Stadtgefühl
So fühlt sich Empoli an
In Empoli herrscht die geschäftige, vornehme Eleganz einer wohlhabenden toskanischen Handels- und Kulturstadt. Auf der Piazza Farinata degli Uberti plätschert der Löwenbrunnen, während Einheimische in den Straßencafés ihren morgendlichen Espresso genießen. Aus den traditionellen Konditoreien strömt der Duft von frischem toskanischem Mandelgebäck und feinen Törtchen. Am Nachmittag leuchtet die grün-weiße Marmorfassade der Stiftskirche im goldenen Licht der Sonne. Die Bürger sind stolz auf ihre Glastradition und die reiche Geschichte, die Florenz einst vor der Zerstörung bewahrte. In den Fußgängerzonen herrscht ein lebhaftes, angenehmes Treiben zwischen Boutiquen und Feinkostläden. Die Atmosphäre ist herzlich, gepflegt und von toskanischer Lebensfreude erfüllt. Empoli wirkt vertraut, wohlhabend und tief verwurzelt in der reichen Kulturlandschaft des Arnotals.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Empoli entstand in römischer Zeit als Flusshafen Emporium am schiffbaren Arno für den Umschlag von Agrargütern. Im Frühmittelalter wuchs die Siedlung um die im 11. Jahrhundert gegründete Stiftskirche Sant'Andrea heran. Berühmt wurde die Stadt im Jahr 1260 durch den historischen Kongress der siegreichen Ghibellinen nach der Schlacht von Montaperti. Farinata degli Uberti widersetzte sich mutig dem Beschluss, die verfeindete Stadt Florenz dem Erdboden gleichzumachen. Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte sich Empoli dank des Baus der Bahnlinie Leopolda zum führenden Zentrum der Glasindustrie in Italien. Millionen der typischen strohumflochtenen Chianti-Bastflaschen Fiasco wurden hier für den weltweiten Export gefertigt. Das alljährliche Stadtfest Volo del Ciucco zu Fronleichnam erinnert mit einem traditionellen Flug einer Eselsfigur vom Kirchturm an historische Fehden mit Nachbarorten. Dieses Brauchtum hält die Geschichte der Stadt auf humorvolle Weise lebendig.