Stadtgefühl
So fühlt sich Massa an
In Massa spürt man die gelassene Atmosphäre einer ehemaligen Residenzstadt, die ihren vornehmen Charakter bewahrt hat. Der Duft von Orangenblüten weht im Frühling über die Piazza Aranci und vermischt sich mit dem Aroma von frisch geröstetem Espresso. An den Berghängen heben sich die schroffen, weißen Kalksteinwände der Apuanischen Alpen majestätisch gegen den blauen Himmel ab. Am späten Nachmittag versammeln sich die Bürger auf der Piazza Mercurio zum traditionellen Aperitif und angeregten Gesprächen. In den kleinen Handwerksbetrieben wird der Marmor der Region mit großer Meisterschaft bearbeitet. Von der Meeresbrise in Marina di Massa bis zur kühlen Bergluft der Schluchten bietet die Stadt faszinierende Kontraste. Die Einwohner pflegen eine herzliche, bodenständige Gastfreundschaft. Massa wirkt elegant, unaufgeregt und tief verwurzelt in der reichen Geschichte der toskanischen Küste.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Geschichte von Massa reicht bis in die Zeit der Römer zurück, als eine Raststation an der antiken Via Aemilia Scauri bestand. Im Mittelalter wuchs die Siedlung unter der Herrschaft der Bischöfe von Luni und wechselte mehrmals den Besitzer zwischen Lucca, Pisa und Florenz. Im 15. Jahrhundert übernahm das Adelsgeschlecht der Malaspina die Herrschaft und begründete ein unabhängiges Fürstentum. Unter den Fürsten Cybo-Malaspina erlebte die Stadt im 16. und 17. Jahrhundert eine glanzvolle städtebauliche Blüte mit der Anlage von Palästen und Plätzen. Alberico I. Cybo-Malaspina ließ die neue Stadtmauer errichten und machte Massa zu einer repräsentativen Renaissance-Residenz. Im 19. Jahrhundert fiel das Herzogtum an das Haus Österreich-Este, bevor es Teil des geeinten Königreichs Italien wurde. Historische Festtraditionen wie das historische Turnier Giostra della Quintana im August lassen die ritterliche Vergangenheit lebendig werden. Die Stadt pflegt ihr reiches fürstliches Erbe mit großem Stolz.