Stadtgefühl
So fühlt sich Giarre an
Giarre empfängt Besucher mit der noblen Eleganz und lichten Weite einer traditionsreichen ionischen Handelsstadt. Der schneeweiße Kalkstein der Kathedrale strahlt weithin sichtbar vor der dramatischen Kulisse des Vulkans Ätna. Auf dem Corso Italia herrscht ein reges und gepflegtes Kommen und Gehen beim Einkaufsbummel. Der Duft von ofenfrischem Mandelgebäck, süßer Granita und geröstetem Espresso strömt aus den Lokalen. Am Vormittag belebt geschäftiges Treiben die Banken und Geschäfte des Zentrums. Zur Mittagszeit senkt sich eine friedliche Ruhe über die eleganten Straßenfluchten. Am späten Nachmittag verwandelt sich die Hauptstraße in eine beliebte Flaniermeile für die allabendliche Passeggiata. Von den Straßen blickt man nach Westen auf den rauchenden Berg und nach Osten auf das glitzernde Meer. Diese harmonische Symbiose aus bürgerlicher Eleganz, Vulkannähe und maritimer Frische nimmt jeden Besucher gefangen.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Ursprünge der Stadt gehen auf das sechzehnte Jahrhundert zurück, als der Ort als Handelsniederlassung der Grafschaft Mascali entstand. Im neunzehnten Jahrhundert erlangte die Gemeinde ihre Eigenständigkeit und erlebte durch den florierenden Wein- und Zitrusexport einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwung. Wohlhabende Bürger errichteten monumentale neoklassizistische Sakralbauten und elegante Jugendstilpaläste. In der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts war die Stadt zeitweise mit der Nachbargemeinde Riposto zur Stadt Ionia vereinigt. Die historische Schmalspurbahn Ferrovia Circumetnea verbindet den Ort seit über einem Jahrhundert mit den Vulkanregionen. Die Verehrung des Stadtpatrons San Isidoro Agricola prägt das religiöse Brauchtum mit festlichen Umzügen im Mai. Die Bürger bewahren ihre architektonische Eleganz und wirtschaftliche Dynamik mit großem Stolz.