Stadtgefühl
So fühlt sich Kehl an
Kehl zeichnet sich durch ein offenes, europäisches Flair aus, das vom ständigen Austausch mit dem französischen Nachbarn Straßburg geprägt wird. In den Straßen und Cafés hört man wie selbstverständlich Deutsch und Französisch nebeneinander. Entlang der Uferpromenaden weht eine erfrischende Rheinbrise durch die gepflegten Parkanlagen. Auf dem Marktplatz herrscht an Markttagen ein lebendiges Treiben mit elsässischen und badischen Spezialitäten. Die moderne Tram verbindet beide Rheinseiten fast geräuschlos und verleiht der Grenzstadt eine weltoffene Leichtigkeit. Fahrräder prägen in großer Zahl das alltägliche Straßenbild auf den flachen Wegen. Hier trifft badische Gastlichkeit auf den charmanten Lebensstil des Elsass.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Erstmals im Jahr 1038 urkundlich erwähnt, entwickelte sich Kehl über Jahrhunderte von einem Fischerdorf zur bedeutenden Festungsstadt am Rheinübergang. Aufgrund der strategischen Lage war der Ort wiederholt Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich. Im 18. Jahrhundert ließ der französische Festungsbaumeister Vauban Kehl zu einer mächtigen Reichsfestung ausbauen. Mit dem Bau der Eisenbahnbrücke über den Rhein im Jahr 1861 begann die moderne wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Nach den Zerstörungen der beiden Weltkriege wandelte sich Kehl von einem Symbol der Konfrontation zu einem Vorreiter der deutsch-französischen Aussöhnung. Die Landesgartenschau 2004 schuf mit dem grenzüberschreitenden Garten der zwei Ufer ein bleibendes Denkmal des friedlichen Miteinanders. Museen und Kulturinitiativen halten diese bewegte Festungs- und Brückengeschichte bis heute lebendig. Kehl präsentiert sich heute als selbstbewusste Europastadt am Rhein.