Stadtgefühl
So fühlt sich Taormina an
Taormina empfängt Besucher mit der zeitlosen Eleganz und kosmopolitischen Faszination einer weltberühmten Kulturmetropole. Das warme Terrakotta des antiken Theaters harmoniert auf unverwechselbare Weise mit dem tiefen Blau des Meeres und der weißen Rauchfahne des Ätna. Auf dem Corso Umberto herrscht ein lebhaftes, vornehmes Treiben unter kunstvoll bepflanzten Balkonen mit Bougainvilleen. Der Duft von frischer Zitronengranita, ofenfrischen Cannoli, edlem Parfüm und Mandelblüten erfüllt die Straßen. An der Aussichtsterrasse der Piazza IX Aprile lauschen Besucher Straßenmusikern im goldenen Nachmittagslicht. Zur Mittagszeit legt sich eine friedliche Ruhe über die schattigen Alleen des Stadtgartens. Am Abend verwandelt sich die Stadt in eine leuchtende Freilichtbühne für die allabendliche Passeggiata im Schein historischer Laternen. Diese unvergleichliche Symbiose aus antiker Hochkultur, landschaftlicher Dramatik und sizilianischer Lebensfreude nimmt jeden Gast gefangen.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Geschichte der Stadt begann im vierten Jahrhundert vor Christus mit der Gründung der Kolonie Tauromenion durch Überlebende der zerstörten Stadt Naxos und Sikeler. Unter den Griechen und Römern stieg der Ort zu einer wohlhabenden Kulturmetropole heran, die monumentale Bauwerke wie das Theater hervorbrachte. Im Mittelalter wuchs Taormina unter byzantinischer und normannischer Herrschaft zu einem befestigten Herzogssitz heran. Ende des neunzehnten Jahrhunderts entdeckten europäische Künstler, Schriftsteller wie Johann Wolfgang von Goethe und Reisende die Stadt als Sehnsuchtsort der Grand Tour. Im zwanzigsten Jahrhundert begründeten internationale Filmfestspiele und Kulturfestivals den weltweiten Ruf als mondäner Festspielort. Die Verehrung des Heiligen Pankratius als Stadtpatron prägt das religiöse Brauchtum mit festlichen Umzügen im Juli. Die Bürger bewahren ihr weltberühmtes archäologisches und kulturelles Erbe mit außerordentlichem Stolz.