Stadtgefühl
So fühlt sich Tübingen an
Tübingen verzaubert durch eine unverwechselbare Atmosphäre aus historischer Dichterromantik, akademischem Geist und pulsierender studentischer Jugendlichkeit. Die farbenfrohe Neckarfront mit dem Hölderlinturm spiegelt sich malerisch im Wasser wider und bildet eine der schönsten Stadtansichten Deutschlands. Auf dem Marktplatz und in den engen Pflastergassen herrscht ein lebendiges Treiben zwischen traditionsreichen Buchhandlungen, Weinstuben und Straßencafés. Stocherkähne gleiten lautlos über den Neckar und schenken dem Stadtzentrum eine fast meditative Ruhe. Am Abend füllen sich die Kneipen und Freisitze mit Studenten, Forschern und Gästen aus aller Welt zu anregenden Gesprächen. Das Grün der Neckarinsel und des Schönbuchs spendet an heißen Sommertagen wohltuende Frische. Hier begegnen sich philosophische Weltgeltung, ökologischer Pioniergeist und schwäbische Herzlichkeit auf vollendete Weise.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Erstmals im Jahr 1078 im Zusammenhang mit der Belagerung des Schlosses Hohentübingen erwähnt, erhielt Tübingen um 1231 die Stadtrechte durch die Pfalzgrafen von Tübingen. Graf Eberhard im Bart gründete 1477 die Universität, die sich zu einer der einflussreichsten Bildungsstätten Europas entwickelte. Im 16. Jahrhundert wirkten hier Reformatoren wie Philipp Melanchthon und der Astronom Johannes Kepler. Das berühmte Evangelische Stift brachte im 18. und 19. Jahrhundert die Geistesgrößen Hegel, Hölderlin und Schelling hervor, die das philosophische Denken der Moderne begründeten. Dichter wie Ludwig Uhland und Eduard Mörike machten Tübingen zum Mittelpunkt der schwäbischen Romantik. Im 20. und 21. Jahrhundert wuchs die Stadt zu einem international führenden Forschungszentrum für Medizin, Biologie und künstliche Intelligenz heran. Museen, Kirchen und Dichtergedenkstätten halten diese reiche humanistische, literarische und bürgerliche Geschichte lebendig. Bis heute pflegt Tübingen sein kulturelles Erbe mit großem Stolz.