Stadtgefühl
So fühlt sich Stockerau an
Stockerau verströmt die dynamische und lebensfrohe Atmosphäre der größten Stadt des Weinviertels. Der markante barocke Kirchturm ragt weithin sichtbar in den Himmel und bildet den stolzen Mittelpunkt des Stadtbildes. Am großzügigen Hauptplatz herrscht tagsüber ein reges Treiben zwischen Fachgeschäften, Schanigärten und dem historischen Rathaus. In den stillen Pfaden der Stockerauer Au finden Spaziergänger und Radler vollkommene Ruhe im Schatten dichter Auwälder. Die weite Ebene des Weinviertels öffnet den Horizont nach allen Seiten. In den gemütlichen Wirtshäusern wird bodenständige Gastlichkeit bei regionalen Weinen und Schmankerln gepflegt. Zur Festspielzeit erfüllt heitere Theaterstimmung den Kirchenplatz. Diese gelungene Mischung aus barocker Bautradition, Theaterbegeisterung und Naturidylle prägt das Gesicht der Stadt.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Funde belegen eine frühe Besiedlung des Terrassengeländes bereits in der Jungsteinzeit an der Bernsteinstraße. Im Jahr 1012 erlitt der irische Wandermönch Koloman hier den Märtyrertod, woraufhin der Ort zu einem bedeutenden Wallfahrtszentrum aufstieg. Die Siedlung Stockerau entwickelte sich im Mittelalter dank ihrer Lage an den Handelswegen zu einem wohlhabenden Marktort. Im 19. Jahrhundert leitete der Bau der Nordwestbahn und die Ansiedlung von Maschinenbaufabriken die industrielle Entwicklung ein. Im Jahr 1893 erhob Kaiser Franz Joseph I. die florierende Gemeinde offiziell zur Stadt. Das Belvedereschlössl zeugt als ehemaliger Ansitz von der adeligen Wohnkultur der Region. Die Stockerauer Festspiele begründeten im späten 20. Jahrhundert eine traditionsreiche Freilufttheatertradition vor der barocken Stadtpfarrkirche. Heute behauptet sich Stockerau als pulsierendes Wirtschafts- und Kulturzentrum im Weinviertel mit reichem geschichtlichem Erbe.