Stadtgefühl
So fühlt sich Sesto Fiorentino an
In Sesto Fiorentino spürt man die kreative Verbindung aus traditionsreicher Porzellankunst, akademischem Geist und toskanischer Lebensfreude. Auf der Piazza Vittorio Veneto herrscht am Vormittag ein reges Treiben zwischen Marktständen und Straßencafés. Aus den Bäckereien strömt der Duft von frischem toskanischem Brot und süßen Schiacciata-Fladen. An den Hängen des Monte Morello weht selbst im Hochsommer eine erfrischende Waldbrise in die Straßen hinab. Die Einwohner sind stolz auf ihre weltberühmte Manufakturtradition von Doccia und ihre etruskischen Schätze. Studenten und Wissenschaftler prägen das lebendige, jugendliche Bild im Universitätsviertel. Die Atmosphäre ist aufgeschlossen, kultiviert und herzlich. Sesto Fiorentino wirkt wie eine harmonische toskanische Stadt, die Tradition und modernen Fortschritt meisterhaft verbindet.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Der Name der Stadt geht auf den sechsten römischen Meilenstein Ad Sextum Milium an der Konsularstraße Via Cassia zurück. Bereits im 7. Jahrhundert vor Christus errichteten reiche etruskische Fürsten monumentale Kuppelgräber in der Ebene. Im Mittelalter wuchs die Siedlung unter florentinischer Herrschaft zu einem wohlhabenden Marktort heran. Die historische Wende vollzog sich im Jahr 1735, als Marchese Carlo Ginori im Ortsteil Doccia die weltberühmte Porzellanmanufaktur gründete. Künstler wie Gio Ponti revolutionierten hier im 20. Jahrhundert das Design und machten das Ginori-Porzellan zu einem weltweiten Statussymbol. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zudem zu einer Hochburg des Genossenschaftswesens und der Arbeiterbewegung. Die alljährliche Feier Festeggiamenti di San Martino im November ehrt den Stadtpatron mit traditionellen Märkten, Wein und Röstkastanien. Sie spiegelt die tiefe Heimatverbundenheit der Bürger wider.