Stadtgefühl
So fühlt sich Rovio an
In Rovio verbindet sich die erhabene Würde eines berühmten Künstlerdorfes mit der stillen Beschaulichkeit einer sonnigen Hangterrasse. Das Panorama des Luganersees breitet sich wie ein glitzerndes Band tief unten im Talbecken aus. Die romanische Kapelle San Vigilio steht wie ein Wächter der Jahrhunderte auf ihrem Felssporn über dem See. In den gepflasterten Gassen verströmen herrschaftliche Patrizierpaläste und blühende Gärten südländische Vornehmheit. Der Duft von feuchtem Laub, Zypressen und feinem Espresso liegt warm in der sauberen Höhenluft. Einheimische begegnen sich auf den kleinen Plätzen zu einem freundlichen Gruß im Dialekt. Die gewaltigen Felswände des Monte Generoso ragen im Rücken des Ortes schützend empor. Am Abend taucht die untergehende Sonne das Dorf in warmes Goldlicht. Es ist ein Ort der Kunstgeschichte, der Weitsicht und des tiefen inneren Friedens.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Besiedlung von Rovio reicht bis in die römische Epoche zurück, wie bedeutende archäologische Funde belegen. Die Kapelle San Vigilio entstand im 13. Jahrhundert und bewahrt meisterhafte romanische Freskenzyklen von herausragender kunsthistorischer Bedeutung. Weltweiten Ruhm erlangte das Dorf durch seine genialen Künstler- und Baumeisterdynastien wie die Familie Carlone. Ab dem 16. Jahrhundert schufen diese Meister prachtvolle barocke Schlösser, Stifte und Kirchen in ganz Mitteleuropa. Mit ihrem erworbenen Wohlstand errichteten sie in ihrer Heimat repräsentative Bürgerhäuser und statteten die Pfarrkirche Santi Vitale ed Agata prachtvoll aus. Über Generationen lebte die Bevölkerung zudem von Weinbau und traditioneller Kastanienwirtschaft. Trotz moderner Wohnbauten bewahrte die Gemeinde ihren historischen Dorfkern mit großer Sorgfalt. Heute pflegt Rovio sein baukulturelles Erbe mit großem Bewusstsein für den Denkmalschutz.