Stadtgefühl
So fühlt sich Legnano an
In Legnano verbindet sich der stolze Geist einer historischen Schlachtmetropole mit der geschäftigen Tatkraft eines modernen Industriezentrums. Auf der Piazza San Magno treffen sich Einheimische am Vormittag auf einen Espresso und genießen die Sonne vor der Renaissance-Fassade der Basilika. Aus den Traditionsbäckereien strömt der Duft von frischem Hefegebäck und regionalen Mehlspeisen. An den Ufern des Olona rauscht das Wasser leise an den Ziegelmauern der alten Visconti-Burg vorbei. Im Mai wehen die bunten Fahnen der acht historischen Stadtbezirke Contrade an den Hauswänden, während Trommler und Fahnenschwinger für den Palio proben. Die Bürger pflegen eine herzliche, ehrliche Gastfreundschaft und sind tief verwurzelt in ihrer lokalen Geschichte. Legnano wirkt kraftvoll, geschichtsbewusst und lebendig.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Legnano entstand in vorrömischer Zeit an den Ufern des Flusses Olona und entwickelte sich zu einem befestigten Knotenpunkt im Norden Mailands. Am 29. Mai 1176 fand hier die weltberühmte Schlacht von Legnano statt, bei der die vereinigten Truppen des Lombardenbundes die kaiserliche Reiterei Kaiser Friedrichs I. Barbarossa vernichtend schlugen. Im 15. Jahrhundert errichteten die Herzöge von Mailand das Castello Visconteo zur Sicherung des Flussübergangs. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stieg die Stadt durch Textil- und Großmaschinenbauunternehmen wie Franco Tosi zu einem führenden Industriezentrum Italiens auf. Der alljährliche Palio di Legnano am letzten Sonntag im Mai erinnert mit einem der größten historischen Festzüge Europas und einem ritterlichen Pferderennen an den Sieg von 1176. Diese Feierlichkeiten halten die stolze Identität der Bürgerschaft lebendig.