Stadtgefühl
So fühlt sich Morcote an
In Morcote umfängt Besucher die zeitlose Eleganz und Poesie eines weltberühmten Seedorfs. Das Wasser des Luganersees glitzert im warmen Sonnenlicht und spiegelt die bunten Arkadenfassaden wider. Unter den schattigen Laubengängen genießen Einheimische und Gäste ihren Cappuccino mit direktem Blick auf den See. Der Duft von blühendem Jasmin, Zypressen und feinem Espresso liegt warm in der Luft. Schiffe legen mit leisem Motorengeräusch an den Holzstegen an und bringen Reisende aus aller Welt. Hoch oben am Felsen ragt die Renaissancekirche wie eine schützende Krone über den Dächern auf. In den engen Treppengassen herrscht eine tiefe, fast meditative Ruhe. Am Abend taucht die untergehende Sonne das gesamte Dorf in goldenes Licht. Es ist ein Ort der Kunstgeschichte, der Schönheit und des vollendeten Genusses.
Geschichte & Kultur
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Die Besiedlung von Morcote reicht bis in die römische Zeit zurück, als der Ort als befestigte Hafenstation an der Südspitze der Halbinsel diente. Im Mittelalter entwickelte sich das Dorf zu einer wohlhabenden Schiffergemeinde mit eigener Gerichtsbarkeit und Marktrechten. Herausragende Berühmtheit erlangte Morcote durch seine genialen Baumeister- und Bildhauerfamilien wie die Rossi und Paleari. Sie schufen im 16. und 17. Jahrhundert Meisterwerke der Renaissance und des Barocks in ganz Europa. Die Wallfahrtskirche Santa Maria del Sasso zeugt mit ihren reichen Freskenzyklen von diesem beachtlichen Wohlstand. In den 1930er-Jahren schuf der Textilkaufmann Arthur Scherrer den exotischen Park, der heute ein öffentliches Denkmal ist. Im Jahr 2016 wurde Morcote offiziell zum schönsten Dorf der Schweiz gewählt. Heute pflegt die Gemeinde ihr baukulturelles Welterbe mit vorbildlicher Sorgfalt.