlebte die Gartenkunst in Marlia ihren glanzvollen Höhepunkt. Neben dem Adel entwickelte sich eine starke Papierindustrie an den klaren Flussläufen, die bis heute von weltweiter Bedeutung ist. Die alljährliche Ausstellung Mostra delle Antiche Camelie della Lucchesia im März zieht Gartenliebhaber aus ganz Europa an. Dieses Fest verbindet botanische Meisterschaft mit lebendiger Pflege des regionalen Kulturerbes.